Jahreshauptversammlung Gesamtwehr

Bilanz eines eher ruhigen Jahres zogen die Mitglieder des Verbandes der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt bei der Jahreshauptversammlung im Sport-und Kulturzentrums Ostenland. 393-mal rückten die sechs Löschzüge und die Notfallhelfer im Jahr 2023 aus. Das sind 56 Einsätze weniger als im Vorjahr., berichtet Schriftführer Steffen Knapp und führt den Rückgang auch auf Optimierungen im Einsatzleitsystem der Leitstelle zurück.

Der Delbrücker Feuerwehr gehören insgesamt 648 Mitglieder an. Davon entfallen 404 auf die aktive Abteilung. Vier Mitglieder zählt die Unterstützungsabteilung. In der Alters- und Ehrenabteilung gibt es 81 Mitglieder, und die Jugendfeuerwehr, die im vergangenen Jahr 65 Jugendliche zählte, feierte 2023 ihr 25-jähriges Bestehen. Der Musikzug umfasst 65 Musiktreibende, und neun Mitglieder sind vom aktiven Dienst befreit.

Mit 44 Brandeinsätzen macht die klassische Domäne der Feuerwehren heute nur einen kleinen Teil des Einsatzspektrums aus. Deutlich öfter waren mit 205 Einsätzen Technische Hilfeleistungen erforderlich. Die Notfallhelfer wurden 88 Mal in dem Einsatz gerufen. Brandmeldeanlagen sorgten für 44 Einsätze. 13 Einsätzen entpuppten sich als blinde Alarme, und in zwei Fällen geht die Feuerwehr von böswilliger Alarmierung aus. Das Einsatzspektrum reichte von Ascheniederschlägen auf Gewässern, schweren Verkehrsunfällen, Kamin- und Strohpyramidenbränden bis hin zu einer ausgewachsen Hochwasserlage um Weihnachten.

Bewährt hat sich sie Zusammenarbeit der Feuerwehr Delbrück mit den Kollegen aus Hövelhof bei der Grundausbildung, die in vier Modulen stattfindet. Außerdem biledete die Wehr 2023 vier neue Drehleitermaschinisten aus. Im medizinischen Bereich haben sich die sich bei der Aus- und Fortbildung der Notfallhelfer die engen Kooperationen mit dem Deutschen Roten Kreuz in Delbrück und der Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin (AGN) in Hövelhof bewährt.

Bürgermeister Werner Peitz betonte in seinem Grußwort, die Stadt sei stolz auf ihre Feuerwehr, die für kompetente Hilfe stehe. Wiederholt hätten die Einsatzkräfte ihr Können mit viel Herzblut unter Beweis gestellt. Der ehrenamtliche und selbstlose Feuerwehrdienst zum Wohle der Allgemeinheit umfasse ein großes Aufgabenspektrum, so Peitz. Kreistagsmitglied Meinolf Päsch, der Landrat Christoph Rüther vertrat, nannte die Feuerwehr „ein lebendiges Zeichen für den Einsatz zugunsten der Zivilgesellschaft“. Johannes Wiesing, Vorsitzender des Heimatvereins Ostenland, nannte die Feuerwehrleute „Helden, die nicht mit Gold aufzuwiegen seien“.

Wehrführer Johannes Grothoff, seit sieben Jahren im Amt, dankte Rat und Verwaltung für die umfassende Unterstützung bei der Beschaffung von Fahrzeugen und Ausrüstung sowie der Modernisierung der Gerätehäuser und sprach dabei die Lösungen bei den Gerätehäusern in Westenholz und Bentfeld an. Am Standort in der Südstraße sei eine zweite Zelthalle errichtet worden. Das im Verbund mit der künftigen Nutzung der DRK-Gebäude „eine gute Übergangslösung bis zum Neubau“.

Grothoff resümierte, dass die Feuerwehr in den vergangenen sieben fast gesamten den Fuhrpark runderneuert habe, „Das sind 41 neue Fahrzeuge, Anhänger und Abrollbehälter“, sagte er. Mit sechs neuen Stromerzeugern sieht Grothoff die Feuerwehr auch für mögliche Black- und Brownouts gewappnet. Auch personell hat sich die Wehr in den vergangenen sieben Jahren verstärkt: 126 Feuerwehrleute wechselten aus der Jugendfeuerwehr in den Einsatzdienst.

Erfreut zeigte sich Verbandsvorsitzender Ralf Fischer, dass 132 fördernde Mitglieder die Feuerwehr unterstützen. Gleichwohl sucht er noch Sponsoren zur dauerhaften Finanzierung des Dienstsport-Angebotes mit der Personal Trainerin Paulina Krekeler. Auch weitere Teilnehmer sind dort willkommen.

Nach 24 Jahren im Amt stellte sich Kassierer Meinolf Neiske nicht mehr zur Wiederwahl. Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung Dennis Schormann vom Löschzug Westenholz. Ralf Fischer, Vorsitzender des Verbandes der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Delbrück, unterstrich in seiner Laudatio, Neiske sei bereits 1978 in die Feuerwehr eingetreten.

Seit 1979 zählte er zu den Atemschutzgeräteträgern. Noch wenige Wochen vor dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst wegen Erreichens der Altersgrenze mit 67 im vergangenen Jahr bestand er ein weiteres Mal die nötige Überprüfung. „Er ist ein gutes Vorbild für alle Atemschutzgeräteträger“, stellte Fischer wörtlich fest. Neiske war auch viele Jahre in der Wasserrettung bei der Feuerwehr tätig und gehörte zu den Pionieren bei der Gewässerbeschilderung im Raum Delbrück.

Mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber des Landes für 25-jährige aktive Mitgliedschaft wurden Sebastian Tanger und Friedhelm Lübbers ausgezeichnet. Ehrenzeichen in Gold gingen an Martin Heller, Carl Wübbe, und Thorsten Jungewelter.

Text und Fotos: Ralph Meyer

Jahreshauptversammlung Löschzug Ostenland

Ostenland (al). Weniger ausgelöste Brandmeldeanlagen, Notfallhelfereinsätze auf hohem Niveau sowie Brände, Sturm- und Hochwassereinsätze und Ölspuren weist die Einsatzbilanz des Löschzuges Ostenlandes für das Jahr 2023 aus. So ging die Zahl der Einsätze von 97 im Jahr 2022 auf 77 Einsätze im Jahr 2023 zurück.

Insgesamt 1.486 Stunden verbrachten die 63 Aktiven des Löschzuges Ostenland im Einsatz. Weitere Stunden kam durch Lehrgänge, Aus- und Weiterbildung oder Dienstabende zusammen. Unter dem Strich leisteten die Feuerwehrleute 5.913 Stunden. „Hinter uns liegt ein arbeitsreiches und interessantes Jahr. Mein Dank gilt den Kameraden, die dabei waren, wenn der Löschzug gefordert war. Bitte macht so weiter“, dankte Löschzugführer Peter Bathe bei der Jahreshauptversammlung im Pfarrheim. Bathe dankte der Verwaltung und dem Rat für die Unterstützung, auch mit auf das neue Feuerwehrgerätehaus.

Für die konstruktive Zusammenarbeit dankte Bürgermeister Werner Peitz dem Löschzug mit Blick auf das geplante Feuerwehrgerätehaus und bezeichnete dieses als Quantensprung. „Die Extrarunde in der Planung hat sich gelohnt, wir konnten die Kosten von 7,9 Millionen Euro auf 5,8 Millionen senken, ohne dass die Funktionalität gelitten hat“, betonte Werner Peitz, der darauf hofft, dass noch in den Sommerferien mit dem Bau begonnen werden kann. „Hier wird eine gewaltige Aufgabe im Ehrenamt gestemmt“, dankte Peitz den Feuerwehrleuten, aber auch ihren Familien und Arbeitgebern.

An einen besonders dramatischen Einsatz erinnerte der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Ralf Fischer. Dabei hatte im Januar 2023 eine Fettexplosion für einen massiven Küchenbrand gesorgt. „Während der Löscharbeiten kamen zwei Angehörige an die Einsatzstelle, von denen einer in die brennende Wohnung hineinlauf wollte. Da mussten einige Feuerwehrleute beherzt zugreifen, um schlimmeren Schaden zu verhindern“, berichtete Ralf Fischer von filmreifen Szenen und war froh, dass alles ohne Verletzt von statten ging. Im Namen der Dorfgemeinschaft dankte der Vorsitzende des Heimatvereins, Johannes Wiesing für den Einsatz der Feuerwehr im Dorf.

Der stellvertretende Vorsitzende des Stadtfeuerwehrverbandes, Heinz Noje, konnte Martin Papenheinrich mit der bronzenen Ehrennadel des Stadtverbandes auszeichnen. Martin Papenheinrich trat 2005 in die Jugendfeuerwehr ein und wechselte 2010 in die aktive Abteilung. Seit 2014 ist er Betreuer und Ausbilder bei der Jugendfeuerwehr und seit 2015 Gerätewart. 2016 absolvierte er den Gruppenführerlehrgang. Außerdem kümmert sich Martin Papenheinrich um die Außenanlagen des Gerätehauses und ist als Standartenträger aktiv. „Martin Papenheinrich zeichnen großer Fleiß und Zuverlässigkeit aus“, so Noje in seiner Laudatio.

Um die steigende Zahl an Aufgaben der Löschzugführung künftig auf mehr Schultern verteilen zu können, wurde Steffen Knapp zum weiteren stellvertretenden Löschzugführer ernannt. Steffen Knapp ist bereits seit vielen Jahren als Schriftführer des Stadtverbandes der Feuerwehr aktiv.

Mit der Ehrennadel des Verbandes der Feuerwehren des Landes NRW in Gold wurden Franz-Josef Merschmann für 60 Jahre in den Reihen der Feuerwehr und Heribert Bewermeier für 50 Jahre bei der Feuerwehr geehrt. Das Feuerwehrehrenzeichen in Gold für 35 Dienstjahre erhielt Wolfgang Brake. Für 25 Jahre wurden Matthias Großekämper, Markus Großekämper, Andreas Meier und Peter Bathe mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Landes in Silber ausgezeichnet.

Außerdem konnten Ralf Fischer und Heinz Noje zahlreiche Beförderungen aussprechen. Neuer Hauptbrandmeister ist Martin Papenheinrich. Sebastian Hoff wurde zum Oberbrandmeister befördert. Neuer Unterbrandmeister ist Jörn Fortmeier. Zum Hauptfeuerwehrmann wurden Steffen Relard und Dominik Berenspöhler befördert. Zu neuen Oberfeuerwehrfrauen und -Männern wurden Vanessa Merschmann, Laurin-Louis Jungewelter, Leon Höwekenmeier und David Brinkmeier. Als Feuerwehrmann wurde Fynn-Luca Jungewelter aus der Jugendfeuerwehr übernommen.

Text und Fotos: Axel Langer

Nistkästen für den guten Zweck

Die Alters- und Ehrenabteilung des Löschzuges Ostenland hat über eine Woche lang gesägt und geschraubt und die 215 gebauten Nistkästen gegen eine Spende angeboten. Dieses Jahr war die Freude besonders groß, da die Spendeneinnahmen zu Gunsten zwei guter Zwecke gehen: Ein Teil kommt der Pater Meier-Stiftung zugute; mit dem anderen Teil wird der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Paderborn-Höxter (AKHD PB-HX) unterstützt.

In vielen Stunden des Sägens und Schraubens entstanden 215 Nistkästen, die gegen eine Spende beim Frischmarkt Strunz Ostenland, der Hofbäckerei Niermann, Meier Land- und Gartentechnik sowie der Gärtnerei Neiske und der Landgärtnerei Sporkmann erworben werden konnten. „So können wir etwas für den guten Zweck tun, den Tieren helfen und in Gemeinschaft etwas machen“, sagte Sprecher der Alters- und Ehrenabteilung Hubert Relard. Der Organisator Franz-Josef-Merschmann erklärte, er freue sich, dass die Aktion auch in diesem Jahr wieder so gut angenommen wurde und insgesamt 3.150 Euro zusammengekommen seien. Der gesamte Erlös könne gespendet werden, da Fensterbau Merschmann einen Teil des Materials gespendet sowie ihre Werkstatt für acht Tage zur Verfügung gestellt habe.

In diesem Jahr geht der Erlös zu Gunsten zwei guter Zwecke an die Pater Meier-Stiftung sowie den Kinder- und Jugendhospizdienst Paderborn-Höxter (AKHD PB HX). „Vielen Dank an alle Unterstützenden und Spendenden für die großzügige Spende“, so Kathrin Abrokat (Öffentlichkeitsarbeit AKHD PB-HX) und Lisa Seck (Ehrenamtliche AKHD PB-HX). Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Paderborn-Höxter begleitet Familien mit lebensverkürzend oder lebensbedrohlich erkrankten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf ihrem Weg ab der Diagnose: im Leben, im Sterben und über den Tod der Kinder hinaus. Der Vorsitzende der Pater Meier-Stiftung Werner Peitz sowie Reinhard Thiele (Pater Meier-Stiftung) freuen sich ebenfalls über die großzügige Spende und sprechen ihren Dank aus. Die Pater Meier-Stiftung ist ein Verein zur Förderung von Menschen in unterentwickelten Ländern und sozial schwachen Regionen.

Foto: Die Alters- und Ehrenabteilung des Löschzuges Ostenland bot gegen eine Spende Nistkästen an und konnte insgesamt 3.150 Euro zu Gunsten der Pater Meier-Stiftung sowie des Kinder- und Jugendhospizdienstes Paderborn-Höxter sammeln. Mit dabei sind (von links) Willi Hecker (Ehrenkreisbrandmeister), Willi Rasche, Kathrin Abrokat (Öffentlichkeitsarbeit AHKD PB-HX), Franz Neiske, Lisa Seck (Ehrenamtliche AHKD PB-HX), Franz-Josef Merschmann, Hubert Relard (Sprecher der Alters- & Ehrenabteilung), Reinhard Thiele (Pater Meier-Stiftung), Bürgermeister Werner Peitz (Pater Meier-Stiftung), Karl Fortmeier, Heinrich Fortmeier, Hermann Neiske, Bernhard Großekämper.

Text und Foto: Stadt Delbrück

Jahreshauptversammlung LZ Delbrück


Löschzug Delbrück sorgt für Rekordzahlen: 282 Einsätze absolviert


Delbrück (al). 104 Aktive, drei Mitglieder in der Unterstützungsgruppe, 22 Mitglieder der Ehrenabteilung sowie 19 Jugendfeuerwehrleute zählt der Löschzug Delbrück und ist damit größter freiwilliger Löschzug im Kreisgebiet. Wie wichtig die große Anzahl freiwilliger Kräfte ist, machte die Jahreshauptversammlung des Löschzuges in der Stadthalle deutlich.


Laut der Statistik von Schriftführer Jens Liermann wurden im Jahr 2023 282 Einsätze absolviert. 98 Mal wurde die Feuerwehrleute zu Brandeinsätzen und 184 Mal zu Hilfeleistungseinsätzen gerufen. „So viele Einsätze haben wir noch nie binnen Jahresfrist absolviert. Das bedeutet, dass wir fast jeden Tag im Einsatz sind“, berichtete Jens Liermann von kontinuierlich steigenden Zahlen. Mit 48 ausgelösten Brandmeldeanlagen bildete diese Einsätze einen Schwerpunkt. Bei Aus- und Fortbildung absolvierten die Aktiven 4.476 Stunden. Durch den Einsatzdienst kamen weitere 5.626 Stunden hinzu, so dass die Mitglieder des Löschzuges im Jahr 2023 insgesamt 10.102 Stunden für den Dienst am Nächsten absolvierten. Löschzugführer Ralf Wunderlich zeigte sich von den Zahlen beeindruckt und dankte für das Engagement. „Die Hochwassereinsätze über Weihnachten haben gezeigt, wie wichtig Weitsicht bei der Materialbeschaffung ist. Die Dankbarkeit der Bevölkerung ist zu spüren“, so Ralf Wunderlich.


Als Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbandes freut sich Ralf Fischer eine besondere Ehrung auszusprechen. Der stellvertretende Delbrücker Löschzugführer Frederic Mühlbrandt wurde mit der Verdienstnadel in Silber des Verbandes geehrt. Er trat im Dezember 2000 in die Jugendfeuerwehr ein und wurde 2008 in die aktive Abteilung übernommen. „Frederic Mühlbrandt ist eine tragende Säule im Löschzug. Ist aus der technischen Hilfe-Ausbildung sowie der Modul-Ausbildung nicht mehr wegzudenken. Außerdem ist er Mitglied der Arbeitsgruppe Fahrzeugbeschaffung“, so Ralf Fischer. Seit 2019 ist er stellvertretender Zugführer und hat im Jahr 2020 wesentliche Konzepte zur Hygiene an der Einsatzstelle sowie Corona-Schutzkonzepte entwickelt.


Für 35 Jahre im aktiven Feuerwehrdienst wurde Ralf Schönberner mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold geehrt. Bernhard Protte IV und Tim Gehle wurden mit dem Ehrenzeichen in Silber für 25 Dienstjahre geehrt. Außerdem konnte Wehrführer Johannes Grothoff noch eine Reihe von Beförderungen aussprechen: Zum Brandinspektor wurden Jens Liermann und Johannes Grothoff Junior befördert. Niklas Sprenger und Steffen Volkhausens sind neue Oberbrandmeister. Zu Unterbrandmeistern wurden Svea Puls, Phillipp Brechmann, Dominik Brink und Mathis Fischer befördert.

St. Martinsumzug in Delbrück

Martinsspiel findet in diesem Jahr auf dem Elli-Parkplatz statt.


Delbrück (al). Mit einer Vielzahl an Neuerungen findet in diesem Jahr der Martinszug in Delbrück statt. Unter der Federführung des Löschzuges und der Jugendfeuerwehr Delbrück findet der Martinszug in diesem Jahr am Sonntag, 12. November ab 17 Uhr statt. Treffpunkt ist der Kirchplatz, wo die Teilnehmer begrüßt werden. Begleitet wird der Martinszug von der Musikjugend der Stadtkapelle unter der Leitung von Justin Hüllmann.


Der Martinszug wird sich vom Kirchplatz aus über die die Lange Straße, Thülecke und die Oststraße in Bewegung setzen. Über die Boker Straße und die Schlaunstraße geht es dann auf den Parkplatz am Elli-Markt. „Wir haben uns in diesem Jahr für den Parkplatz am Elli entschieden, weil wir dort mehr Platz haben und auf Grund des befestigten Untergrundes auch wetterunabhängig sind“, so Peter Schniedertüns vom Organisationsteam. Die Fläche am Elli ist größer, so dass mehr Kinder vorne stehen können und besser das Martinsspiel verfolgen können. Außerdem seien sowohl der Kirchplatz wie auch der Elli-Parkplatz vom Großparkplatz Wiemenkamp aus fußläufig bequem erreicht werden.


Das Martinsspiel wird in diesem Jahr auch vor einer neuen, größeren Kulisse stattfinden. Außerdem stehen neue Kostüme zur Verfügung. Der berittene Martin wird in diesem Jahr einen Römerhelm tragen. Die Kostüme hat Andrea Schniedertüns erstellt. Selbstverständlich gibt es im Anschluss an die berühmteste Mantelteilung der Welt Stutenkerle, Würstchen und verschiedene Getränke. Um in den Genuss eines Stutenkerls zu kommen, ist in diesem Jahr keine Wertmarke notwendig. Die Stutenkerle können direkt vor Ort erworben werden. Der Erlös des Martinsspiel fließt in diesem Jahr an die Delbrücker Ukrainehilfe, um damit weitere Hilfstransporte zu finanzieren. Für den Aufbau ist der Elli-Parkplatz ab Sonntag Mittag gesperrt.


Foto und Text: A. Langer

Gesamtwehrübung in Westenholz


Rund 300 Einsatzkräfte aus Delbrück und Rietberg üben bei Erkelenz Glas


Westenholz (al). Aus mehreren Toren der Firma Erkelenz Gals am Blockweg zwischen Westenholz und Mastholte dringt dichter Rauch, aus dem Dach von zwei Produktionshallen schlagen erste Flammen. Nicht alle Mitarbeiter haben es nach einem heftigen Blitzschlag geschafft, sich aus den Hallen ins Freie zu retten. Fünf Mitarbeiter werden vermisst.


Um 13.42 Uhr heulen in Westenholz die Sirenen und der Löschzug Westenholz rückte aus. Schnell wurden weitere Kräfte angefordert, ehe schließlich alle sechs Löschzüge alarmiert wurden. Auch das DRK rückte aus, um mögliche Patienten zu versorgen. Eine zweite Drehleiter sowie weitere Fahrzeuge rückten aus Rietberg an. Glücklicherweise handelte es sich bei dem Einsatz um eine groß angelegte Übung und nicht um einen Realeinsatz. Rund 250 Feuerwehrkräfte sowie 50 Helfer von DRK und Darsteller waren vor Ort. Erstmals hatte Heinz Noje die Einsatzleitung bei einer derartigen Großschadenslage inne. Übungsleiter war Johannes Grothoff.


Vorrangig kümmerte sich der Löschzug Westenholz nach intensiver Lageerkundung um die Menschenrettung. Unterstützung kam auf Grund der hohen Anzahl Vermisster aus Delbrück. Schnell wurden die teils erheblich Verletzten in einer verrauchten Halle gefunden und ins Freie geleitet. Hier wurde eine Sammelstelle errichtet, wo die (gespielt) Verletzten durch das DRK erstversorgt wurden.

Eine zweite Produktionshalle des rund 80 Mitarbeiter zählenden Glasexperten stand in (simuliertem) Vollbrand. Hier war ein Innenangriff nicht mehr möglich. Von zwei Drehleitern aus und mit mehreren Strahlrohren wurde der Brand bekämpft. Dazu waren große Mengen Löschwassers notwendig und wo war die Sicherstellung mit entsprechenden Wassermengen eines der wichtigsten Übungsziele. Während zunächst über die 130 Kubikmeter Löschwasser fassende Zisterne die Brandbekämpfung durchgeführt wurde, bauten Feuerwehrleute mit wasserführenden Fahrzeugen einen Pendelverkehr zum Mastholter See auf. Hier wurde eine Entnahmestelle eingerichtet und Wasser aus dem See gepumpt. Etliche Fahrzeuge pendelte auf einer eingerichteten Einbahnstraße zur Einsatzstelle um das herangeführte Wasser in einen 10.000 Liter fassenden Zwischenspeicher zu pumpen, aus dem dann die Einsatzstelle versorgt wurde. „Hier spürt man deutlich die Routine aus den letzten Jahren. Das ging zügig und funktioniert gut“, so das Fazit von Johannes Grothoff.


Weniger zufrieden war Johannes Grothoff mit dem Aufbau einer Wasserversorgung über eine lange Wegestrecke von gut 1,5 Kilometern zum Haustenbach. Von Hand mussten etwa 160 gekoppelte Schlauchelemente verlegt werden. Etwa alle 500 Meter wurde eine Pumpe in die lange Schlauchleitung eingebaut, um den notwendigen Druck aufzubauen. „Eine derartige Schlauchleitung ist nicht so einfach eingerichtet. Erst wenn die Schlauchleitung mit rund 12.000 Litern Wasser gefüllt ist, kann sie Löschwasser abgeben. Das allein dauert rund 20 Minuten. Wird an der Einsatzstelle weniger Wasser abgenommen, merkt man das am Druck und muss nachsteuern. Da ist schon einiges an Erfahrung nötig“, fuhr Johannes Grothoff die Strecke ab. Für viele junge Feuerwehrleute war es nach den Einschränkungen der Corona-Pandemie die erste derartige Großübung. Außerdem hat die Delbrücker Feuerwehr in den letzten Jahren den Fuhrpark grundlegend erneuert, so dass das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten trainiert werden sollte.


„Die Kommunikation und das Zusammenspiel der einzelnen Löschzüge hat gut geklappt. Der Pendelverkehr war auch gut, der Ausfall einer Pumpe sorgte hier für Probleme. Die Zeitintensität des Einrichten der langen Wegestrecke war anders geplant. Wir haben Punkte zum nachjustieren identifiziert und werden daran verstärkt arbeiten“, hat Heinz Noje genau hingeschaut. Nach Übungsende wurde auch die Zisterne der Firma Erkelenz Glas wieder aufgefüllt.

Nach Auskunft von Firmeninhaber Uwe Erkelenz ist das Übungsszenario der Feuerwehr durchaus realistisch, hat doch vor 43 Jahren am Firmenstandort der Blitz in ein Bauernhaus eingeschlagen.


Text und Fotos: A. Langer

ABC Großübung in Hövelhof

Neue ABC-Schutzkonzepte auf Herz und Nieren überprüft

Hövelhof (al). Beißender, weißer Nebel steigt aus einem Kunststoff-Container auf und eine unbekannte Flüssigkeit tropft aus dem 1.000-Liter fassenden IBC-Container. Unter dem LkW bildet sich eine grünliche Flüssigkeitslache. Außerdem ist eine Palette mit verschiedenen Chemikalien von der Ladefläche eines Lkw´s gestürzt und die Gebinde haben sich auf dem Boden verteilt. Es riecht nach Chemikalien.

Schnell ist klar was passiert war: Am Samstag Vormittag verlor ein Gabelstaplerfahrer das Bewusstsein und ein Zinken des Gabelstaplers bohrte sich in die Gefahrgut-Ladung. Eine zweite Palette stürzte von der Ladefläche. Die übrige Ladung wurde verschoben und eine weitere Person verlor durch den Anstoß das Gleichgewicht und stürzte von der Ladefläche. Ein dritter Mitarbeiter setzt einen Notruf ab, klagt aber über Atemprobleme und brennende Augen. Durch chemische Reaktion kommt es zu einer Rauchentwicklung und eine enorme Geruchsbelästigung, die von Anwohnern ebenfalls der Leitstelle gemeldet wurde. Hövelhofer Feuerwehrleute bringen unter entsprechender Schutzkleidung und umluftunabhängigem Atemschutz die verletzten Personen aus dem Gefahrenbereich. Da die Gefährlichkeit der ausgetretenen Chemikalien nicht sofort geklärt werden konnte, wurden Fachkräfte des ABC-Zuges aus den Bereichen Gefahrenabwehr, Dekontamination, Messen und Erkunden sowie Warnen aus dem gesamten Kreisgebiet alarmiert. Zusätzlich wurden Anwohner über KatWarn und Nina gebeten Fenster zu schließen. Die Einsatzleitung hatte Maximilian Rempe von der Hövelhofer Feuerwehr inne. Um sich einen ersten Überblick über die Einsatzstelle zu machen, wurde eine Drohne in Marsch gesetzt, die Luftaufnahmen fertigte.


Die Warnapps verrieten auch, dass es sich glücklicherweise nicht um einen realen Einsatz handelte, sondern um eine groß angelegte Übung, die über Monate hinweg von einem großen Team unter der Leitung von Matthias Strunz geplant wurde. Nach und nach trafen die Fachkräfte auf dem Gelände der Firma Formaplan ein und rüsteten sich aus. Zum einen gingen drei Trupps auf das Gelände vor, um die Schadstoffbelastung zu messen, diesen näher zu identifizieren und somit die Ausbreitung der Gefahrstoffwolke festzustellen. Auf dieser Grundlage konnte gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst eine Prognose erstellt werden, in welche Richtung die Wolke ziehen wird und welchen umfang sie annehmen kann. ABC-Erkunden unternahmen in diesem Bereich Messfahrten und Warnfahrzeuge informierten die Bevölkerung in den betroffenen Wohnbereichen.

Parallel rüsteten sich Feuerwehrleute mit Chemikalienschutzanzügen und Atemschutz aus, um die Unglücksstelle näher zu erkunden und das genaue Ausmaß des Unfalls festzustellen. Sie verschlossen den Einlauf in die Kanalisation, so dass die Flüssigkeiten nicht weiter in die Abwasserleitungen eindringen konnten. Außerdem sammelten sie Informationen, die bei der Identifizierung der Stoffe helfen. Die Schutzanzüge der von der Einsatzstelle zurückkehrenden Feuerwehrleute wurden in einer Dekontaminationsschleuse gründlich gereinigt. Auch die hieran beteiligten Feuerwehrleute waren mit entsprechender Schutzausrüstung versehen. Auch die Messtrupps wurden nach getaner Arbeit dekontaminiert.


„Unser Dank gilt der Firma Formaplan, die uns das Firmengelände für die Übung überlassen hat, auch wenn bei der Übung simulierte Schadstoffe im Produktionsverlauf des holzverarbeitenden Betriebes gar keinen Einsatz finden“, so Übungsleiter Matthias Strunz. Insgesamt waren 113 Feuerwehrleute aus dem gesamte Kreisgebiet in Hövelhof im Einsatz. „Wir konnten hier zum ersten Mal die neuen Schutzkonzepte für Gefahrenabwehr im Umgang mit gefährlichen Stoffen und den in den letzten Jahren neu in Dienst gestellten Fahrzeugen in großem Stil üben. Das Zusammenspiel der verschiedenen Feuerwehren auf allen Ebenen kann nur durch derartige Großübungen trainiert werden. Die Konzepte haben gegriffen und ich bin mit dem Ablauf der Übung zufrieden. Sicher gibt es noch ein paar Dinge, die in den nächsten Wochen nachgearbeitet werden müssen. Aber nur durch Übungen können die Abläufe bei so komplexen Einsatzlagen optimiert werden“, unterstrich Einsatzleiter Maximilian Rempe in einem ersten Fazit die Wichtigkeit solcher Großübungen.


Text und Fotos: A. Langer

25-jähriges Jubiläum der Jugendfeuerwehr

Delbrück (al). Im Jahr 1998 wurde die Delbrücker Jugendfeuerwehr gegründet. Seitdem wurde daraus ein nicht mehr wegzudenkender Teil der Feuerwehr. In allen sechs Löschzügen gibt es in der Löschzugleitung Feuerwehrleute, die einst in der Jugendfeuerwehr begonnen haben und erste Ausbildungsschritte gemacht haben. Dies gilt auch für viele Mitglieder der Löschzüge. „Ohne die herausragende Arbeit der Jugendfeuerwehr, würde die Delbrücker Feuerwehr heute nicht so gut dastehen“, lobt der Leiter der Feuerwehr, Johannes Grothoff die Arbeit der Jugendfeuerwehr.

Am Sonntag, 18. Juni feiert die Jugendfeuerwehr nun ihr Jubiläum auf dem Gelände der St. Marien Grundschule und dem Laumes Kamp in Delbrück. Ab 9 Uhr findet hier die Abnahme der Leistungsspange statt. Dazu werden zwölf Jugendfeuerwehrgruppen aus ganz Nordrhein-Westfalen mit rund 150 Teilnehmern in Delbrück erwartet. Die Leistungsspangenprüfung ist die höchste Auszeichnung der Jugendfeuerwehr und gilt als Abschlussprüfung. Neben der persönlichen Haltung werden Schnelligkeit, Ausdauer und Körpergewandtheit, das feuerwehrtechnische Wissen und Können sowie das geschlossene Auftreten der Gruppe in Praxis und Theorie geprüft. Die Jugendfeuerwehrleute im Alter von 15 bis 18 Jahren stellen sich im Wettbewerb sportlichen Aufgaben wie Kugelstoßen und Staffellauf sowie einer Schnelligkeitsübung, einem Löschangriff und einem theoretischen Teil, der in den Räumlichkeiten der St. Marien Grundschule erfolgt. „Außerdem wird der Gesamteindruck eine Gruppe bewertet“, erläutert Stadtjugendfeuerwehrwartin Claudia Löseke die bundesweit einheitlichen Vorgaben für die Leistungsspangenprüfung. Ab etwa 13.30 Uhr werden die Abzeichen an die Jugendlichen übergeben. Rund 20 Schiedsrichter beurteilen die Leistung der Jugendlichen. Bereit im Jahr 2003 fand die Leistungsspangenprüfung anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Delbrücker Feuerwehr und des fünfjährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr in Delbrück statt.

Gegen 14.30 Uhr beginnt die Abnahme für den Leistungsnachweis „Jugendflamme“ der jüngeren Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Diese Prüfung wird ausschließlich für Mitglieder der Jugendfeuerwehr in allen sechs Delbrücker Löschzügen angeboten. Besucher sind jederzeit herzlich willkommen und können die Prüfungen selber in Augenschein nehmen. Imbiss und Getränke stehen genauso bereit wie Kaffee und Kuchen. Hier sind etwa 50 Helfer der Delbrücker Feuerwehr im Einsatz. Außerdem werden verschiedene Feuerwehrfahrzeuge ausgestellt.

Text und Foto: Axel Langer

Modul 4 Ausbildung

Delbrück (al). Gleich 20 junge Feuerwehrleute aus den sechs Standorten der Delbrücker Feuerwehr haben am letzten Ausbildungsabschnitt der Grundausbildung, dem Modul 4 teilgenommen. In 40 Ausbildungsstunden vermittelten die Ausbilder Fachwissen rund um den Einsatz bei Verkehrsunfällen oder der Befreiung von Personen unter Lasten, wie beispielsweise einem Container. „Nach Fahrzeugkunden und Brandbekämpfung wurde so die Einsatzbereich rund um die technische Hilfeleistung in der Theorie geschult und in der Praxis ausgiebig geübt“, so Ausbilder Johannes Grothoff Junior

„Ihr in schwierigen Zeiten in den aktiven Dienst der Feuerwehr eingetreten. Vieles konnte während Corona nicht stattfinden. Auch die komplette Ausbildung und der gesellige Teil ruhte. Trotzdem seid ihr dabeigeblieben und setzt Euch für die Mitmenschen ein. Das verdient großen Respekt“, lobte der Leiter der Feuerwehr, Johannes Grothoff die jungen Feuerwehrleute. Gemeinsam mit seinem Stellvertreter, Heinz-Josef Noje überreichte er die Ausbildungsurkunden.

An der Modul 4-Ausbildung nahmen erfolgreich teil: Steffen Becker, Dominik Brink, David Brinkmeier, Marius Grünhagen, Leon Höwekenmeier, Jessica Klaas, Vanessa Merschmann, Lucas Protte, Jan Respondek, Jean-Luca Ringkamp, Johannes Rodehutskors, Philipp Rose, Björn Rübbelke, Nils Schadwinkel, Lisa Schäfer, Elisa Schienstock, Lukas Schönberner, Monique Schumacher, Justin Wecker und Jannis Weitemeier. Als Ausbilder waren Philipp Brechmann, Tim Gehle, Johannes Grothoff Junior, Roman Hagelganz, Louis Kahle, Frederick Mühlbrandt, Ingo Schrader, Niklas Sprenger und Steffen Volkhausen

Text und Bild: A. Langer

Jahreshauptversammlung Gesamtwehr

Ralf Fischer übernimmt Vorsitz des Stadtfeuerwehrverbandes von Bernhard Grothoff-Wessels


Delbrück (al). Auf ein ereignisreiches Jahr mit vielen Herausforderungen blickte die Delbrücker Feuerwehr bei der Jahreshauptversammlung des Verbandes der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Delbrück zurück. Nach sechs Jahren an der Spitze des Verbandes stand Bernhard Grothoff-Wessels nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung. Sein Stellvertreter Ralf Fischer wurde zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Zunächst präsentierte Schriftführer Steffen knapp beeindruckenden Zahlen. Insgesamt zählt die Delbrücker Feuerwehr 608 Mitglieder, darunter 370 Aktive. Die Alters- und Ehrenabteilung zählt 92 Mitglieder und in der Jugendfeuerwehr sind 83 Jugendliche aktiv. Weitere Mitglieder sind im Musikzug aktiv. Im Jahr 2022 absolvierte die Delbrücker Gesamtwehr 419 Einsätze. „Das ist ein Plus von 67 Einsätzen gegenüber 2021“, so Steffen Knapp. 182 technische Hilfen und 159 Notfallhelfer-Einsätzen waren die Haupteinsatzbereiche. Zu verschiedenen Bränden wurde die Feuerwehr 50 Mal gerufen.


In seinem Grußwort unterstrich Wehrführer Johannes Grothoff die vielen freundschaftlichen Beziehungen der Feuerwehr und dankte Politik, Verwaltung und vielen Unterstützern für das in die Feuerwehr gesetzte Vertrauen. Mit Blick auf die Erweiterung des Gerätehauses in Bentfeld, den Anbau an das Gerätehaus in Westenholz sowie den für das Frühjahr 2024 geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Ostenland und die Gespräche für ein neues Gerätehaus in Delbrück nannte er als Beispiel für das gegenseitige Vertrauen. Zwischenzeitlich wurden in Delbrück zwei Zelthallen mit neun zusätzlichen Stellplätzen angemietet. Auch die zahlreichen neuen Fahrzeuge sorgten für eine einsatzstarke und schlagkräftige Feuerwehr. Besonders erfreut zeigte sich Johannes Grothoff vom enormen Zuwachs der Aktiven. „Wir konnten in den letzten elf Jahren die Zahl der aktiven Feuerwehrleute um 85 Prozent steigern. Die Jugendfeuerwehr wuchs im gleichen Zeitraum um 48 Prozent. Damit liegen wir in Delbrück beim Mitgliederzuwachs im Kreis Paderborn unangefochten an erster Stelle“, dankte Johannes Grothoff nicht ohne Stolz den Feuerwehrleuten. Wir werden unsere Feuerwehr kontinuierlich weiterentwickeln, technisch, fachlich und personell“, versprach der Leiter der Feuerwehr. Er dankte allen Helfern, die die Delbrücker Ukrainehilfe im letzten Jahr eindrucksvoll unterstützt haben.


Mit der Ehrennadel des Stadtfeuerwehrverbandes in Silber konnte der Vorsitzende Bernhard Grothoff-Wessels Hubert Halsband und Elmar Keuter auszeichnen. Hubert Halsband ist seit 1986 aktiver Feuerwehrmann in Borchen. Von 2006 bis 2012 war er Schriftführer des Kreisfeuerwehrverbandes und ist seit 2012 dessen Geschäftsführer. „Du bist für alle Veranstaltungen auf Kreisebene eine große Hilfe, dies haben wir im Delbrücker Land zuletzt beim Kreisverbandsfest oder dem Leistungsabzeichen gemerkt“, so Grothoff-Wessels. Auch Kreisbrandmeister Elmar Keuter hat Spuren im Delbrücker Land hinterlassen. 2005 wurde er zum stellvertretenden Kreisbrandmeister ernannt und 2011 zum Kreisbrandmeister. „Viele Konzept tragen deine Handschrift. Deine Kompetenz ist bei der Ausstattung der Feuerwehren gefragt und auch die Kreislehrgänge werden von dir organisiert“, betonte Bernhard Grothoff-Wessels. Elmar Keute hatte jüngst angekündigt, im September aus dem Amt des Kreisbrandmeisters ausscheiden zu wollen. Mit der Ehrennadel des Landesverbandes der Feuerwehren in Gold für 70-jährige Mitgliedschaft wurde der frühere Wehr- und Löschzugführer Bentfelds, Bernhard Kloke geehrt.


Bei den Vorstandswahlen stand Bernhard Grothoff-Wessels nach sechs Jahren im Amt nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung. „Wir haben einiges gemeinsam hinbekommen“, dankte Grothoff-Wessels für das gut Miteinander. Zum neuen Vorsitzenden wurde der bisherige Stellvertreter Ralf Fischer gewählt. Neuer zweiter Vorsitzender ist nun der neue stellvertretende Wehrführer Heinz-Josef Noje. Als Kassierer wurden Meinolf Neiske und Nils Lünstroth, als Schriftführer Steffen Knapp und Ulrich Hagenbrock bestätigt. „Im Jahr 2017 befand sich die Feuerwehr in unruhigen Fahrwassern. Der Brandschutzbedarfsplan und die Überprüfung durch die Bezirksregierung haben uns sehr gefordert. Danke, dass du in dieser Zeit den Vorsitz übernommen hast“, dankte Ralf Fischer seinem Vorgänger. Für die freiwillig geleistete Arbeit dankte Landrat Christoph Rüther. „Das Miteinander wird hier groß geschrieben, das sieht man auch daran, dass die Betriebe ihre Mitarbeiter im Einsatzfall ziehen lassen“, so Rüther. Als Reaktion auf die jüngsten Herausforderungen wie den Ukraine-Krieg oder den Tornado in Paderborn habe man ein neues Amt für Bevölkerungsschutz gegründet. Außerdem kündigte er die Sanierung der Leitstelle in Ahden an. Den Zusammenhalt in der Feuerwehr sieht Bürgermeister Werner Peitz als positives Gegengewicht zu den Krisen der Welt. Auch Kreisbrandmeister Elmar Keuter dankte den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz. Beispielhaft ehrte er Bernhard Grothoff-Wessels als Teil der Einsatzleitung nach dem Hochwasser im Ahrtal mit der rheinlandpfälzischen Fluthelfermedaille.


Text und Bild: Axel Langer