Überörtliche Hilfeleistung in Hochwassergebiet

Am Dienstagabend und Mittwoch wurden Teile von NRW von einem der schlimmsten Hochwasserereignisse der vergangenen Jahrzehnte heimgesucht.


Regentief Bernd sorgte in Teilen des Sauerlandes und im Bergischen Land mit teilweise bis zu 200 Litern Regen pro m² für teils apokalyptische Szenen. Gegen Abend erfolgte dann unter anderem die Alarmierung der Bereitschaft 3 (Paderborn/Höxter) innerhalb der Bezirksreserve der Bezirksregierung Detmold. Somit setzte sich gegen 21:00 Uhr ein Konvoi aus 23 Fahrzeugen (davon 4 von der Feuerwehr Delbrück aus den Löschzügen Ostenland und Boke) Richtung Altena in Bewegung.


Nach Eintreffen in der Nacht wurde zusammen mit Fahrzeugen vom THW und der Bundeswehr versucht, sich in den Ortskern vorzuarbeiten. Eine Wasserhöhe von knapp 2 Metern und bergeweise Schutt, Geröll und Unrat erschwerte das Vorhaben bzw. machte es stellenweise unmöglich. Unzählige Häuser, Keller und Tiefgaragen wurden von den Kräften leer gepumpt, Straßen wieder passierbar gemacht. Am Folgetag setzten sich in den Mittagsstunden 80 frische Kräfte in Bewegung, um die Kameradinnen und Kameraden vor Ort abzulösen.


Diese Ablösung arbeitete dann bis in die Nacht auf Freitag weiter im Stadtkern von Altena, bevor es dann wieder Richtung Heimat ging.


Belastend war der Einsatz für die eingesetzten Kräfte aller Hilfsorganisationen gleich durch mehrere Gegebenheiten. Zur allgemein großen Zerstörung gesellten sich unter Anderem die vielen schweren Einzelschicksale und das Bekanntwerden des Todes mehrerer Kameraden, die im Einsatz gestorben sind.


Ausdrücklich hervorzuheben ist die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen, sei es beispielsweise das THW, das Rote Kreuz und auch mit den Kräften der Bundeswehr.


Fotos: Feuerwehr Delbrück

Brand Strohanhänger in Ostenland

Am Samstagmorgen geriet gegen 10:00 Uhr ein mit Stroh beladener Anhänger in Brand.


Das landwirtschaftliche Gespann befand sich auf einem abgeernteten Feld am Hakenweg in Ostenland. Einsatzkräfte vom Löschzug Ostenland, welcher in Zugstärke vor Ort war, sowie eine Gruppe vom Löschzug Lippling setzten 3 Trupps unter PA ein und löschten den Brand.


Für die Wasserversorgung wurde ein rund 3 Kilometer langer Pendelverkehr zu einem Hydranten eingerichtet. Der Einsatz war nach rund 2 Stunden beendet.


Fotos: Löschzug Ostenland

PKW Brand in Lippling

Am Sonntagmorgen geriet gegen kurz nach 7 Uhr ein PKW in Lippling aus noch ungeklärter Ursache in Brand.


Eine Gruppe des Löschzuges Lippling wurde zu einem Fahrzeugbrand im Ortsteil Lippling gerufen.Bereits auf der Anfahrt war die Rauchsäule zu sehen. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle wurde das Einsatzstichwort aufgrund der akuten Lage auf Feuer 3 erhöht,wodurch in Lippling die Sirenen heulten und die Löschzüge Delbrück-Mitte und Ostenland zur Einsatzverstärkung alarmiert wurden.


Das brennende Fahrzeug war hinter einem weiteren PKW geparkt und stand dabei direkt am Wohnhaus, auf welches die Flammen überzugreifen drohten.Direkt am Brandherd führt eine Treppe in die Dachgeschosswohnung des Mehrfamilienhauses, in der sich noch Personen befanden.


Die Personen handelten sehr umsichtig, ließen Fenster und Türen geschlossen und konnten durch das schnelle Eingreifen der ersten Kräfte aus der Wohnung befreit werden.


Fotos und Text: Löschzug Lippling

PKW überschlägt sich in Ostenland

Bereits letzte Woche Montag ereignete sich in Ostenland ein Alleinunfall, bei dem sich ein PKW überschlug und im Straßengraben zum Stillstand kam.


Gegen 19:30 Uhr wurde der Löschzug Ostenland zur Mühlensenner Straße alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Einheiten hatte sich die Fahrerin bereits selbst aus ihrem Fahrzeug befreit. Die Kameraden sicherten die Einsatzstelle, unterstützten bei der Bergung des Fahrzeugs und reinigten die Fahrbahn im Bereich des Unfalls.


Fotos: Löschzug Ostenland

Küchenbrand in Ostenland

In Ostenland kam es am Dienstagabend zu einem Küchenbrand.


Mitten in der Wiederaufnahme des Ausbildungsbetriebes des Löschzuges Ostenland kam es in unmittelbarer Nähe zum Feuerwehrgerätehaus zu einem Küchenbrand. Hilferufe und eine starke Rauchentwicklung waren auf der Straße „Auf dem Haupte“ wahr zu nehmen.


Unmittelbar legten die Kameradinnen & Kameraden den Ausbildungsdienst nieder und eilten zur Einsatzstelle. Noch bevor ein Notruf bei der Kreisfeuerwehrzentrale in Ahden einging, konnte bereits ein Trupp unter schwerem Atemschutz in die brennende Küche vordringen und eine Person aus dem Brandraum ins Freie verbringen.


Im weiteren Verlauf wurden weitere Bewohner aus dem Haus ins Freie gebracht. Der zusätzlich alarmierte Rettungswagen aus Delbrück untersuchte alle betroffenen Personen auf eine eventuelle Rauchgasvergiftung.


Durch den gezielten Einsatz von Löschmittel, einer Wärmebildkamera und einem Hochleistungslüfter konnte weiterer Sachschaden gering gehalten werden.

Nach ca. 1,5 Stunden war der Einsatz beendet und der Löschzug konnte seine Ausbildungseinheit wieder aufnehmen.


Fotos und Text: Löschzug Ostenland

„Land Unter“ in Bentfeld

Am Freitagabend kam es in Bentfeld zu einem lokal begrenzten Starkregenereignis.


Mehrere Keller und tiefer liegende Garagen wurden überflutet. In einigen Kellern stand das Wasser über einen Meter hoch. Die Scharmeder Straße sowie angrenzende Straßen wie die Hunikastraße waren teilweise für Fahrzeuge nicht passierbar.


Rund 20 Einsatzstellen wurden abgearbeitet. Dabei waren Einheiten der Löschzüge Bentfeld, Delbrück, Boke und Ostenland teils bis in die Nacht im Einsatz.


Fotos: A. Langer

Mülltonnenbrand in Delbrück

Durch ein zündelndes Kind (10) gerieten am Dienstagnachmittag in Delbrück in der Von-Stauffenberg-Straße 2 Mülltonnen in Brand.


Da der Feuerwehr ein brennendes Carport direkt an einem Wohnhaus gemeldet wurde, rückten zusätzlich zum Löschzug Delbrück weitere Kräfte vom Löschzug Ostenland an.


Durch die Hitzeentwicklung hatte der Brand bereits auf das Dach des Unterstandes übergegriffen. Eine Anwohnerin leitete parallel zum Notruf bereits erste Löschversuche ein und hielt das Feuer damit klein. Die ersteintreffenden Kameraden löschten die Reste und kontrollierten den betroffenen Bereich mit einer Wärmebildkamera.

Brand in einer Autowerkstatt

Am Mittwochmorgen kam es in Delbrück zu einem Feuer in einer Autowerkstatt im Industriegebiet Ost.


Zunächst geriet ein PKW, welcher auf einer Hebebühne stand, vermutlich durch Schweißarbeiten in Brand. Infolgedessen griff das Feuer auch auf umstehende Reifenstapel und andere Gegenstände über.


Bei Eintreffen der ersten Kräfte hatten sich bereits alle Mitarbeiter in Sicherheit gebracht und dichter, schwarzer Rauch quoll aus allen Öffnungen der betroffenen Halle. Es folgte eine Alarmstufenerhöhung und zusätzliche Kräfte vom Löschzug Ostenland wurden alarmiert.


Ein sofort eingeleiteter massiver Löschangriff mit mehreren Trupps unter PA zeigte relativ schnell Wirkung und das Feuer griff nicht auf die Gebäudestruktur und die hohe Anzahl an gelagerten Reifen über. Durch die große Hitze und Rußablagerungen wurden jedoch weitere Einrichtunggegenstände der Werkstatt unbrauchbar gemacht. Die Feuerwehr verschaffte sich zudem einen Zugang zu der Halle durch ein verschlossenens Tor, welches gewaltsam geöffnet wurde. Der Dachbereich wurde über die Drehleiter kontrolliert.


Fotos: Feuerwehr Delbrück

Mehrere Unwettereinsätze im Stadtgebiet

Am Wochenende kam es zu mehreren Einsätzen infolge eines Sturmtiefs.


In Ostenland und Boke kippten einige Bäume um und abgebrochene Äste sorgten für blockierte Straßen und Wege und beschädigten teilweise Überlandleitungen.


In Delbrück wurde im Bereich der Hövelhofer Straße ein PKW von einem Baum erfasst. Der Fahrer blieb trotz ausgelösten Airbags unverletzt. Nachmittags wurde im Lindenweg ein Baugerüst umgeweht. Hier musste die Feuerwehr jedoch nicht mehr tätig werden.


Foto: Löschzug Boke

Ostenländer Feuerwehr bei 75 Einsätzen im Jahr 2020 gefordert

Ostenland (al). Eigentlich würde in diesen Tagen die Jahreshauptversammlung des Löschzuges Ostenland stattfinden, eigentlich. Durch die Coronavorgaben können nicht alle Teile der Versammlung stattfinden. Wahlen, Beförderungen sowie die Kassenberichte finden hoffentlich im Laufe des Jahres statt. Den Jahresbericht und einen Film sowie ein paar Leckereien konnten jetzt coronaconform an die Feuerwehrleute der aktiven Abteilung sowie der Ehrenabteilung übergeben werden. „Wir möchten mit dieser Form der Versammlung allen eine kleine Freude machen und ein Zeichen setzen, dass es immer irgendwie weiter geht“, so Löschzugführer Peter Bathe.

Ein achtköpfiges Vorbereitungsteam hatte die Jahreshauptversammlung „to go“ vorbereitet. Den Jahresbericht geschrieben sowie einen filmischen Jahresrückblick zusammengestellt. Ein wenig „Marschverpflegung“ war ebenfalls in den Tüten enthalten, die die Feuerwehrleute am „Drive in“ rund um das Ostenländer Feuerwehrgerätehaus abholen konnten. Außerdem erhielten die Mitglieder der aktiven Abteilung als besondere Überraschung neue Softshell-Jacken ausgehändigt. „Die Versammlung wie auch die neuen Jacken sind durch finanzielle Unterstützung zahlreicher Sponsoren sowie unserer Fördermitglieder möglich“, dankt der stellvertretende Zugführer Jörg Rodehutskors für die tolle Unterstützung.

Der von Sven Tewes und Stefan Großekämper zusammengestellte Jahresbericht weist für das Jahr 2020 insgesamt 75 Einsätze aus. Dabei wurden 1.594 Stunden im Einsatz absolviert. Schwerpunkte des Einsatzgeschehens waren die Beseitigung von Sturm- und Unwetterschäden sowie verschiedene Brandeinsätze. Im Vergleich zu anderen Jahren wurden allerdings nur relativ wenige Stunden für die Aus- und Fortbildung gezählt. Coronabedingt wurden Dienstabende zeitweise ausgesetzt und Lehrgänge verschoben, um eine mögliche Ansteckung mit Corona zu verhindern. 953 Stunden wurden hier gezählt. Auf hohem Niveau blieben allerdings die Stundenzahlen für die Wartung und Reinigung der Fahrzeuge, der Geräte und des Gerätehauses. Hier trugen die Ostenländer Feuerwehrleute 1.533 Stunden zusammen. Insgesamt kamen unter dem Strich 4.080 Stunden im Dienst für den Nächsten zusammen. Der Löschzug Ostenland zählt 61 Mitglieder im aktiven Dienst, davon fünf Frauen. In der Alters- und Ehrenabteilung sind 20 Feuerwehrleute organisiert und die Jugendfeuerwehr zählt 14 Mitglieder, davon ein Mädchen.

Alle weiteren Regularien der Jahreshauptversammlung sollen, wenn möglich, im vierten Quartal nachgeholt werden.

Text und Fotos: Axel Langer