Tag der offenen Tür beim Löschzug Westenholz

Der Löschzug Westenholz der Freiwilligen Feuerwehr Delbrück lädt am Sonntag, 31. Mai 2026, zum Tag der offenen Tür am Feuerwehrgerätehaus in Westenholz ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die feierliche Einweihung eines neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugs (HLF 20) sowie die offizielle Vorstellung des erweiterten Gerätehauses.

Das neue HLF 20 ersetzte im März 2026 ein 22 Jahre altes Fahrzeug und stellt einen wichtigen Schritt für die moderne Gefahrenabwehr in Westenholz dar. Gleichzeitig wird auch der Erweiterungsbau des Gerätehauses eingeweiht. Das Feuerwehrhaus selbst wurde bereits 2016 eröffnet und in den Jahren 2023 und 2024 umfassend erweitert. Grund für den Anbau war insbesondere der gestiegene Platzbedarf innerhalb der Einsatzabteilung.

Im neuen Gebäudeteil entstanden moderne, geschlechtergetrennte Umkleiden für bis zu 100 Feuerwehrleute. Zudem wurde eine klare Schwarz-Weiß-Trennung innerhalb des Gebäudes umgesetzt. Ergänzt wird die Erweiterung durch einen Fahrstuhl zur Verbesserung der Barrierefreiheit sowie eine Notstromversorgung für das gesamte Feuerwehrhaus.

Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr mit einem Wortgottesdienst sowie der offiziellen Einweihung von Fahrzeug und Gebäude. Ab etwa 11.30 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit zahlreichen Attraktionen rund um das Thema Feuerwehr für Jung und Alt. Geplant sind unter anderem Fahrzeugausstellungen, ein Feuerlöschtrainer, verschiedene Schauübungen sowie weitere Mitmachaktionen.

Auch für Kinder wird einiges geboten: Neben einer Feuerwehr-Hüpfburg sorgen Riesenlego, Wasserspiele und weitere Aktionen für Unterhaltung.

Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Die Feuerwehr bietet ein großes Kuchenbuffet, frische Waffeln sowie Spezialitäten vom Grill an.

Der Löschzug Westenholz freut sich auf viele Gäste und nutzt die Gelegenheit zugleich, um für die Mitarbeit in der Feuerwehr zu werben. Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen – unabhängig davon, ob bereits Erfahrungen vorhanden sind oder einfach Interesse an Teamarbeit und ehrenamtlichem Engagement besteht.

Text und Bild: Feuerwehr Delbrück

Gesamtwehrübung in Schöning

Delbrück-Schöning. Um 13.14 Uhr lösten am Samstagmittag die Meldeempfänger die Einsatzkräfte der Delbrücker Feuerwehr aus und alarmierten die Retter auf das Gelände der Raiffeisen-Centrale in Schöning. Aus dem Silo drang dichter schwarzer Rauch. Insgesamt galten vier Personen in dem Silo als vermisst, eine weitere Person stand außerhalb des Silos. Schnell beorderte Einsatzleiter Ralf Fischer weitere Kräfte auf das weitläufige Gelände. Um 13.56 Uhr lösten die Melder erneut aus: Im Kreuzungsbereich Brakendiek/Sporkallee war es zu einem Unfall unter Beteiligung eines Linienbusses, eines Autos und einer Radfahrergruppe gekommen.

Zunächst kam die Drehleiter an dem Silo der Raiffeisen-Centrale zum Einsatz, um zunächst eine Person zu retten. „Vor allem der beengte Zugang zur Trocknung war eine Herausforderung“, so Wehrführer Heinz Noje, der diese außergewöhnliche Großübung seit einem halben Jahr vorbereitet hat. Parallel gingen mehrere Trupps unter Atemschutz auf die Suche nach den vier Vermissten vor. Gleichzeitig lief die Brandbekämpfung an. Eine Nebelmaschine sorgte für eingeschränkte Sichtverhältnisse, sodass sich die Suche als echte Herkulesaufgabe erwies. Die „Übungspuppen“ wurden nach und nach gefunden, doch Rettung war schwierig. Die realistisch schweren Puppen mussten alle über die Drehleiter gerettet und der medizinischen Erstversorgung zugeführt werden.

Aus zwei Unterflurhydranten sowie über einen Pendelverkehr von der gut einen Kilometer entfernten Ems konnte das Löschwasser an die Einsatzstelle befördert werden. Neben Feuerwehrleuten aller sechs Delbrücker Löschzüge war auch die Rietberger Feuerwehr im Einsatz. Dem simulierten Brand in dem Komplex der Raiffeisen-Centrale war der Löscherfolg schnell anzusehen, sodass der zweite Teil der Alarmübung anlaufen konnte.

„Nachdem die erste Chaosphase des Brandeinsatzes gemeistert war, haben wir uns ein zweites Szenario überlegt. Wir wollten testen, ob die Duplizität der Ereignisse überhaupt sinnvoll zu bewältigen waren“, erläutert Heinz Noje. Um 13.56 Uhr lösten die Melder erneut aus. Im Kreuzungsbereich Brakendiek/Sporkallee war ein Pkw mit einem Linienbus zusammenstoßen. Der Bus war auf die Seite gekippt und hatte dabei eine Radausflüglergruppe teils unter sich begraben. Der Pkw war in einen Wasser führenden Graben geschleudert. Mehrere Personen waren eingeklemmt oder eingeschlossen. Die genaue Personenzahl war zunächst nicht klar. Jörg Hennemeier nahm sich der Herausforderung an. Nach ersten Erkundungen stellte sich heraus, dass 20 Personen beteiligt und teilweise schwerstverletzt waren – eine ManV 50 – Lage wurde ausgelöst. Die beiden Fahrer des Pkws mussten aus dem Cabrio befreit werden. Die beiden Verletzten-Darsteller sorgten für ein absolut realistisches Szenario. Auch im Bus waren einige Personen eingeklemmt. Dort mussten sich die Feuerwehrleute zunächst einen Zugang zu dem (echten) auf der Seite liegenden Linienbus verschaffen. Parallel dazu trafen eine Vielzahl an Rettungsdienstkräften und Notärzten ein. Die besondere Schwierigkeit war, eine Fahrgasse für die Rettungswagen freizuhalten, sodass nach der Priorisierung der Verletzten der Transport in Krankenhäuser erfolgen konnte.

Nach Sichtung durch Notärzte wurden bei acht Personen lebensbedrohliche Verletzungen, bei vier schwere Verletzungen und bei weiteren acht Personen leichte Verletzungen festgestellt. Zunächst wurden zwei Sammelplätze eingerichtet. „Bei einem Realeinsatz wären auch mehrere Rettungshubschrauber vor Ort, aber das war schon eine echte Herausforderung“, so der Leitende Notarzt Martin Terstesse. Für den Transport wurden Rettungs- und Krankenwagen aus dem ganzen Kreisgebiet zusammengezogen. Die Kommunikation unter den Kräften ist bei derartigen Schadenslagen immer eine Herausforderung, die aber gut gemeistert wurde. Nach gut 30 Minuten waren alle Personen befreit und befanden sich in Erstbehandlung.

Insgesamt 400 Einsatzkräften waren an den beiden Übungsszenarien beteiligt. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Tobias Rupprecht war von der Einsatzmotivation und dem Know-How beeindruckt. „Ein solch komplexes Szenario so professionell zu bewältigen, ist sehr beeindruckend. Es gibt immer Kleinigkeiten zu verbessern, aber unter dem Strich ist alles sehr gut gelaufen“, lobte Rupprecht.

Text und Bilder: Ralph Meyer

Wohnungsbrand in Westenholz

Delbrück-Westenholz. Bei einem Wohnungsbrand im Obergeschoss eines Mehrparteienhauses an der Wiebeler Straße ist am späten Samstagabend eine 86-jährige Bewohnerin ums Leben gekom-men. Trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen verstarb sie noch an der Brandstelle

Um 23.25 Uhr alarmierte die Leitstelle des Kreises nach Notrufen unter dem Stichwort „Dachstuhl-brand, Menschenleben in Gefahr“ die Feuerwehr Delbrück, die umgehend mit starken Kräften in den Stadtteil Westenholz ausrichtete, berichtet Einsatzleiter Heinz Noje, Leiter der Feuerwehr Delbrück. Neben den Löschzügen Delbrück, Westenholz und Boke rückte auch der Delbrücker Wasser-transportzug, der vom Löschzug Ostenland gestellt wird, zur Wiebeler Straße.

Das einzelnen gelegene Wohnhaus aus rotem Ziegelmauerwerk dient im Erdgeschoss als Betriebs-unterkunft für einen Westenholzer Nahrungsmittelproduzenten, in der fünf Mitarbeiter unterge-bracht waren. Im Obergeschoss wohnte die 86-jährige Familienangehörige. Während drei Männer aus der untereren Wohnung direkt ins Freie flüchteten, stürmten zwei Bewohner über einen ge-trennten Zugang auf der gegenüberliegenden Gebäudeseite ins Obergeschoss, konnten aber nicht zu der Bewohnerin vordringen. Das gelang erst dem Angriffstrupp der Feuerwehr, der die leblose Frau rettete und sie an den Rettungsdienst übergab, der sofort mit der Wiederbelebung der Be-wohnerin begann. Sie wurde jedoch nach rund 30 Minuten erfolglos abgebrochen.

Alle Bewohner wurden vom Rettungsdienst auf Rauchgasinhalation gesichtet. Ein 53 Jahre alter Mann, der an der Rettung beteiligt war, wurde später mit dem Rettungswagen ins St. Vincenz-Hos-pital nach Rheda-Wiedenbrück eingeliefert. Im Einsatz waren zwei Rettungswagen aus Delbrück und ein weiterer aus der Nachbarstadt Rietberg. Zwei Notärzte aus Delbrück und Rietberg küm-merten sich um die Verletzten. Um 23.54 Uhr wurde auch der Leitende Notarzte Thorsten Dahm aus Borchen alarmiert. Wegen der überschaubaren Zahl an Verletzten brachen er und der Organi-satorische Leiter (OrgL) Rettungsdienst den Einsatz jedoch in Absprache mit der Einsatzleitung noch auf der Anfahrt ab.

Die mehr als 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten den Brand im Obergeschoss, der vermutlich in der Küche ausgebrochen war, rasch gelöscht. Anschließend wurden vom Korb der Drehleiter aus Teile der Dacheindeckung auf der Westseite des Gebäudes geöffnet. Von dort kontrollierten die Einsatzkräfte den Dachstuhl auf versteckte Glutnester. Außerdem wurden betroffene Bereiche des Haus maschinell belüftet. Ein Versorgungstechniker schaltete das Gebäude stromlos.

Vier Bewohner aus der unteren Wohnung wurden für den Rest der Nacht in einem Westenholzer Hotel untergebracht. Delbrücks Bürgermeister Johannes Lindhauer traf gegen 1.30 Uhr an der Brandstelle ein und ließ sich von der Feuerwehr über die Lage und den Einsatz informieren. Die letzten Feuerwehreinheiten verließen gegen 2.45 Uhr die Brandstelle.

Um 7 Uhr am Sonntagmorgen nahm die Feuerwehr Haus und Wohnung nach einmal bei Tageslicht in Augenschein. Ermittlungen der Polizei zur Brandursache haben ergeben, dass der Brand durch eine eingeschaltete Herdplatte in der der Küche der 86-Jährigen ausgelöst wurde, Den Sachscha-den schätzen die Beamten auf rund 50.000 Euro. Das Gebäude ist derzeit unbewohnbar.

Text und Fotos: Ralph Meyer

Jahreshauptversammlung des Löschzuges Westenholz

Delbrück-Westenholz. Am Freitag, den 6. Februar 2026, fand im Feuerwehrgerätehaus Westenholz die 64. Jahreshauptversammlung des Löschzugs Westenholz der Freiwilligen Feuerwehr Delbrück statt. Zugführer Jörg Brunnert begrüßte neben 42 aktiven Kameradinnen und Kameraden, zehn Mitgliedern der Ehrenabteilung auch 15 Ehrengäste.

Nach der Begrüßung gedachte die Versammlung der verstorbenen Kameraden.  Gertrud Ewers gestaltete hierzu einen kurzen Wortgottesdienst, der Raum für Besinnung und Dankbarkeit bot. 

Im Anschluss verlas Schriftführer Danny Neukirch den Jahrestätigkeitsbericht 2025, der durch eine Präsentation begleitet wurde. Der Bericht zeigte die Vielzahl an Einsätzen, Übungen sowie kameradschaftlichen und gesellschaftlichen Veranstaltungen des vergangenen Jahres. Daraus ging auch hervor, dass der Löschzug im vergangenen Jahr 1,697 Stunden im Einsatzdienst, 2,312 Stunden für den Übungsdienst und weitere 1005 Stunden in die Ausbildung investiert haben. Zugführer Brunnert sprach allen Mitgliedern seinen ausdrücklichen Dank und ein großes Lob für die geleistete Arbeit aus. 

Unter der Leitung des stellvertretenden Leiters der Feuerwehr, Ralf Fischer, standen anschließend Aufnahmen und Beförderungen auf der Tagesordnung. Neu in den Löschzug aufgenommen wurden Klaus Schwarzenberg und Leon Brinkmann als Feuerwehrmannanwärter.  

Befördert wurden Hanna Riekschnietz zur Oberfeuerwehrfrau, Florian Möller-Nolting zum Oberfeuerwehrmann sowie Simon Hessel, Niklas Hils und Manuel Speit zum Hauptfeuerwehrmann. Dennis Schormann ist nun Unterbrandmeister. Die Beförderung von Nils Schäfer zum Brandmeister und von Michael Bolte sowie Fabian Klaas zum Brandinspektor wurden direkt nach bestandenem Lehrgang am Institut der Feuerwehr (IdF) in Münster im Gerätehaus durchgeführt. Zu guter Letzt wurden Ulrich Hagenbrock und Andre Klostermann aufgrund einer neuen Jugendfeuerwehrordnung für sechs Jahre zu Jugendfeuerwehrwarten bestellt.

Ein emotionaler Moment folgte bei den Ehrungen: Markus Müller wurde auf eigenen Wunsch aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Zugführer Brunnert würdigte seine 14-jährige Tätigkeit als Kassierer und seinen unermüdlichen Einsatz. Müller bleibt der Feuerwehr jedoch in der Unterstützungsabteilung erhalten. Außerdem wurde Franz Hagenbrock nach 46 Jahren aktiven Dienstes offiziell in die Ehrenabteilung übernommen. Für langjährige Mitgliedschaften erhielten Markus Müller das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber (25 Jahre) und Hubert Beine das Ehrenzeichen in Gold (35 Jahre). 

Bürgermeister Johannes Lindhauer dankte den Einsatzkräften für ihren Dienst am Bürger und betonte die Bedeutung einer leistungsfähigen Feuerwehr. Er kündigte die baldige Indienststellung eines neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugs sowie weiterer Fahrzeuge an. Auch der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Ralf Fischer, sowie der neue Fachbereichsleiter Bürgerdienste, Simon Daniel, würdigten die Arbeit der Feuerwehr und blickten positiv auf die zukünftige Zusammenarbeit. 

Unter dem Punkt Verschiedenes wurde an den Tag der offenen Tür am 31. Maiangesprochen. Zusammen mit der Einweihung des Gerätehausanbaus und der Indienststellung des neuen Hilfeleistungslöschfahrzeuges steht ein buntes Programm für jedermann bereit. 

Fotos und Text: Feuerwehr Delbrück

Brand in Delbrück

Delbrück (al). Am 03.12.2025 um 16:00 Uhr wurde die Feuerwehr Delbrück mit dem Stichwort F4 – Industriebrand nach Delbrück-Mitte alarmiert.

Vor Ort stellte sich heraus, dass es in einem Wohnhaus zu einem Zimmerbrand gekommen war. Der dichte Rauch hatte sich bereits in eine angrenzende Lagerhalle ausgebreitet und sorgte dort für eine starke Verrauchung.

Kurz bevor der erste Angriffstrupp zur Brandbekämpfung vorgehen konnte, zündete der betroffene Raum schlagartig durch und stand innerhalb kürzester Zeit in Vollbrand.

Um einen möglichen Übergriff der Flammen auf den Dachstuhl auszuschließen, wurde zusätzlich eine weitere Drehleiter der Feuerwehr Rietberg nachalarmiert.

Eine Person wurde durch den Rettungsdienst untersucht und anschließend in ein Krankenhaus nach Paderborn transportiert.

Durch das schnelle und koordinierte Eingreifen aller Kräfte konnte eine weitere Brandausbreitung verhindert werden.

Fotos: Axel Langer / Text: Feuerwehr Delbrück

Verkehrsunfall in Westenholz

Westenholz (al). „Der Fahrer hatte großes Glück. Die Autotüren ließen sich öffnen, so dass er sich aus dem brennenden Auto in Sicherheit bringen konnte“, ist Heinz Noje erleichtert, dass ein folgenschwerer Verkehrsunfall halbwegs glimpflich ablief. Gegen 14.28 Uhr prallte der Toyota vor einen Baum und fing Feuer.

Der 37-jährige Fahrer befuhr die Knäppenstraße in Richtung Westenholz und geriet auf nasser Straße ins Rutschen. Der Toyota T22 geriet auf die Bankette und der Fahrer verlor die Kontrolle. Anschließend prallte das Auto auf der gegenüberliegenden Seite gegen einen Baum. Das Auto prallte zurück und kam mit dem Heck abseits der Straße zum Stillstand. Der 37-jährige konnte sich mit leichteren Verletzungen selber aus dem Fahrzeug befreien. Feuerwehrkräfte der Löschzüge Westenholz und Delbrück rückten zu dem zunächst gemeldeten Kleinbrand aus. Unter schwerem Atemschutz nahmen die Feuerwehrleute die Brandbekämpfung des mit einem Verbrennermotor ausgestatten PkW auf. Allerdings gab es für den PkW keine Rettung mehr, er brannte weitestgehend aus.

Der Fahrer wurde mit einem Rettungswagen in ein Paderborner Krankenhaus gebracht. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf knapp 5.000 Euro. Der Toyota musste mit Totalschaden abgeschleppt werden. Für die Feuerwehrleute endete der Einsatz gegen 15.30 Uhr.

Fotos: Feuerwehr Delbrück / Text: Axel Langer

Schwelbrand im Spänebunker fordert alle Löschzüge der Feuerwehr Delbrück

Delbrück (al). Am 21.08.2025 gegen 15:30 Uhr wurden wir zusammen mit dem Löschzug Ostenland zu einer unklaren Rauchentwicklung bei einem holzverarbeitenden Betrieb alarmiert.

Vor Ort stellte sich heraus, dass es oberhalb des Maschinenraumes des Spänebunkers im Bereich der Förderschnecke zu einem Schwelbrand gekommen war.

Da sich der Brandherd nur vom inneren des annähernd vollständig gefüllten Silos erreichen ließ, musste der komplette Bunker mit einem Volumen von ca. 200 m³ entleert werden.
Unser Teleskoplader unterstützte die Kameraden, die unter schwerem Atemschutz die Späne herausschschaufelten.

Zum Einsatz kamen im Verlauf des Einsatzes Atemschutzgeräteträger aus allen 6 Löschzügen.
Ein großer Dank geht an die Kreisfeuerwehrzentrale, die uns mit zusätzlicher Atemschutztechnik versorgte.

Nach stundenlanger, schweißtreibender Arbeit konnte die Einsatzstelle schließlich gegen 03:00 Uhr morgens an den Eigentümer übergeben werden.

Fotos / Text: Feuerwehr Delbrück

Verkehrsunfall in Westenholz

Westenholz (al). Ein E-Call-System eines Skoda Kodiaq rief am frühen Mittwoch Nachmittag Rettungs- und Feuerwehrkräfte auf den Plan. Im Kreuzungsbereich Springpatt / Brandenburger Weg waren zwei Pkw in einer Tempo 30-Zone zusammengestoßen. Da alle drei Fahrzeuginsassen die Fahrzeuge verlassen hatten, antwortete niemand auf den Rückruf des Notrufassistenten des Skoda. In solchen Fällen geht die Notrufzentrale von einer nicht ansprechbarer Person aus und folglich wurden die Löschzüge Westenholz und Delbrück zu einer eingeklemmten Person alarmiert.

Dies erwies sich allerdings als nicht richtig. Zwar entstand bei dem Zusammenprall gegen 14.15 Uhr erheblicher Sachschaden, doch gab es keine eingeklemmte Person. Der Delbrücker Löschzug konnte seine Fahrt abbrechen. Der Löschzug Westenholz fuhr zur Einsatzstelle. Der 29-jährige Fahrer eines VW Polo kam aus dem Brandenburger Weg und missachtete die Vorfahrt des von rechts, aus Richtung Obernheide Weg kommenden Skoda Kodiaq. Im Kreuzungsbereich prallte der VW dann im Frontbereich gegen den Skoda und wurde um 90 Grad herumgeschleudert. Der Polofahrer zog sich dabei Verletzungen zu und wurde von einem Notarzt sowie der Besatzung eines Rettungswagens behandelt. Die 40-jährige Fahrerin des Skoda und ihre 15-jährige Tochter blieben glücklicherweise körperlich unverletzt. Feuerwehrkräfte unterstützten den Rettungsdienst, sicherten die Unfallstelle ab und stellten den Brandschutz sicher.

Beide Autos wurden erheblich beschädigt und mussten abgeschleppt werden. Den Sachschaden schätzten Polizeibeamte vor Ort auf etwa 18.000 Euro.

Text und Fotos: Axel Langer

Jahreshauptversammlung Gesamtwehr

Rückschau auf ein arbeitsreiches Jahr zog die Feuerwehr Delbrück im Festzelt der Westenholzer St.-Johannes-Schützenbruderschaft auf dem Schützenplatz am Obernheideweg. 495 Einsätze (ein Plus von 102 im Vergleich zu 2023) mussten die 414 Aktiven in den sechs Löschzügen und den Sondereinheiten bewältigen, berichtete der scheidende Schriftführer Steffen Knapp.


Delbrück-Westenholz. Mit allein 275 Einsätzen dominierte die Technische Hilfe das Einsatzspektrum, das von Blaualgen auf einem Gewässer bis hin Hochwasser-Einsätzen bis zu einem Unfall mit einem umgestürzten Schweinetransporter reichte. In 65 Fällen rückten die Delbrücker Feuerwehrleute zu Brandschutzeinsätzen aus. Blitzeinschlag auf Bauernhof, Verpuffung im Heizungskeller und Vollbrand eines unbewohnten Fachwerkgebäudes lauteten die Einsatzstichworte. 92-mal rückten die Notfallhelfer aus, in 51 Fällen waren es Alarme von Brandmeldeanlagen. In elf Fällen wurden Einheiten aufgrund von Fehlalarmen alarmiert, und in einem Fall war es sogar eine böswillige Fehlalarmierung.

Insgesamt zählt die Delbrücker Feuerwehr 656 Mitglieder – sechs mehr als im Vorjahr. Neben 414 aktiven Kräften tun sechs Mitglieder Dienst in der Unterstützungsabteilung. 89 Mitglieder zählt die Jugendfeuerwehr, 80 die Ehrenabteilung. Der Musikzug Lippling weist 63 Musiktreibende auf, und zehn Mitglieder sind vom aktiven Dienst befreit.

Bei den Nachwuchslöschern erfüllten im vergangenen Jahr 20 Jugendliche die Bedingungen der Jugendflamme 1 und neun die der Jugendflamme 2. Weitere neun erreichten das Leistungsabzeichen.

Im vergangenen Jahr war die Delbrücker Feuerwehr mit sechs Gruppen beim Leistungsnachweis auf Kreisebene am Start, und beim Tag der offenen Tür des Löschzuges Delbrück wurden allein sechs Fahrzeuge neu in Dienst gestellt. Kassierer Dennis Schormann legte seinen ersten Kassenbericht vor, der mit einem Überschuss abschloss. Bei den Wahlen unter Vorsitz von Jörg Rodehutskors wurde Fabian Osdiek als Nachfolger für Schriftführer Steffen Knapp gewählt. Als Vize-Kassierer wurde Niels Lünstroth im Amt bestätigt.

Bürgermeister Werner Peitz betonte in seinem Grußwort, die Delbrücker wüssten, was sie an ihrer Feuerwehr haben. Wörtlich fügte er hinzu: „Wir fühlen uns in guten Händen“. Kreisbrandmeister Stephan Reckhaus sagte, nicht Technik und Taktik, sondern die Menschen machen die Feuerwehr aus. Die Leistungsfähigkeit der Delbrücker Feuerwehr und der gute Ausbildungsstand seien die Garanten, dass die Delbrücker Wehr auch weiterhin als Freiwillige Feuerwehr die zweitgrößte Stadt im Kreis Paderborn schützen darf. Delbrücks Feuerwehr nannte er „einen verlässlichen Partner“.

Nach Fertigstellung der Rettungswache in Delbrück und dem Spatenstich in Salzkotten wird der Kreis weitere Rettungswachen in Borchen, Altenbeken und Bad Wünnenberg in Angriff nehmen, so Reckhaus. Heinz Noje, Leiter der Feuerwehr Delbrück, attestierte der Feuerwehr eine hohe Professionalität. Wörtlich sagte er: „Feuerwehr steht für gelebte Gemeinschaft“.

Mit Feuerwehrehrenzeichen des Landes in Silber für 25-jährige Treue wurden Jacqueline Pleines, Markus Müller, Christian Brüchert, Hans Jörn Kremer, Michael Bolte und Heinz Noje ausgezeichnet. Ehrenzeichen in Gold für 35-jährige aktive Mitgliedschaft erhielten Johannes Fahl, Meinolf Schormann-Diekmann, Frank Hansel, Berthold Schulte, Bernhard Horst, Jürgen Kersting und Josef Meinard.

Mit Ehrennadeln in Bronze des Verbandes der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Delbrück zeichnete Vorsitzender Ralf Fischer Markus Bochnig, Steffen Knapp, Fabian Klaas, Alexander Gaus, Bernhard Lampe und Martina Lahme aus. Die Ehrennadel in Gold erhielt Michael Strunz.

Text und Fotos: Ralph Meyer