Zwei neue Gerätewagen Logistik für die Feuerwehr Delbrück

Ostenland/Bentfeld. Es ist für Feuerwehrleute immer ein besonderer Moment, ein neues Fahrzeug in Empfang zu nehmen. Einen bislang in der Geschichte der Delbrücker Feuerwehr einmaligen Moment konnten nun einige Feuerwehrleute aus Ostenland und Bentfeld erleben.Sie holten zwei fast identische neue Gerätewagen Logistik beim Hersteller in Rendsburg (Schleswig-Holstein) ab und überführten die nagelneuen Einsatzfahrzeuge nach Delbrück. Am Feuerwehrgerätehaus in Ostenland nahm der Leiter der Feuerwehr, Johannes Grothoff, die Neuankömmlinge in Empfang. Die Stadt investiert mit den Fahrzeugen etwa 760.000 Euro in den Schutz der Bevölkerung.

„Das sind richtig tolle Fahrzeuge. Die Konzepte für die Fahrzeuge wurden in den Löschzügen erarbeitet. Hier hat man sich viele Gedanken gemacht. Dafür herzlichen Dank an alle Beteiligten“, ist Johannes Grothoff begeistert. In Ostenland wird der Gerätewagen Bestandteil des Wassertransportzuges, in Bentfeld ist der neue 17-Tonner Teil des Wasserrettungszuges. Beide Fahrzeuge verfügen über einen 320 PS starken Motor, besitzen einen Allradantrieb und sind geländegängig. Der Hersteller Ziegler hat jeweils auf einem Scania-Fahrgestell fast identische Gerätewagen aufgebaut. Beide Fahrzeuge bieten sechs Feuerwehrleuten in der Fahrerkabine Platz.

Allerdings gibt es beim Ausbau der beiden Fahrzeuge kleine Unterschiede. So verfügt das Ostenländer Fahrzeug über ein seitliches Fach, in dem 1300 Meter B-Schläuche zusammengekoppelt verlastet sind. Diese können im Einsatzfall bei langsamer Fahrt ausgerollt werden. „Das bringt große Zeitersparnis, wenn im Einsatz eine lange Wegestrecke mit Schlauchleitungen aufgebaut werden muss“, sagt Ostenlands Zugführer Peter Bathe. Auf der Ladefläche verfügen beide Fahrzeuge über ein separates Gerätefach sowie eine große Ladefläche mit Ladebordwand. Bis zu fünf Rollcontainer finden in den Fahrzeugen Platz. Weitere B-Schläuche sind in einem der Container verladen. Außerdem sind Materialien zur Beseitigung von Ölspuren sowie ein Container mit Gerätschaften zum Hochwasserschutz wie Tauchpumpen und Flitschen dabei. Beide Fahrzeuge verfügen über eine LED-Umfeldbeleuchtung.

Mit der Anschaffung der beiden Gerätewagen Logistik folgt die Stadt den Anforderungen des aktuellen Brandschutzbedarfsplanes. Die Planung der Fahrzeuge hat vor drei Jahren begonnen. „Wir haben uns verschiedene Fahrzeuge angesehen und Ideen gesammelt. Daraus kristallisierte sich dann ein Konzept für die Fahrzeuge heraus“, freut sich auch Bentfelds Zugführer, Stefan Peitz, über die Verstärkung im Fuhrpark. Der Ostenländer Gerätewagen steht künftig in einer Halle im Gewerbegebiet Osterloher Straße und wird im zweiten Abmarsch besetzt. „Das Fahrzeug ist für unser Gerätehaus einfach zu groß und kann erst im neuen Gerätehaus vor Ort stationiert werden“, sagt Peter Bathe.

Text/Foto: Axel Langer

Neues TLF 3000 beim Löschzug Ostenland

Der Löschzug Ostenland hat vor kurzem ein neues Tanklöschfahrzeug in Dienst gestellt. Jetzt wurde auch die Beklebung fertig gestellt.


Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Unimog U 5023 mit Aufbau der Firma Schlingmann. Das Fahrzeug besitzt neben der Normbeladung eine Reifendruckregelanlage, einen 4000 Liter Wassertank und Front- Sprühdüsen zum Selbstschutz. Dazu hat das Fahrzeug eine Dachluke, um während der Fahrt (Pump & Roll Betrieb) Wasser abzugeben sowie einen demontierbaren Wasserwerfer, welcher auch mit einem Bodengestell im Stand-Alone Betrieb laufen kann.


Die Beklebung wurde, wie bei der Feuerwehr Delbrück mittlerweile üblich, von der Firma Design112 angebracht.


Fotos: Feuerwehr Delbrück/M. Timmermann

Löschzug Ostenland spendet im Doppelpack

Gleich zwei symbolische Spendenschecks in Höhe von jeweils 500 Euro konnte der Löschzug Ostenland in diesen Tagen übergeben. Zum einen unterstützt der Löschzug die Gestaltung des neuen Dorfplatzes in Ostenland. Hier gehen 500 Euro an die Dorfwerkstaat des Heimatvereins Ostenland. Weitere 500 Euro kommen den Betroffenen der Flutkatastrophe zu Gute. Das Geld wird der Feuerwehr in Schleiden im Kreis Euskirchen zur Verfügung gestellt. Die Schleidener Feuerwehr war im Sommer schwer von den Wassermassen betroffen. Diese Spende wird von der Feuerwehr zum Wiederaufbau eingesetzt. „Wir setzen damit ein Zeichen der Solidarität, vor Ort, aber auch in den Hochwassergebieten“, so Löschzugführer Peter Bathe. Die Spenden stellten für den Löschzug Ostenland der Zugführer Peter Bathe (von links), Kassierer Dietmar Neiske, Schriftführer Stefan Großekämper und der stellvertretende Zugführer Jörg Rodehutskors bereit. al / Foto: Axel Langer

Modul 3 erfolgreich abgeschlossen

12 junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer schließen erfolgreich das Modul 3 ab.


In den vergangenen 4 Wochen schlossen insgesamt 12 junge Feuerwehrleute aus Delbrück und Hövelhof erfolgreich das Modul 3 ab. An 10 Terminen mit insgesamt absolvierten 480 Lehrgangsstunden und 218 Ausbilderstunden wurde das Kernthema „Einheiten im Löscheinsatz“ behandelt.

Dabei ging es um Einsatzgrundsätze und die Durchführung in Theorie und Praxis. Dazu gehörte zum Beispiel die Löschwasserentnahme aus offenem Gewässer und Hydranten, der Löschangriff mit verschiedenen Strahlrohtypen sowie die Vornahme eines Mehrzweckschaumrohres.


Somit fehlt den Absolventen nur noch das Modul 4 (Technische Hilfeleistung), um die Modulausbildung komplett abzuschließen. Alle weiteren Lehrgänge finden dann auf Kreisebene statt.


Fotos: Feuerwehr Delbrück | Jörg Neiske

Hohe Auszeichnungen beim Leistungsnachweis

Am vergangenen Samstag konnten sich die Feuerwehren des Kreises Paderborn beim Leistungsnachweis am Airport-Forum am Flughafen Paderborn/Lippstadt coronakonform messen. Dabei galt es verschiedene Disziplinen zu absolvieren. Dazu gehören ein Löschangriff an einer offenen Wasserentnahmestelle, Knoten und Stiche, eine Übung zur Ersten Hilfe sowie das Beantworten von Fragen zu feuerwehrtechnischen Themen sowie zum Allgemeinwissen.

Die Löschzüge der Feuerwehr Delbrück waren mit mehreren Gruppen vor Ort und legten die Prüfungen erfolgreich ab. Ganz besondere Auszeichnungen wurden an die Gruppe des Löschzuges Ostenland verliehen. Der ehemalige Löschzugführer Paul Bathe nahm bereits zum 40. mal erfolgreich an den Wettkämpfen teil. Auch Jens Fortmeier von der Ostenländer Wehr konnte mit der 30. Teilnahme ein Jubiläum feiern.

Überörtliche Hilfeleistung in Hochwassergebiet

Am Dienstagabend und Mittwoch wurden Teile von NRW von einem der schlimmsten Hochwasserereignisse der vergangenen Jahrzehnte heimgesucht.


Regentief Bernd sorgte in Teilen des Sauerlandes und im Bergischen Land mit teilweise bis zu 200 Litern Regen pro m² für teils apokalyptische Szenen. Gegen Abend erfolgte dann unter anderem die Alarmierung der Bereitschaft 3 (Paderborn/Höxter) innerhalb der Bezirksreserve der Bezirksregierung Detmold. Somit setzte sich gegen 21:00 Uhr ein Konvoi aus 23 Fahrzeugen (davon 4 von der Feuerwehr Delbrück aus den Löschzügen Ostenland und Boke) Richtung Altena in Bewegung.


Nach Eintreffen in der Nacht wurde zusammen mit Fahrzeugen vom THW und der Bundeswehr versucht, sich in den Ortskern vorzuarbeiten. Eine Wasserhöhe von knapp 2 Metern und bergeweise Schutt, Geröll und Unrat erschwerte das Vorhaben bzw. machte es stellenweise unmöglich. Unzählige Häuser, Keller und Tiefgaragen wurden von den Kräften leer gepumpt, Straßen wieder passierbar gemacht. Am Folgetag setzten sich in den Mittagsstunden 80 frische Kräfte in Bewegung, um die Kameradinnen und Kameraden vor Ort abzulösen.


Diese Ablösung arbeitete dann bis in die Nacht auf Freitag weiter im Stadtkern von Altena, bevor es dann wieder Richtung Heimat ging.


Belastend war der Einsatz für die eingesetzten Kräfte aller Hilfsorganisationen gleich durch mehrere Gegebenheiten. Zur allgemein großen Zerstörung gesellten sich unter Anderem die vielen schweren Einzelschicksale und das Bekanntwerden des Todes mehrerer Kameraden, die im Einsatz gestorben sind.


Ausdrücklich hervorzuheben ist die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen, sei es beispielsweise das THW, das Rote Kreuz und auch mit den Kräften der Bundeswehr.


Fotos: Feuerwehr Delbrück

Modul 4 Ausbildung

Am vergangenen Samstag erfolgte die Prüfung des aktuellen Modul 4 Lehrgangs in Delbrück.


10 Kameradinnen und Kameraden absolvierten in den letzten Wochen unter der Leitung von Freddy Mühlbrandt und Christopher Swinburne die Ausbildung im Rahmen des Modul 4 Lehrgangs. Dieses Modul beinhaltet schwerpunktmäßig das Thema Technische Rettung und hat einen hohen praktischen Anteil. Dabei wird zum Beispiel unter Zuhilfenahme verschiedenster Geräte die Rettung eingeklemmter Personen nach einem Verkehrsunfall trainiert.


Alle Teilnehmer haben die Prüfung mit Bravour bestanden. Da es sich für die Kameradinnen und Kameraden um das letzte von 4 Modulen handelte, geht die Ausbildung jetzt auf Kreisebene mit Lehrgängen in der Kreisfeuerwehrzentrale weiter.


Foto: Feuerwehr Delbrück

Truppmann Ausbildung Modul 1+2 erfolgreich absolviert

15 Kameradinnen und Kameraden aus den Wehren Delbrück und Hövelhof haben die Prüfung zum Truppmann Modul 1+2 in Hövelhof erfolgreich bestanden.


Der Lehrgang wurde, wie bereits seit vielen Jahren, in Kooperation mit der Feuerwehr Hövelhof durchgeführt. Bedingt durch die Corona Pandemie wurde der Theorieunterricht online abgehalten. Er umfasste Themen wie z.B. Rechtsgrundlagen, Gefahren der Einsatzstelle, Fahrzeug- und Gerätekunde.


Unter Einhaltung der Coronaschutzmaßnahmen wurde dann der praktische Teil durchgeführt. Dieser beinhaltete unter anderem Themen wie Retten und Selbstretten, Knoten und Stiche und der Umgang mit tragbaren Leitern. Ein großer Dank gilt der Feuerwehr Hövelhof, sowie allen Ausbildern die zum Gelingen des Lehrgangs beigetragen haben.


Fotos und Text: Stefan Peitz | Löschzug Bentfeld

Ostenländer Feuerwehr bei 75 Einsätzen im Jahr 2020 gefordert

Ostenland (al). Eigentlich würde in diesen Tagen die Jahreshauptversammlung des Löschzuges Ostenland stattfinden, eigentlich. Durch die Coronavorgaben können nicht alle Teile der Versammlung stattfinden. Wahlen, Beförderungen sowie die Kassenberichte finden hoffentlich im Laufe des Jahres statt. Den Jahresbericht und einen Film sowie ein paar Leckereien konnten jetzt coronaconform an die Feuerwehrleute der aktiven Abteilung sowie der Ehrenabteilung übergeben werden. „Wir möchten mit dieser Form der Versammlung allen eine kleine Freude machen und ein Zeichen setzen, dass es immer irgendwie weiter geht“, so Löschzugführer Peter Bathe.

Ein achtköpfiges Vorbereitungsteam hatte die Jahreshauptversammlung „to go“ vorbereitet. Den Jahresbericht geschrieben sowie einen filmischen Jahresrückblick zusammengestellt. Ein wenig „Marschverpflegung“ war ebenfalls in den Tüten enthalten, die die Feuerwehrleute am „Drive in“ rund um das Ostenländer Feuerwehrgerätehaus abholen konnten. Außerdem erhielten die Mitglieder der aktiven Abteilung als besondere Überraschung neue Softshell-Jacken ausgehändigt. „Die Versammlung wie auch die neuen Jacken sind durch finanzielle Unterstützung zahlreicher Sponsoren sowie unserer Fördermitglieder möglich“, dankt der stellvertretende Zugführer Jörg Rodehutskors für die tolle Unterstützung.

Der von Sven Tewes und Stefan Großekämper zusammengestellte Jahresbericht weist für das Jahr 2020 insgesamt 75 Einsätze aus. Dabei wurden 1.594 Stunden im Einsatz absolviert. Schwerpunkte des Einsatzgeschehens waren die Beseitigung von Sturm- und Unwetterschäden sowie verschiedene Brandeinsätze. Im Vergleich zu anderen Jahren wurden allerdings nur relativ wenige Stunden für die Aus- und Fortbildung gezählt. Coronabedingt wurden Dienstabende zeitweise ausgesetzt und Lehrgänge verschoben, um eine mögliche Ansteckung mit Corona zu verhindern. 953 Stunden wurden hier gezählt. Auf hohem Niveau blieben allerdings die Stundenzahlen für die Wartung und Reinigung der Fahrzeuge, der Geräte und des Gerätehauses. Hier trugen die Ostenländer Feuerwehrleute 1.533 Stunden zusammen. Insgesamt kamen unter dem Strich 4.080 Stunden im Dienst für den Nächsten zusammen. Der Löschzug Ostenland zählt 61 Mitglieder im aktiven Dienst, davon fünf Frauen. In der Alters- und Ehrenabteilung sind 20 Feuerwehrleute organisiert und die Jugendfeuerwehr zählt 14 Mitglieder, davon ein Mädchen.

Alle weiteren Regularien der Jahreshauptversammlung sollen, wenn möglich, im vierten Quartal nachgeholt werden.

Text und Fotos: Axel Langer

Feuerwehr hilft Feuerwehr

Die Feuerwehr Delbrück hilft der Nachbarwehr aus Hövelhof mit einem Ersatzfahrzeug aus.


Nach einem Unfall während eines Einsatzes der Hövelhofer Feuerwehr auf der A33 muss das dort stationierte HLF 20 zum Hersteller und zeitaufwändig repariert werden.


Die Delbrücker Feuerwehr verfügt über ein Reserve- und Ausbildungsfahrzeug. Dieses war zuletzt beim Löschzug Westenholz und vorher beim Löschzug Delbrück stationiert und hat zwar schon 21 Jahre Einsatzdienst hinter sich, läuft aber trotzdem noch einwandfrei und ist in einem guten Zustand. Da beide Feuerwehren schon seit Jahren im Ausbildungs- und teilweise auch Einsatzdienst zusammen arbeiten, war es eine Selbstverständlichkeit, in diesem Falle zu helfen.


Somit übergaben Löschzugführer Johannes Grothoff und Stellvertreter Ralf Fischer das Fahrzeug für die Dauer der Reparatur an die beiden Hövelhofer Wehrführer Sebastian Lienen und Maximilian Rempe.


Foto: A. Langer