Jahreshauptversammlung Löschzug Lippling

Einsatzaufkommen der Lipplinger Feuerwehr steigt auf 101 Einsätze


Lippling (al). Mit 101 Einsätzen mussten die 51 Aktiven des Löschzuges Lippling im vergangenen Jahr deutlich häufiger ausrücken als im Vorjahr. Dabei stieg die Einsatzstundenzahl um rund 150 Stunden auf 1.156 Stunden. 48 Prozent der Einsätze entfielen auf Brandeinsätze. „Oftmals waren dies Einsatz nach ausgelösten Brandmeldeanlagen oder durch in Brand geratene Erntegeräte“, so Schriftführer Manuel Brake in seiner Statistik. Auch die Hilfeleistungen blieben auf hohem Niveau konstant. Hinzu kamen 17 Notfallhelfereinsätze.


Der Löschzug Lippling zählt 51 Aktive, 15 Mitglieder in der Ehrenabteilung und 11 Jugendfeuerwehrleute. Zu den Höhepunkten des Jahres 2022 gehörte die Ausrichtung des Leistungsnachweises, zu dem rund 350 Feuerwehrleute in 44 Gruppen nach Lippling kamen und sich den verschiedenen Aufgaben stellten. „Das war schon eine gute Übung für unser 100-jähriges Jubiläum, das 2026 ansteht“, so Manuel Brake. Zugführer Klaus Ringkamp konnte zahlreiche Gäste in der Gemeindehalle in Lippling begrüßen. Darunter auch die Musiker des Musikzuges, die die Jahreshauptversammlung begleiteten. Bei den Wahlen wurden Manuel Brake als Schriftführer, Patrick Kemper als sein Stellvertreter, Marko Kröning als Kassierer und Christian Engelmeier als sein Stellvertreter einstimmig bestätigt.


Für die große Einsatzbereitschaft und die Zuverlässigkeit bei der Hilfe für Menschen in Not dankte die stellvertretende Bürgermeisterin Anita Papenheinrich. Auch die Familien und Arbeitgeber schloss sie in den Dank mit ein. Als gut organisiertes Aushängeschild bezeichnete der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Ralf Fischer, den Leistungsnachweis. Fischer beklagte eine inzwischen sehr lange Lieferzeit bei Feuerwehrfahrzeugen. Für die aktuelle Beschaffung eines neuen Löschfahrzeuges sind 36 Monate avisiert. Ein weiteres Fahrzeug befinde sich gerade in der Ausschreibung. Fischer dankte Rat und Verwaltung für die Unterstützung bei der Materialbeschaffung.

Mit der Verdienstnadel in Bronze des Stadtfeuerwehrverbandes ehrte Ralf Fischer Manuel Brake, der sich mit großem Einsatz um die Anmeldung zu den Ausbildungskursen kümmere und den Ausbildern immer auf den Füßen stehen würde, damit die Kurse auch angeboten werden. Erstmals führte der neue stellvertretende Feuerwehrchef, Heinz-Josef Noje die Beförderungen durch. Zum neuen Oberfeuerwehrmann wurde Stephan Vinnemeier und Dana-Louise Ringkamp sowie Pascal Rosenblatt zur neuen Feuerwehrfrau, beziehungsweise zum neuen Feuerwehrmann befördert. Zum neuen Sicherheitsbeauftragten wurde Jürgen Sunder ernannt. Mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25 aktive Dienstjahre wurden Sebastian Brake und Ralf Lipsmeier geehrt. Das Feuerwehrehrenzeichen in Gold für 35 Dienstjahre erhielt Michael Ewers.


Text und Bild: A. Langer

Jahreshauptversammung Löschzug Delbrück

Delbrück (al). In neuem Gewand präsentierte sich die Jahreshauptversammlung des Löschzuges Delbrück in der Stadthalle. „Wir haben die Coronazeit genutzt um den Löschzug digitaler aufzustellen und neue Konzepte zur Einsatzstellenhygiene aber auch zur Versorgung- und Logistik zu entwickeln“, blickte Löschzugführer Ralf Wunderlich auf die zurückliegenden Jahre. Er dankte den Mitgliedern des mit 104 Aktiven zu den größten Löschzügen in Ostwestfalen zählenden Löschzug Delbrück für die große Einsatz- und Ausbildungsbereitschaft.


Deutliche Worte fand Ralf Wunderlich zu den Angriffen auf Einsatzkräfte in der Silvesternacht: „Unsere Demokratie wird leider immer wieder auf die Probe gestellt. Es liegt an der Mitte der Bevölkerung sich gegen solche Auswüchse wie in der Silvesternacht, zu wehren“, so Wunderlich. Beeindruckende Zahlen konnte Schriftführer Jens Liermann in seinem Jahresrückblick präsentieren. Der Löschzug Delbrück zählt mit 100 aktiven Feuerwehrleuten, vier Mitglieder der Unterstützungsabteilung, 19 Mitgliedern der Ehrenabteilung sowie 18 Jugendfeuerwehrleuten nach seinen Angaben zu den größten in OWL. Im Jahr 2022 kehrte das Einsatzniveau mit 257 Einsätzen (164 Hilfeleistungseinsätzen und 93 Brandeinsätzen) zum Vor-Corona-Niveau zurück. Im Jahr 2021 galt es 168 Einsätze abzuarbeiten. „Das letzte Jahr war durch viele kleinere Einsätze gekennzeichnet“, so Jens Liermann. Nach den Neuanschaffungen in den vergangenen Jahren stehen auch für 2023 die Indienststellung neuer Fahrzeuge an. Für Ostern ist ein neuer Wechsellader, für den Spätsommer ein neues Einsatzleitfahrzeug sowie für den Jahresausklang ein neuer Abrollcontainer technische Hilfe angekündigt. Jens Liermann dankte ausdrücklich Rat und Verwaltung für die vorbildliche Unterstützung. Außerdem lobte er das Führungsteam des Löschzuges mit Ralf Wunderlich, Mike Gausemeier, Josef Klocke und Frederic Mühlbrandt: „Einen Löschzug mit 100 Aktiven zu führen ist eine echte Herausforderung. Ihr setzt Euch für jeden einzelnen ein und fördert den Zusammenhalt. Das macht einfach Spaß“, so Jens Liermann.


Lobende Worte fand auch die stellvertretende Bürgermeisterin Anita Papenheinrich: „Die Selbstverständlichkeit, mit der hier Hilfe am Menschen geleistet wird, ist beeindruckend“, so die stellvertretende Bürgermeisterin, die ihr Unverständnis für Zeitgenossen äußerte, die ob nächtlicher Sirenen oder Martinshörner nörgeln. „Da wird Menschen in Notlagen geholfen. Genauso wie in der Silvesternacht“, so Anita Papenheinrich, die mahnte, Gewalt gegen Einsatzkräfte nicht einfach hinzu nehmen und fürchtet, dass die hohe Motivation der Rettungskräfte leiden könnte. Auch Feuerwehrchef Johannes Grothoff zeigte kein Verständnis für die Angriffe auf Einsatzkräfte. „Freiwillig bedeutet, ihr opfert alle Teile eurer Freizeit für den Einsatzdienst. Dafür gilt es euch, aber auch euren Familien zu danken“, so Grothoff. In Bezug auf ein neues Feuerwehrgerätehaus in Delbrück sagte er: „Wir sind auf einem guten Weg und in guten Gesprächen. Es geht vorran“, betonte Johannes Grothoff. Kreistagsmitglied Meinolf Päsch bezeichnete die freiwilligen Feuerwehren als lebendiges Beispiel für das Wir. Für die neue Rettungswache in Delbrück rechnet Meinolf Päsch noch für 2023 mit dem Spatenstich. Bei den Wahlen übernimmt Jens Liermann das Amt des Schriftführers von Martin Helmes und Ingo Sagemüller ersetzt Lukas Koch als zweiter Schriftführer. Bei den Beförderungen wurde Frederic Mühlbrandt zum Brandoberinspektor befördert. Neuer Hauptbrandmeister ist Jens Liermann. Zu Brandmeistern wurden Niklas Sprenger und Steffen Volkhausen befördert. Die Schulterstücke des Unterbrandmeisters erhielten Niklas Güniker, Leonie Strunz und Marek Thiele. Zum Oberfeuerwehrmann wurde Andreas Engels befördert. Zu Feuerwehrmännern wurden Jonas Nehlert, Alexander Strunz, Paul Hagenhoff und Simon Nagfer befördert. Neuer Feuerwehrmannanwärter ist Christian Lessmann. Aus der Feuerwehr Marienloh wurde Tobias Piepenbrock übernommen und Markus Boxberger wurde in die Unterstützungsabteilung aufgenommen. Als Kleiderwart wurde Ralf Depenbusch ebenso wie sein Stellvertreter Marius Potthoff für weitere sechs Jahre ernannt.


Text und Bilder: A. Langer

Jugendfeuerwehrtag 2022

Delbrück (al). Eine Rauchwolke stand über einer Lagerhalle am Zaunkönigweg in Delbrück und ließ nichts gutes ahnen. Schon nach kurzer Zeit näherte sich ein Feuerwehrfahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn. „Die Fahrzeughalle der Firma Kösters steht in Vollbrand. Acht Erwachsene und ein Kind werden in der Halle vermisst auch auf dem Außengelände müssen drei geschockte Personen betreut werden“, fasst Jugendfeuerwehrwartin Claudia Löseke zusammen. Glücklicherweise handelt es sich nicht um einen Realeinsatz, sondern ein groß angelegtes Übungsszenario für 74 Mitglieder der Delbrücker Jugendfeuerwehr im Rahmen des Berufsjugendfeuerwehrtag. Gemeinsam mit rund 30 Betreuern rückten die Jugendlichen aus allen sechs Feuerwehrstandorten aus, um den simulierten Brand zu bekämpfen und die Personen zu befreien.

Bei dem Aktionstag besetzen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr die Gerätehäuser für jeweils 24 Stunden und arbeiten in dieser Zeit eine Vielzahl verschiedenster Einsätze von der Beseitigung einer Ölspur über technische Hilfe nach einem Unfall über Erste-Hilfe bis hin zur Brandbekämpfung ab. Höhepunkt des diesjährigen Berufsjugendfeuerwehrtages war die Großübung auf dem Gelände der Gartenbaufirma Kösters in Delbrück. Hier quoll dichter Rauch aus einer großen Fahrzeughalle und eine zunächst unklare Personenzahl hielt sich noch in der Halle auf.

Während sich eine Gruppe mit simuliertem Atemschutz ausrüstete, um zur Menschenrettung in die Halle vorzudringen, bereiteten weitere Jugendliche einen Löschangriff vor und bauten auch eine Wasserversorgung auf. Eine Sammelstelle für die vermissten Personen wurde ebenfalls vorbereitet. Hier sollten die Personen betreut und gegebenenfalls medizinisch versorgt werden. Nach und nach wurden die Personen gefunden, einige konnten aus dem Gebäude herausgeführt werden, andere mussten getragen werden. Wie bei einem Realeinsatz wurden Einsatzabschnitte gebildet und Zuständigkeiten abgestimmt. Nach knapp 45 Minuten war die Lage unter Kontrolle. Es stellte sich heraus, dass sich acht Erwachsene und ein Kind in der Halle aufhielten. Drei weitere, von einem massiven Schock betroffene Personen hielte sich außerhalb der Halle auf und banden weitere Kräfte, die diese Personen intensiv betreuen mussten.

„Für uns bestand die Schwierigkeit, dass aktuell viele Jugendlich noch nicht so lange bei der Jugendfeuerwehr dabei sind und wir sie mit den Aufgaben nicht überfordern wollen. In eine verrauchte Halle zu gehen, muss man sich auch erstmal trauen. Immerhin sieht man fast nichts. Man hat bei einigen Jugendlichen den Respekt vor der Aufgabe schon gemerkt“, hatten Claudia Löseke und Dennis Schmidt mit einem ganzen Team die Übung vorbereitet. Insgesamt 74 Jugendliche ab 12 Jahren nahmen an der Übung teil. Für einige Löschzüge bildete die Großübung den Abschluss des Berufsfeuertages, für andere war die Übung der Auftakt für ihren Aktionstag. „Unser Dank gilt der Firma Kösters, die uns ihr Firmengelände für die Übung zur Verfügung gestellt hat“, so Claudia Löseke.

Text und Fotos: A. Langer

Feuerwehrmusikzug feiert 112-jähriges Bestehen mit Jubiläumskonzert

Lippling (al). „Ein 112-jähriges Jubiläum zu feiern ist nicht alltäglich, aber für Feuerwehrleute eine besondere Zahl, die zu feiern sich allemal lohnt“, unterstrich der stellvertretende Leiter der Delbrücker Feuerwehr, Ralf Fischer beim Jubiläumskonzert des Musikzuges Lippling der Freiwilligen Feuerwehr Delbrück. Vor voll besetzten Rängen in der Gemeindehalle boten die Musiker eine breite Palette ihres Könnens. Moderiert wurde das Konzert von Jonas Mertens.

„Es ist ein tolles Bild vor einem so gut gefüllten Haus zu spielen. Wir haben zum Jubiläum alle 73 ehemaligen Musiker eingeladen“, der Vorsitzende des Musikzuges, Michael Steils. Steils unterstrich, dass aktuell 14 junge Musiker ausgebildet werden und sich auf dem besten Weg ins große Orchester befinden. Standen unter der Leitung von Tobias Oschatz im ersten Konzertteil Filmmusik wie das „Theme from the A-Team“ oder Hits wie „Santiano“, „Griechischer Wein“ oder „ The Wellermann Comes“ auf dem Programm, leitete der Musikzug in Dirndl und „Krachlederne“ gekleidet beispielsweise mit dem „Bayerischen Defiliermarsch“ oder „In Münschen steht ein Hofbräuhaus“ geschickt zum anschließenden Oktoberfest über. Auch die Gemeindehalle war im Vorfeld stimmungsvoll geschmückt worden.

Zu dem gelungenen Konzertabend gehörten auch einige Ehrungen. Für eine besondere Auszeichnung waren der Vorsitzende des Stadtmusikerverbandes, Helmut Reimann und sein Stellvertreter Daniel Kößmeier angereist. Sie zeichneten mit der „Goldenen Heinz“, der höchsten Ehrung des Stadtverbandes Detlef Dübeler aus. Schon im Alter von neun Jahren hat Detlef Dübeler das Musizieren begonnen. Mit 12 Jahren trat er 1983 dem Musikzug Lippling bei. „Dein Anfangsinstrument war das Tenorhorn, doch du schwenktest schnell zur Posaune um, obwohl du ja eigentlich Vollblut-Schlagzeuger bist. Schnell entwickelte sich aus dir eine tragende Stütze des Musikzuges, der sich auch im Vorstand engagierte“, so Helmut Reimann in seiner Laudatio. Von 1999 an als stellvertretender Vorsitzender und von 2004 bis 2016 als Vorsitzender. Im Jahr 2006 erweckte Detlef Dübeler die Big-Band zu neuem Leben. 2017 wurde Detlef Dübeler zum Ehrenzugführer des Musikzuges ernannt. „Wir ehren heute einen Musiker, der sich jahrelang in vorbildlicher und zukunftsorientierter Weise für den Musikzug engagiert hat und immer mit Herzblut bei der Sache ist. Vor allem die Nachwuchswerbung und die gute Ausbildung der jungen Musiker lag Detlef Dübeler am Herzen“, überreicht Reimann den goldenen Heinz. Außerdem konnten die beiden stellvertretenden Wehrführer Ralf Fischer und Heinz Josef Noje treue Musiker ehren. Seit 40 Jahren ist Meinolf Austenfeld dabei. Für 30 Jahre wurden Claudia Austenfeld und Michael Pamme geehrt. Sebastian Tanger wurde für 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Seit 20 Jahren sind in Lippling Guido Müller und Sebastian Rehkämper aktiv. Für zehn Jahre wurden Tobias Brake, Eva Brockgreitens, Larissa Brockgreitens und Katrin Heimann geehrt.


Text und Fotos: Axel Langer

Zahlreiche Prüfungen der Jugendfeuerwehrmitglieder im September


Am 18. September nahmen 9 Jugendfeuerwehrmitglieder erfolgreich an der Leistungsspangenabnahme in Bad- Oenyhausen teil.

Um diese Prüfung zu meistern, trafen sich die Jugendlichen mehrfach wöchentlich, um den feuerwehrtechnischen, theoretischen und auch sportlichen Teil zu trainieren. Trotz des schlechten Wetters zeigten die Jugendfeuerwehrmitglieder bei der Abnahme der Leistungsspange, was sie gelernt hatten.

Die Leistung war, wie es durch das eingespielte Ausbilderteam zu erwarten war, hervorragend!

Am 30. September folgte dann die Prüfung der Jugendflammen Stufe 1 und 2. Dieses erfolgte das erste Mal nach zwei Jahren coronabedingter Pause.


Der Kenntnisstand der Jugendfeuerwehrmitglieder war trotz der Hürden der vergangenen Jahre ausgezeichnet. Die Feuerwehr scheint für viele Mitglieder also nicht in Vergessenheit geraten zu sein.

26 Jugendliche erlangten das Jugendflammenabzeichen der Stufe 1. Hier wurden unter anderem Knoten und Stiche, der Umgang mit feuerwehrtechnischem Gerät und das Auffinden von Wasserentnahmestellen abgefragt. Geprüft wurden diese Jugendfeuerwehrmitglieder erstmalig auch durch den stellvertretenden Leiter der Feuerwehr Heinz Noje.


4 Jugendliche erlangten das Jugendflammenabzeichen der Stufe 2. Bei der Prüfung wurde unter anderem das Wissen bezüglich Fahrzeug- und Gerätekunde, das Sichern des Fahrzeugs und der Wasserentnahme über einen Hydranten abgefragt. Diese Jugendfeuerwehrmitglieder wurden durch den Kreisjungendfeuerwehrwart Jürgen Kersting und den stellv. Kreisjugendfeuerwehrwart Niklas Rakete geprüft.


Text: Claudia Heisener, FW Delbrück | Fotos: Feuerwehr Delbrück

Jugendfeuerwehr wächst und gedeiht hervorragend


83 Kinder und Jugendliche werden von 38 Betreuern angeleitet


Bentfeld (al). „121 Aktive in der Jugendfeuerwehr zu haben, ist eine wirklich beeindruckende Zahl. Dank des großen Engagements in der Jugendfeuerwehr ist die Delbrücker Feuerwehr auch künftig gut aufgestellt. Die ehemaligen Mitglieder der Jugendfeuerwehr stellen inzwischen einen großen Teil der aktiven Feuerwehrfrauen und -Männer dar. Ohne die aus der Jugendfeuerwehr übernommenen, gut ausgebildeten Kameradinnen und Kameraden ist der Einsatzdienst unserer freiwilligen Feuerwehr nur schwer vorstellbar“, unterstrich der Leiter der Delbrücker Feuerwehr, Johannes Grothoff bei der Jahreshauptversammlung im Bentfelder Dorfhaus die Bedeutung der Jugendfeuerwehr.


Johannes Grothoff versprach, dass die Nachwuchsarbeit der Jugendfeuerwehr auch künftig einen großen Stellenwert genießen wird und nach Kräften gefördert werde. In fast jedem Löschzug sind inzwischen ehemalige Mitglieder der Jugendfeuerwehr aktiv. „Die Jugendfeuerwehr von heute ist die Feuerwehr von morgen“, so Grothoff. Der Leiter der Feuerwehr, wie auch die stellvertretende Bürgermeisterin Anita Papenheinrich dankte den 83 Jugendlichen genauso wie den 38 Betreuern, die mit viel Spaß und Freude auch die Ausbildung der jungen Feuerwehrleute vorantreiben.


In ihrem Jahresbericht blickte die Leiterin der Jugendfeuerwehr, Claudia Löseke auf die Ereignisse und Aktionen der letzten Jahre seit 2019 zurück. Unter den Corona-Hygienevorgaben waren die Übungsabende der Jugendlichen nur eingeschränkt und nur auf Löschzugebene möglich. Ein paar Aktivitäten wie der Berufsfeuerwehr-Tag light im Oktober 2020 oder die Prüfungen der Leistungsspange im September 2021 konnten durchgeführt werden. „Hier haben die teilnehmenden Jugendlichen wie auch die Betreuer hervorragende Arbeit geleistet“, lobte Claudia Löseke. Sie dankte auch den Jugendlichen sowie den Betreuern, dass sich trotz der Coronaeinschränkungen die Jugendfeuerwehr nicht verlassen haben und weiterhin aktiv sind, auch wenn viele Dinge zeitweise nicht stattfinden konnten, die Jugendfeuerwehr eigentlich ausmachen.


Zu neuen Betreuern wurden ernannt Michelle Schuhmcher, Simon Brockmeier, Patrick Merschmann, Olaf Hentschel, Moritz Zwingmann, Hanna Brunnert, Philip Millner, Anna Kalek und Burkhard Lampe. Aus dem Kreis der Betreuer wurden mit viel Applaus und einem großen Dank Patrick Brockmeier, Frank Schuszter und Christian Neiske verabschiedet


Durch Johannes Grothoff konnten per Handschlag neu in die Jugendfeuerwehr Lukas Brökelmann Ruven Heumüller, Mika-Steffen Pollmeier, Leon Pankoke, Finn Deutloff, Niklas Meiwes, Torben Brinkmeyer, Mattis Hahne, Maximilian Baumhöfener, Samira Venne, Malte Süggeler, Leo Schwede, Nicolas Börnemeyer, Paul Meiwes, Vincent Ewers, Luka Mertensmeier, Charlotte Brunnert, Mia Markmann, Isabel Kraus, Philipp Brinkmeier, Karina Fischer, Kai Wesseler, Julian Sprick, Tyler Wilper, Alissa Wecker, Jonas Mertensmeier, Maik Wiebe, Lukas Heath und Daniel Hoffmann aufgenommen werden.


Fotos: A. Langer

Neuer stellvertretender Leiter der Delbrücker Feuerwehr bestellt

Johannes Appelbaum gibt Staffelstab an Heinz Josef Noje weiter

Delbrück (al). Seit Mai 2017 war Johannes Appelbaum als stellvertretender Leiter der Delbrücker Feuerwehr aktiv. Wurde er zunächst kommissarisch in das Amt bestellt, folgte im Juli 2018 die Ernennung zum Ehrenbeamten und zum stellvertretenden Leiter der Gesamtwehr. Auf eigenen Wunsch scheidet der Ostenländer nun aus der Wehrführung aus, bleibt aber der Feuerwehr als aktives Mitglied erhalten. „Die Feuerwehrleute stehen 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche für ihren Dienst am Menschen bereit. Dieses Ehrenamt kann man gar nicht hoch genug würdigen kann“ so Bürgermeister Werner Peitz im Rahmen der Verabschiedung

Johannes Appelbaum sei unter besonderen Umständen in die Wehrführung eingetreten und ist immer für die Feuerwehr da gewesen. „Danke für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, beispielsweise bei der Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes“, dankte der Bürgermeister. Johannes Appelbaum ist sei dem Januar 1997 Mitglied des Löschzuges Ostenland und war von 2006 bis 2016 fast auf den Tag genau, zehn Jahre stellvertretender Löschzugführer in Ostenland. Künftig möchte er mehr Zeit mit der Familie verbringen.

Das Amt des stellvertretenden Leiters der Delbrücker Gesamtwehr übernimmt Heinz Josef Noje aus Westenholz. Bei einer Anhörung durch den stellvertretenden Kreisbrandmeister, Andreas Müller sprachen sich die anwesenden Feuerwehrleute für Heinz Josef Noje aus. Auch aus Sicht des stellvertretenden Kreisbrandmeisters spricht nichts gegen eine Bestellung des Brandinspektors. Er wird zunächst kommissarisch zum stellvertretenden Feuerwehrchef ernannt und wird nach Absolvierung der vorgeschriebenen Qualifikations-Lehrgänge für die Dauer von sechs Jahren ins Amt des stellvertretenden Leiters der freiwilligen Feuerwehr bestellt. Mit der Ernennung von Heinz Josef Noje ist das Leitungsteam der Delbrücker Feuerwehr mit dem Leiter Johannes Grothoff und dem Stellvertreter Ralf Fischer wieder komplett.

Im Anschluss an die Verabschiedung von Johannes Appelbaum und die Bestellung von Heinz Josef Noje standen zahlreiche Feuerwehrleute aus allen sechs Löschzügen Spalier für ihre beiden Kameraden. Der Feuerwehrmusikzug Lippling umrahmte den Amtswechsel musikalisch.

Der Leiter der Delbrücker Feuerwehr, Johannes Grothoff (von links) dankte seinem ausscheidenden Stellvertreter Johanns Appelbaum für seinen zuverlässigen Dienst. Neu ins Amt des stellvertretenden Leiters der Feuerwehr wurde Heinz Josef Noje bestellt. Die Fachbereichsleiterin Bürgerdienste, Brigitte Wecker-Brökelmann und Bürgermeister Werner Peitz gratulierten zu dem Amtswechsel. Nicht im Bild der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Ralf Fischer. Text und Foto: Axel Langer

Tag der offenen Tür Löschzug Delbrück

Am Samstag, den 27.08.22 veranstaltet der Löschzug Delbrück ab 13:00 Uhr einen Tag der offenen Tür. Schaut doch mal am Gerätehaus in der Südstraße vorbei, es hat sich vor und während der Corona-Pandemie viel getan.

  • Fahrzeugausstellung Feuerwehr und andere Organisationen
  • Show-Übungen
  • Spiel und Spass für Kinder
  • Kaffee und Kuchen
  • Imbiss und Getränke

Vier Neue auf einen Streich

Bentfeld (al). „Es ist sicher etwas einzigartiges für eine Feuerwehr, an einem Tag vier neue Fahrzeuge in Dienst zu stellen. Damit haben wir den Fuhrpark des Löschzuges Bentfeld runderneuert, in die Jahre gekommene Fahrzeuge durch Neue ersetzt, aber auch die Anforderungen des Brandschutzbedarfsplanes umgesetzt“, war Bentfelds Löschzugführer Stefan Peitz die Besonderheit des Tages anzumerken. Stefan Peitz dankte den Arbeitsgruppen, die die Anforderungsprofile für die neuen Fahrzeuge erstellt haben sowie Rat und Verwaltung für die Umsetzung und die Bereitstellung der Gelder. In Dienst gestellt wurden eine Mannschaftstransportfahrzeuge, ein Einsatzleitwagen für die ABC-Einheiten im Kreis Paderborn, ein Hilfeleistungslöschfahrzeug sowie ein Gerätewagen Logistik.

„Wenn der Melder geht, verlassen Feuerwehrleute ihre Familie oder ihren Arbeitsplatz um Hilfe zu leisten. Neben der Zeit gehören auch eine sichere Kleidung sowie moderne Technik dazu, um effektiv helfen zu können“, unterstrich die stellvertretende Bürgermeisterin Anita Papenheinrich, wie wichtig Technik auf dem neuesten Stand ist. „Es war eine Mammutaufgabe in den letzten fünf Jahren den alten Fuhrpark durch neue Fahrzeuge zu ersetzen. Was für ein Tag für Bentfeld, was für ein Tag für Delbrück“, so der Leiter der Feuerwehr, Johannes Grothoff mit Blick auf die vier neuen und festlich geschmückten Fahrzeuge. Die Zahl vier habe eine besondere Bedeutung für die Feuerwehr: „Der Leitspruch Retten, Löschen, Bergen, Schützen beschreibt die vier Kernaufgaben der Feuerwehr. Wir helfen in allen vier Himmelsrichtungen“, unterstrich Grothoff. Johannes Grothoff dankte auch für die Hilfe in der Ukraine. Der ehemalige Gerätewagen Wasserrettung aus Bentfeld wurde von der Stadt gestiftet und konnte als Rüstwagen voll ausgestattet in die Ukrainische Metropole Lwiw gebracht werden. Grothoff dankte allen, die an der Beschaffung der neuen Fahrzeuge beteiligt waren. Er dankte auch dem Kreis, der das Einsatzleitfahrzeug für den ABC-Zug nach Bentfeld gegeben hat. „Das Fahrzeug ist hier in guten Händen und wird mit viel Kompetenz besetzt“, so Grothoff.

„Hier wird Retten, Bergen, Löschen, Schützen gelebt. Was dies in der Praxis bedeutet, haben wir jüngst beim Tornado in Paderborn erlebt. Es war sehr beeindruckend, wie schnell die Hilfe vor Ort war“, so die stellvertretende Landrätin Verena Haese. Auch Kreisbrandmeister Elmar Keuter unterstrich die Bedeutung der Feuerwehrleute, die mit viel Engagement und Motivation die Fahrzeuge besetzen. Der Leiter der ABC-Einheiten des Kreises Paderborn, Matthias Strunz zeichnete den Weg zum neuen Einsatzwagen, der in vielen Abstimmungsgesprächen sich dem heutigen Ergebnis näherte. In seiner Segnung unterstrich Pfarrer Bernd Haase: „Wir segnen nicht das Blech, sondern die Menschen, die die Fahrzeuge nutzen, um der zerstörerischen Gewalt des Feuers etwas entgegenzusetzen.“

Mit einem Tag der offenen Tür wurden beim Löschzug Bentfeld vier Fahrzeuge in Dienst gestellt. Stadt und Kreis investieren damit rund 840.000 Euro in die Sicherheit der Bürger. Neben einem VW T6 als Mannschaftstransporter für bis zu neun Personen wurde ein Mercedes Sprinter für die Leitung von Katastrophenschutz- und ABC-Einsätzen in Dienst gestellt. Ausgestattet ist das Fahrzeug mit zwei Funkarbeitsplätzen sowie einer kompletten Wetterstation. Mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug erhielt der Löschzug Bentfeld ein neues Erstangriffsfahrzeug, das für die Brandbekämpfung und die technische Hilfeleistung gleichermaßen ausgestattet ist. Der geländefähige Mercedes verfügt mit 300 PS über Allrad und kann bietet neun Feuerwehrleuten Platz. In der Kabine befinden sich vier Atemschutzplätze. Außerdem wurde ein Gerätewagen Logistik seiner Bestimmung übergeben. Das Fahrzeug ist kommt bei der Wasserrettung genauso zum Einsatz wie bei Wasser- und Sturmschäden. Auf dem Fahrzeug sind ein Schlauchboot, Motorsägen, Pumpen sowie 1.620 Meter B-Schläuche zum Schnellverlegen verlastet. Der geländegängige Scania verfügt über einen Allradantrieb und 320 PS. Sechs Feuerwehrleute finden hier Platz.

Text und Foto: Axel Langer

Beförderungen zur JHV in Ostenland

Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung konnte der Löschzug Ostenland einige verdiente Kameradinnen und Kameraden befördern, auszeichnen und ernennen. Folgende Beförderungen und Ehrungen konnten durch die Leitung der Feuerwehr Delbrück um Johannes Grothoff und Ralf Fischer,sowie durch den Bürgermeister der Stadt Delbrück, Werner Peitz ausgesprochen werden:
Zum Oberfeuerwehrmann wurde Marcel Brinkmeier ernannt.

Zur Hauptfeuerwehrfrau wurde Sabrina Linnartz ernannt.

Zu Unterbrandmeistern wurden Fabian Osdiek und Tobias Kittner ernannt.

Zum Brandmeister wurde Sebastian Hoff ernannt.

Zum Oberbrandmeister wurde Sven Tewes ernannt.

Zum Brandinspektor wurde Markus Fortmeier ernannt.

Stefan Relard wechselte in die Alters- und Ehrenabteilung.

Nach 21 Jahren übergibt Christian Neiske das Amt des leitenden Jugendfeuerwehrwartes in die Hände von Sabrina Linnartz.

Mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber für 25 jährige treue Pflichterfüllung wurden Johannes Appelbaum und Sven Tewes ausgezeichnet.

Zu den Gratulanten zählten nicht nur die Ostenländer Löschzugführung um Peter Bathe und Jörg Rodehutskors, sondern auch der Ortswehrführer Jens Grothe der Partnerfeuerwehr aus dem Brandenburgischem Schöneiche

Bild: Axel Langer

Text: Löschzug Ostenland