Überörtliche Hilfeleistung in Hochwassergebiet

Am Dienstagabend und Mittwoch wurden Teile von NRW von einem der schlimmsten Hochwasserereignisse der vergangenen Jahrzehnte heimgesucht.


Regentief Bernd sorgte in Teilen des Sauerlandes und im Bergischen Land mit teilweise bis zu 200 Litern Regen pro m² für teils apokalyptische Szenen. Gegen Abend erfolgte dann unter anderem die Alarmierung der Bereitschaft 3 (Paderborn/Höxter) innerhalb der Bezirksreserve der Bezirksregierung Detmold. Somit setzte sich gegen 21:00 Uhr ein Konvoi aus 23 Fahrzeugen (davon 4 von der Feuerwehr Delbrück aus den Löschzügen Ostenland und Boke) Richtung Altena in Bewegung.


Nach Eintreffen in der Nacht wurde zusammen mit Fahrzeugen vom THW und der Bundeswehr versucht, sich in den Ortskern vorzuarbeiten. Eine Wasserhöhe von knapp 2 Metern und bergeweise Schutt, Geröll und Unrat erschwerte das Vorhaben bzw. machte es stellenweise unmöglich. Unzählige Häuser, Keller und Tiefgaragen wurden von den Kräften leer gepumpt, Straßen wieder passierbar gemacht. Am Folgetag setzten sich in den Mittagsstunden 80 frische Kräfte in Bewegung, um die Kameradinnen und Kameraden vor Ort abzulösen.


Diese Ablösung arbeitete dann bis in die Nacht auf Freitag weiter im Stadtkern von Altena, bevor es dann wieder Richtung Heimat ging.


Belastend war der Einsatz für die eingesetzten Kräfte aller Hilfsorganisationen gleich durch mehrere Gegebenheiten. Zur allgemein großen Zerstörung gesellten sich unter Anderem die vielen schweren Einzelschicksale und das Bekanntwerden des Todes mehrerer Kameraden, die im Einsatz gestorben sind.


Ausdrücklich hervorzuheben ist die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen, sei es beispielsweise das THW, das Rote Kreuz und auch mit den Kräften der Bundeswehr.


Fotos: Feuerwehr Delbrück

Modul 4 Ausbildung

Am vergangenen Samstag erfolgte die Prüfung des aktuellen Modul 4 Lehrgangs in Delbrück.


10 Kameradinnen und Kameraden absolvierten in den letzten Wochen unter der Leitung von Freddy Mühlbrandt und Christopher Swinburne die Ausbildung im Rahmen des Modul 4 Lehrgangs. Dieses Modul beinhaltet schwerpunktmäßig das Thema Technische Rettung und hat einen hohen praktischen Anteil. Dabei wird zum Beispiel unter Zuhilfenahme verschiedenster Geräte die Rettung eingeklemmter Personen nach einem Verkehrsunfall trainiert.


Alle Teilnehmer haben die Prüfung mit Bravour bestanden. Da es sich für die Kameradinnen und Kameraden um das letzte von 4 Modulen handelte, geht die Ausbildung jetzt auf Kreisebene mit Lehrgängen in der Kreisfeuerwehrzentrale weiter.


Foto: Feuerwehr Delbrück

Truppmann Ausbildung Modul 1+2 erfolgreich absolviert

15 Kameradinnen und Kameraden aus den Wehren Delbrück und Hövelhof haben die Prüfung zum Truppmann Modul 1+2 in Hövelhof erfolgreich bestanden.


Der Lehrgang wurde, wie bereits seit vielen Jahren, in Kooperation mit der Feuerwehr Hövelhof durchgeführt. Bedingt durch die Corona Pandemie wurde der Theorieunterricht online abgehalten. Er umfasste Themen wie z.B. Rechtsgrundlagen, Gefahren der Einsatzstelle, Fahrzeug- und Gerätekunde.


Unter Einhaltung der Coronaschutzmaßnahmen wurde dann der praktische Teil durchgeführt. Dieser beinhaltete unter anderem Themen wie Retten und Selbstretten, Knoten und Stiche und der Umgang mit tragbaren Leitern. Ein großer Dank gilt der Feuerwehr Hövelhof, sowie allen Ausbildern die zum Gelingen des Lehrgangs beigetragen haben.


Fotos und Text: Stefan Peitz | Löschzug Bentfeld

Ostenländer Feuerwehr bei 75 Einsätzen im Jahr 2020 gefordert

Ostenland (al). Eigentlich würde in diesen Tagen die Jahreshauptversammlung des Löschzuges Ostenland stattfinden, eigentlich. Durch die Coronavorgaben können nicht alle Teile der Versammlung stattfinden. Wahlen, Beförderungen sowie die Kassenberichte finden hoffentlich im Laufe des Jahres statt. Den Jahresbericht und einen Film sowie ein paar Leckereien konnten jetzt coronaconform an die Feuerwehrleute der aktiven Abteilung sowie der Ehrenabteilung übergeben werden. „Wir möchten mit dieser Form der Versammlung allen eine kleine Freude machen und ein Zeichen setzen, dass es immer irgendwie weiter geht“, so Löschzugführer Peter Bathe.

Ein achtköpfiges Vorbereitungsteam hatte die Jahreshauptversammlung „to go“ vorbereitet. Den Jahresbericht geschrieben sowie einen filmischen Jahresrückblick zusammengestellt. Ein wenig „Marschverpflegung“ war ebenfalls in den Tüten enthalten, die die Feuerwehrleute am „Drive in“ rund um das Ostenländer Feuerwehrgerätehaus abholen konnten. Außerdem erhielten die Mitglieder der aktiven Abteilung als besondere Überraschung neue Softshell-Jacken ausgehändigt. „Die Versammlung wie auch die neuen Jacken sind durch finanzielle Unterstützung zahlreicher Sponsoren sowie unserer Fördermitglieder möglich“, dankt der stellvertretende Zugführer Jörg Rodehutskors für die tolle Unterstützung.

Der von Sven Tewes und Stefan Großekämper zusammengestellte Jahresbericht weist für das Jahr 2020 insgesamt 75 Einsätze aus. Dabei wurden 1.594 Stunden im Einsatz absolviert. Schwerpunkte des Einsatzgeschehens waren die Beseitigung von Sturm- und Unwetterschäden sowie verschiedene Brandeinsätze. Im Vergleich zu anderen Jahren wurden allerdings nur relativ wenige Stunden für die Aus- und Fortbildung gezählt. Coronabedingt wurden Dienstabende zeitweise ausgesetzt und Lehrgänge verschoben, um eine mögliche Ansteckung mit Corona zu verhindern. 953 Stunden wurden hier gezählt. Auf hohem Niveau blieben allerdings die Stundenzahlen für die Wartung und Reinigung der Fahrzeuge, der Geräte und des Gerätehauses. Hier trugen die Ostenländer Feuerwehrleute 1.533 Stunden zusammen. Insgesamt kamen unter dem Strich 4.080 Stunden im Dienst für den Nächsten zusammen. Der Löschzug Ostenland zählt 61 Mitglieder im aktiven Dienst, davon fünf Frauen. In der Alters- und Ehrenabteilung sind 20 Feuerwehrleute organisiert und die Jugendfeuerwehr zählt 14 Mitglieder, davon ein Mädchen.

Alle weiteren Regularien der Jahreshauptversammlung sollen, wenn möglich, im vierten Quartal nachgeholt werden.

Text und Fotos: Axel Langer

Feuerwehr hilft Feuerwehr

Die Feuerwehr Delbrück hilft der Nachbarwehr aus Hövelhof mit einem Ersatzfahrzeug aus.


Nach einem Unfall während eines Einsatzes der Hövelhofer Feuerwehr auf der A33 muss das dort stationierte HLF 20 zum Hersteller und zeitaufwändig repariert werden.


Die Delbrücker Feuerwehr verfügt über ein Reserve- und Ausbildungsfahrzeug. Dieses war zuletzt beim Löschzug Westenholz und vorher beim Löschzug Delbrück stationiert und hat zwar schon 21 Jahre Einsatzdienst hinter sich, läuft aber trotzdem noch einwandfrei und ist in einem guten Zustand. Da beide Feuerwehren schon seit Jahren im Ausbildungs- und teilweise auch Einsatzdienst zusammen arbeiten, war es eine Selbstverständlichkeit, in diesem Falle zu helfen.


Somit übergaben Löschzugführer Johannes Grothoff und Stellvertreter Ralf Fischer das Fahrzeug für die Dauer der Reparatur an die beiden Hövelhofer Wehrführer Sebastian Lienen und Maximilian Rempe.


Foto: A. Langer

Neues HLF 20 und neuen Kommandowagen in Dienst gestellt

Boke (al). Für die 37 Mitglieder des Löschzuges Boke war es ein großer Tag: Nicht nur dass Ehrungen und Beförderung der im Frühjahr ausgefallenen Jahreshauptversammlung im festlichen Rahmen nachgeholt werden konnten oder der neugegründete Löschzug im Jahr 2005 seinen Dienst aufnahm, auch zwei neue Feuerwehrfahrzeuge konnten gesegnet und offiziell in Dienst gestellt werden. „Die Indienststellung war eigentlich im Rahmen eines Tages der offenen Tür geplant, doch musste dieser auf Grund der Coronasituation abgesagt werden“, so Löschzugführer Bernhard Grothoff-Wessels. In die beiden Fahrzeuge investierte die Stadt 420.000 Euro.

Dabei war die Beschaffung des neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges 20 (HLF 20) eine Besondere: „Wir durften erst 2018 ein Großfahrzeug in Dienststellen. Die Neubeschaffung des HLF war ursprünglich mal für 2016 geplant, wurde dann aber ins Jahr 2021 verschoben. Nur wenige Wochen nach der Indienststellung des ersten Fahrzeuges erlitt das 28 Jahre alte Einsatzfahrzeug einen Defekt an der Achsaufhängung. Eine Reparatur wäre unwirtschaftlich gewesen. Glücklicherweise konnten wir binnen weniger Wochen ein neuwertiges Vorführfahrzeug erwerben. Angesichts von 24 Monaten Lieferzeit ein echter Glücksfall. Allen daran beteiligten gilt mein Dank. Wir sind stolz, dieses hochmoderne Fahrzeug bekommen zu haben“, erläuterte Bernhard Grothoff-Wessels die Hintergründe des neuen HLF. Das Fahrzeug verfügt über einen 2.000 Liter Löschwasser fassenden Tank sowie einen Tank für 120 Liter Schaumlöschmittel. Die Pumpe verfügt über eine Pumpleistung von 3.000 Liter Wasser pro Minute. Als einziges Löschfahrzeug in Delbrück verfügt es über ein automatisches Schaumzumischsystem. Beladen ist das HLF mit Technik für die Brandbekämpfung genauso wie für die technische Hilfeleistung. Die Kabine bietet Platz für neun Feuerwehrleute. Am Heck führt das HLF eine Verkehrssicherungshaspel sowie eine Schlauchhaspel mit. Auf dem Fahrzeug ist außerdem ein mobiler Schaum- / Wasserwerfer sowie das Beleuchtungssystem Powermoon verlastet.

Planmäßig konnte im Jahr ein neuer Kommandowagen beschafft werden. Das Fahrzeug auf Basis eines Mercedes Sprinter verfügt über eine umfangreiche funktechnische Ausstattung und als Einsatzleitfahrzeug. Zudem ist das Fahrzeug mit Messsystemen ausgestattet, mit denen Radioaktivität aufgespürt werden kann und verschiedene Gefahrstoffe gemessen werden können. Der Kommandowagen ist Teil des kreisweiten Messzuges und gehört auch zum Warnzug des Kreises Paderborn. Zu diesem Zweck kann kurzfristig eine mobile Warnanlage installiert werden. „So kann die Bevölkerung durch Sprachdurchsagen und verschiedene Sirenensignale gewarnt werden“, erklärte Bernhard Grothoff-Wessels. „Nach 17 Fahrzeugen in 15 Jahren stellen die neuen Fahrzeuge für uns ein Sahnehäubchen dar“. Wehrführer Johannes Grothoff versprach, die neuen Fahrzeuge immer sorgsam zu pflegen um den Menschen einen größtmöglichen Schutz zu bringen. „Auch die Vorgängerfahrzeuge waren in Boke in guten Händen. Es macht mich Stolz was hier in 15 Jahren entstanden ist“, so Johannes Grothoff.

In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Werner Peitz, dass der Feuerschutz und die Gefahrenabwehr eine Pflichtaufgabe der Kommune sei. Dieser Aufgabe stellten sich die freiwilligen Kräfte mit hoher Motivation, Engagement und viel Fachwissen. „Dazu braucht die Feuerwehr eine zeitgemäße Ausstattung um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden“, lobte Peitz die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute. Pastor Martin Göke unterstich in seiner kurzen Predigt das wirken zum Wohl der Bevölkerung, ehe er Fahrzeuge und Feuerwehrleute segnete.

Geehrte und Beförderte des Löschzuges Boke:

Mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25-jährige Mitgliedschaft bei der Feuerwehr wurde Unterbrandmeister Frank Jürgensmeier geehrt. Zum Oberbrandmeister wurde Jens Yanik, Rebekka Wübbe und Mike Achtzehn zu Unterbrandmeistern, Svea Puls zur Oberfeuerwehrfrau, Florian Schuszter zum Oberfeuerwehrmann sowie Rene Mielemeier, Daniel Peitz, Malte Puls und Dustin Scharley nach Übernahme aus der Jugendfeuerwehr zu Feuerwehrmännern befördert. Außerdem wurde Jens Yanik für sechs Jahre zum Gerätewart Atemschutz und Florian Schuszter für sechs Jahr zum stellvertretenden Gerätewart Atemschutz ernannt. Neue Dienstgradabzeichen erhielten die beiden Löschzugführer Bernhard Grothoff-Wessels und Frank Brüggemeier. (al)

Gewitter und Starkregen am 14./15. August

Am Abend des 14. August und in den Mittagsstunden des 15. August kam es zu einem heftigen Gewitter mit einhergehendem Starkregen. Besonders betroffen war der Ortsteil Westenholz und Teile von Sudhagen.


Gegen 20:30 Uhr gingen die ersten Meldungen über unpassierbare Straßen und vollgelaufene Keller und Wohnungen ein. Gegen 21:00 Uhr wurde im Gerätehaus Delbrück eine örtliche Einsatzleitung eingerichtet, um die Einsätze besser koordinieren zu können. Von hier aus wurden die Einsatzkräfte aus nahezu allen Delbrücker Löschzügen mit Ihren Fahrzeugen zu den Einsatzstellen entsendet.


Gegen 21:20 Uhr wurde in Delbrück unabhängig vom Wetter ein Containerbrand gemeldet. Die dazu alarmierten Kräfte vom Löschzug Delbrück und Ostenland konnten vor Ort allerdings kein Feuer feststellen.


Am Freitagmittag öffnete der Himmel erneut seine Schleusen und es kam wiederum zu einigen Einsatzstellen in Delbrück und Westenholz. In Delbrück lief eine Baugrube voll Wasser und wurde aufwendig leer gepumpt.


Fotos: A. Langer

Jahreshauptversammlung LZ Bentfeld

Bentfeld (al). „Wenn der Löschzug Bentfeld angefordert wird, folgt ein sehr professioneller Auftritt. Das wurde bei einer Vermisstensuche in Rheda-Wiedenbrück in den letzten Tagen erst wieder deutlich. Ihr seid für ein kleines Dorf wie Bentfeld mit 1.350 Einwohnern ein sehr starker Löschzug“, brachte Wehrführer Johannes Grothoff lobende Wort mit zur Jahreshauptversammlung des Löschzuges Bentfeld im Haus Nolte.

Zugführer Stefan Peitz konnte neben den 47 Aktiven des Löschzuges zahlreiche Förderer und Ehrengäste begrüßen. „Mein Dank gilt allen Kameradinnen und Kameraden für ihren zuverlässigen Einsatz und die vielen zusätzlichen Aufgaben, die von Euch übernommen werden“, wandte sich Stefan Peitz an die Feuerwehrmitglieder. In den letzten Monaten konnte gleich vier Quereinsteiger sowie ein Mitglied aus der Jugendfeuerwehr beim Löschzug begrüßt werden. Im Jahr 2019 wurde die fachkundige Hilfe bei 57 Einsätzen gefordert. Schwerpunkt waren dabei die Technischen Hilfeleistungen sowie Brandsicherheitswachen bei Veranstaltungen im Dorf. Insgesamt 912 Einsatzstunden kamen so zusammen. Weitere 2.060 Stunden kamen durch Ausbildung und Dienstabende zusammen. „Im Durchschnitt sind dies 64 Stunden oder acht Arbeitstage pro Person“, stellte der stellvertretende Schriftführer Moritz Zwingmann fest.

In seinem Kassenbericht konnte Meinolf Neiske berichten, dass Kleidung für die Feuerwehrleute ebenso angeschafft wurden wie ein Rednerpult. Die Kasse des Fördervereins wies ein kleines Plus aus. „Der Feuerwehren im Delbrücker Land sind immer bereit, Menschen Hilfe zu bringen. Davon habe ich mich bei Orkantief Sabine selber überzeugt“, unterstrich Bürgermeister Werner Peitz in seinem Grußwort. Die vorsorglich besetzten Gerätehäuser war er selber abgefahren. „Ihr tretet Tag für Tag den Beweis an, dass der Löschzug absolut lebendig ist und auch in der Dorfgemeinschaft Verantwortung übernimmt“, so Peitz. Die Einsätze forderten immer mehr Spezialwissen, das sich auch in der Komplexität der Fahrzeugausrüstung wiederspiegelt. „Der Einsatz der Feuerwehrleute verdient unser aller Respekt“, betonte Werner Peitz, der auch zur Gefahr durch das Coronavirus Stellung nahm. „Wir haben für den Fall der Fälle vorsorglich einen kleinen Krisenstab gebildet. Wichtigster Bestandteil der Vorsorge ist regelmäßiges Händewaschen. Ab Montag werden wir auf der Homepage der Stadt weitere Verhaltenshinweise veröffentlichen. Außerdem verzichten die Mitarbeiter der Stadtverwaltung aktuell auf den Handschlag“, gab Peitz erste Vorsichtsmaßnahmen bekannt.

Wehrführer Johannes Grothoff stellte die funktionierende Dorfgemeinschaft heraus. „Hier kümmert man sich umeinander und verlässt sich auf den anderen und vor allem auf die Feuerwehr. Dass auf Euch Verlass ist, zeigt auch die Stationierung des neuen Löschfahrzeuges Katastrophenschutz des Kreises in Bentfeld“, so Grothoff. Weitere Fahrzeuganschaffungen seien für dieses Jahr vorgesehen. Außerdem liege zwischenzeitlich die Baugenehmigung für den Anbau an das Feuerwehrgerätehaus vor.

Bei den Wahlen zum Vorstand des Fördervereins wurde Mario Lenzmeier zum Nachfolger von Tobias Lenzmeier gewählt. Meinolf Neiske wurde als Kassierer bestätigt. Außerdem konnten Wehrführer Johannes Grothoff und seine beiden Stellvertreter Ralf Fischer und Johannes Appelbaum eine Reihe von Beförderungen vornehmen. So wurde Claudia Heisener zur ersten Brandmeisterin der Delbrücker Feuerwehr befördert. Zu Hauptfeuerwehrmännern und -Frauen wurden Sabrina Peitz, Marcel Mertens, Tobias Münsterteicher und Marius Nettelnbreker befördert. Neue Oberfeuerwehrmänner sind Simon Brockmeier und Max Klocke. Als Feuerwehrmann wurde Niklas Kleine aus der Jugendfeuerwehr übernommen. Neu in den Löschzug wurden Raphael Kleine, Kevin Klocke, Christian Schüttemeier und Steffen Becker als Feuerwehrmannanwärter aufgenommen.

Text und Foto: Axel Langer

Jahreshauptversammlung LZ Westenholz

Westenholz (al). „Es ist schon etwas Besonderes, gleich so viele neue Mitglieder eines Löschzuges auf einmal aufnehmen zu dürfen“, war Wehrführer Johannes Grothoff die Freude über gleich acht neue Feuerwehrleute deutlich anzumerken. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Löschzuges Westenholz im Feuerwehrgerätehaus konnten fünf neue Mitglieder aufgenommen werden und drei weitere Feuerwehrleute konnten aus der Jugendfeuerwehr übernommen werden.

Auf hohem Niveau hielt sich das Einsatzaufkommen für die inzwischen 63 Aktiven des Löschzuges. 1.326 Einsatzstunden im Jahr 2019 verteilten sich auf 73 Einsätze. Besonders technische Hilfeleistungen forderte das Fachwissen der Feuerwehrleute. 39 Mal wurden die Feuerwehrleute zur technischen Hilfe gerufen, weitere 15 Brände sowie sieben Notfallhelfereinsätze wies der Jahresbericht von Schriftführer Michael Bolte aus. Weitere 2.458 Stunden wurden bei Übungsdiensten und 1.126 Stunden bei Ausbildungslehrgängen geleistet. Löschzugführer Jörg Brunnert dankte den Aktiven für ihren zuverlässigen Dienst. „Hinter jeder Beförderung stehen Lehrgänge oder viele Einsatzstunden. Dafür ein großes Dankeschön“, so Brunnert.

Ein großes Vorbild sieht Bürgermeister Werner Peitz im Engagement der Feuerwehr. „Mit großer Motivation helft ihr in Eurer Freizeit den Menschen und stellt Euch ungewissen Situationen. Ihr seid immer zur Stelle um Menschen zu schützen und zu retten“, dankte Werner Peitz. „Die Ausrüstung, die Ausstattung und die Ausbildung der Feuerwehrleute dient dem Schutz der Menschen in unserer Stadt“, machte Peitz deutlich. Wehrführer Johannes Grothoff dankte für die professionelle Einstellung bei vielen, auch fordernden Einsätzen. „Dank der umsichtigen Führung, hat sich im vergangenen Jahr kein Feuerwehrmann ernsthaft verletzt. Das hat auch was mit guter Ausbildung und guter technischer Ausstattung zu tun“, machte Grothoff deutlich. Er hofft, dass noch in diesem Jahr ein neues Löschgruppenfahrzeug an den Löschzug übergeben werden kann. Klare Worte fand Wehrführer Johannes Grothoff zu Tendenzen im Deutschen Feuerwehrverband: „Wir werden in unserer Feuerwehr kein rechtsextremes Gedankengut hinnehmen, sondern dies im Keim ersticken!“ Löschzugführer Jörg Brunnert unterstrich: „Wie geben jedem die Hilfe, die er benötigt. Ohne Ansehen von Kultur oder Staatszugehörigkeit.“

Mit der bronzenen Ehrennadel des Stadtfeuerwehrverbandes konnte dessen Vorsitzender Bernhard Grothoff Ricardo Knaup auszeichnen. Ricardo Knaup wurde 2005 Mitglied der Feuerwehr. Seit 2014 ist er Jugendwart. „Dank des handwerklichen Geschicks wartet er die Fahrzeuge und ist auch Gerätewart des Dekon-Zuges. Auch der Arbeitsgruppe Atemschutz gehört Ricardo Knaup an“, dankte Bernhard Grothoff für den Einsatz.

Zahlreiche Beförderungen zeugen vom hohen Ausbildungsstand des Löschzuges Westenholz, so wurde Michael Bolte zum Oberbrandmeister befördert. Neuer Unterbrandmeister ist Christian Börnemeier. Zu Oberfeuerwehrmännern wurden Pascal Döring und Andre Klostermann befördert. Die Schulterklappen eines Feuerwehrmannes oder einer Feuerwehrfrau erhielten Anna Kalek, Manuel Knaup und Jonas Rübbelke. Als Anwärter wurden Hanna Brunnert, Jessica Klaas, Eduard Dors, Max Schienstock und Janek Schormann-Diekmann neu in den Löschzug aufgenommen.

Text und Foto: Axel Langer

Agatha-Prozession 2020

Am Sonntag kamen die Kameradinnen und Kameraden der Gesamtwehr zusammen, um gemeinsam die traditionelle Prozession zur Ehren der heiligen Agatha zu begehen. Der Vormittag begann mit einer heiligen Messe in der Pfarrkirche St. Johannes in Delbrück. Im Anschluss daran folgte die Prozession zur Statue der heiligen Agatha am Delbrücker Friedhof. Nach dem Abschlusssegen in der Pfarrkirche kehrten die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr in eine örtliche Pizzeria ein. Die aktiven Kameraden hingegen marschierten zur Gaststätte „Goofies Grunewald“, in der ein kurzweiliger und gemütlicher Nachmittag verlebt wurde. Im Laufe des Nachmittages durfte jeweils ein Kamerad aus jedem Löschzug den Hausorden des Delbrücker Karnevalsvereins in Empfang nehmen.