Bei einem Fahrzeugbrand auf der Heddinghauser Straße im Delbrücker Stadtteil Bentfeld wurde am Sonntagabend ein VW durch die Flammen vollkommen zerstört. Auf der Fahrt bemerkte der Fahrer eine Rauchentwicklung im Fahrzeug, hielt an, verließ den bereits brennenden Wagen und wählte den Notruf.
Delbrück-Bentfeld. Um 22.00 Uhr alarmierte die Leitstelle des Kreises unter dem Stichwort „Pkw-Brand“ die Feuerwehr Delbrück, die umgehend mit dem Löschzug Bentfeld unter der Leitung von Stefan Peitz zur Brandstelle ausrücke. Unter Atemschutz begannen die Feuerwehrleute mit dem Löschangriff. Trotz des raschen Löscherfolgs konnte die Feuerwehr den Totalverlust des Wagens nicht verhindern. Später kümmerten sich die Einsatzkräfte um das Batteriemanagement und streuten ausgelaufene Betriebsstoffe ab, so Heinz Noje, Leiter der Feuerwehr Delbrück, der ebenfalls zur Brandstätte gefahren war. Das Wrack wurde später geborgen und abgeschleppt.
Fotos: Feuerwehr Delbrück, Text: Ralph Meyer
Kategorie: Bentfeld
Brand in Delbrück
Delbrück (al). Am 03.12.2025 um 16:00 Uhr wurde die Feuerwehr Delbrück mit dem Stichwort F4 – Industriebrand nach Delbrück-Mitte alarmiert.
Vor Ort stellte sich heraus, dass es in einem Wohnhaus zu einem Zimmerbrand gekommen war. Der dichte Rauch hatte sich bereits in eine angrenzende Lagerhalle ausgebreitet und sorgte dort für eine starke Verrauchung.
Kurz bevor der erste Angriffstrupp zur Brandbekämpfung vorgehen konnte, zündete der betroffene Raum schlagartig durch und stand innerhalb kürzester Zeit in Vollbrand.
Um einen möglichen Übergriff der Flammen auf den Dachstuhl auszuschließen, wurde zusätzlich eine weitere Drehleiter der Feuerwehr Rietberg nachalarmiert.
Eine Person wurde durch den Rettungsdienst untersucht und anschließend in ein Krankenhaus nach Paderborn transportiert.
Durch das schnelle und koordinierte Eingreifen aller Kräfte konnte eine weitere Brandausbreitung verhindert werden.
Fotos: Axel Langer / Text: Feuerwehr Delbrück
Schwelbrand im Spänebunker fordert alle Löschzüge der Feuerwehr Delbrück
Delbrück (al). Am 21.08.2025 gegen 15:30 Uhr wurden wir zusammen mit dem Löschzug Ostenland zu einer unklaren Rauchentwicklung bei einem holzverarbeitenden Betrieb alarmiert.
Vor Ort stellte sich heraus, dass es oberhalb des Maschinenraumes des Spänebunkers im Bereich der Förderschnecke zu einem Schwelbrand gekommen war.
Da sich der Brandherd nur vom inneren des annähernd vollständig gefüllten Silos erreichen ließ, musste der komplette Bunker mit einem Volumen von ca. 200 m³ entleert werden.
Unser Teleskoplader unterstützte die Kameraden, die unter schwerem Atemschutz die Späne herausschschaufelten.
Zum Einsatz kamen im Verlauf des Einsatzes Atemschutzgeräteträger aus allen 6 Löschzügen.
Ein großer Dank geht an die Kreisfeuerwehrzentrale, die uns mit zusätzlicher Atemschutztechnik versorgte.
Nach stundenlanger, schweißtreibender Arbeit konnte die Einsatzstelle schließlich gegen 03:00 Uhr morgens an den Eigentümer übergeben werden.
Fotos / Text: Feuerwehr Delbrück
Jahreshauptversammlung Gesamtwehr
Rückschau auf ein arbeitsreiches Jahr zog die Feuerwehr Delbrück im Festzelt der Westenholzer St.-Johannes-Schützenbruderschaft auf dem Schützenplatz am Obernheideweg. 495 Einsätze (ein Plus von 102 im Vergleich zu 2023) mussten die 414 Aktiven in den sechs Löschzügen und den Sondereinheiten bewältigen, berichtete der scheidende Schriftführer Steffen Knapp.
Delbrück-Westenholz. Mit allein 275 Einsätzen dominierte die Technische Hilfe das Einsatzspektrum, das von Blaualgen auf einem Gewässer bis hin Hochwasser-Einsätzen bis zu einem Unfall mit einem umgestürzten Schweinetransporter reichte. In 65 Fällen rückten die Delbrücker Feuerwehrleute zu Brandschutzeinsätzen aus. Blitzeinschlag auf Bauernhof, Verpuffung im Heizungskeller und Vollbrand eines unbewohnten Fachwerkgebäudes lauteten die Einsatzstichworte. 92-mal rückten die Notfallhelfer aus, in 51 Fällen waren es Alarme von Brandmeldeanlagen. In elf Fällen wurden Einheiten aufgrund von Fehlalarmen alarmiert, und in einem Fall war es sogar eine böswillige Fehlalarmierung.
Insgesamt zählt die Delbrücker Feuerwehr 656 Mitglieder – sechs mehr als im Vorjahr. Neben 414 aktiven Kräften tun sechs Mitglieder Dienst in der Unterstützungsabteilung. 89 Mitglieder zählt die Jugendfeuerwehr, 80 die Ehrenabteilung. Der Musikzug Lippling weist 63 Musiktreibende auf, und zehn Mitglieder sind vom aktiven Dienst befreit.
Bei den Nachwuchslöschern erfüllten im vergangenen Jahr 20 Jugendliche die Bedingungen der Jugendflamme 1 und neun die der Jugendflamme 2. Weitere neun erreichten das Leistungsabzeichen.
Im vergangenen Jahr war die Delbrücker Feuerwehr mit sechs Gruppen beim Leistungsnachweis auf Kreisebene am Start, und beim Tag der offenen Tür des Löschzuges Delbrück wurden allein sechs Fahrzeuge neu in Dienst gestellt. Kassierer Dennis Schormann legte seinen ersten Kassenbericht vor, der mit einem Überschuss abschloss. Bei den Wahlen unter Vorsitz von Jörg Rodehutskors wurde Fabian Osdiek als Nachfolger für Schriftführer Steffen Knapp gewählt. Als Vize-Kassierer wurde Niels Lünstroth im Amt bestätigt.
Bürgermeister Werner Peitz betonte in seinem Grußwort, die Delbrücker wüssten, was sie an ihrer Feuerwehr haben. Wörtlich fügte er hinzu: „Wir fühlen uns in guten Händen“. Kreisbrandmeister Stephan Reckhaus sagte, nicht Technik und Taktik, sondern die Menschen machen die Feuerwehr aus. Die Leistungsfähigkeit der Delbrücker Feuerwehr und der gute Ausbildungsstand seien die Garanten, dass die Delbrücker Wehr auch weiterhin als Freiwillige Feuerwehr die zweitgrößte Stadt im Kreis Paderborn schützen darf. Delbrücks Feuerwehr nannte er „einen verlässlichen Partner“.
Nach Fertigstellung der Rettungswache in Delbrück und dem Spatenstich in Salzkotten wird der Kreis weitere Rettungswachen in Borchen, Altenbeken und Bad Wünnenberg in Angriff nehmen, so Reckhaus. Heinz Noje, Leiter der Feuerwehr Delbrück, attestierte der Feuerwehr eine hohe Professionalität. Wörtlich sagte er: „Feuerwehr steht für gelebte Gemeinschaft“.
Mit Feuerwehrehrenzeichen des Landes in Silber für 25-jährige Treue wurden Jacqueline Pleines, Markus Müller, Christian Brüchert, Hans Jörn Kremer, Michael Bolte und Heinz Noje ausgezeichnet. Ehrenzeichen in Gold für 35-jährige aktive Mitgliedschaft erhielten Johannes Fahl, Meinolf Schormann-Diekmann, Frank Hansel, Berthold Schulte, Bernhard Horst, Jürgen Kersting und Josef Meinard.
Mit Ehrennadeln in Bronze des Verbandes der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Delbrück zeichnete Vorsitzender Ralf Fischer Markus Bochnig, Steffen Knapp, Fabian Klaas, Alexander Gaus, Bernhard Lampe und Martina Lahme aus. Die Ehrennadel in Gold erhielt Michael Strunz.
Text und Fotos: Ralph Meyer
Jahreshauptversammlung LZ Bentfeld
Bentfeld (al). Erstmals in seinem Bestehen zählt der Löschzug Bentfeld 50 aktive Feuerwehrleute. Über sehr positive Zahlen freut sich auch die Jugendfeuerwehr in Bentfeld: Die Nachwuchsabteilung wuchs auf stattliche 15 Mitglieder an. Diese Zahlen präsentierte der Löschzug bei seiner Jahreshauptversammlung im Dorfhaus.
„Der Anstieg der Mitgliedszahlen in der Jugendfeuerwehr ist ein hervorragender Grundstein für die zukünftige Mitgliedergewinnung der Einsatzabteilung“, waren sich die Schriftführer Marvin Müller und Moritz Zwingmann in ihrem Jahresbericht einig. Mit insgesamt 49 Einsätzen blickt der Löschzug auf ein normales Jahr zurück. 1.198 Einsatzstunden wurden unter anderem bei neun Technischen Hilfeleistungen und sieben Brandeinsätzen sowie weiteren Einsätzen wozu auch die Alarmierung der Führungsunterstützungsgruppe gehört, die zehn Mal angefordert wurde. Neben dem Einsatzdienst bildet die Ausbildung einen wichtigen Teil der Löschzugtätigkeit. Insgesamt 457 Ausbildungsstunden wurden im Jahr 2024 absolviert. Hinzu kommen noch 2.283 Stunden bei Dienstabenden im Löschzug. Löschzugführer Stefan Peitz dankte allen Feuerwehrleuten für die geleistet Arbeit und dankte vor allem den Feuerwehrkräften, die in verschiedenen Arbeitsgruppen im Stadtgebiet mitwirken.
In ihrem Grußwort stellte die stellvertretende Bürgermeisterin Anita Papenheinrich fest: „Der Feuerwehrdienst ist wahres Ehrenamt und Dienst an der Gemeinschaft. Mit viel Teamgeist wird hier Hilfe geleistet.“ Die stellvertretende Bürgermeisterin dankte auch den Familien und den Arbeitgebern, die den Feuerwehrleuten den Rücken freihalten. Der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Heinz Noje stellte fest, dass der Löschzug Bentfeld ein verlässlicher Partner der Gesamtwehr ist. „Verantwortungsbewusstes Handeln sorgt für Sicherheit“, so Noje weiter. Besonders lobte er die gute Jugendarbeit, die in der Jugendfeuerwehr geleistet werde. Für die Unterstützung der Bentfelder Vereine durch den Löschzug dankte der Vorsitzende des Heimatvereins, Dr. Fabian Evers. „Ich bin jedes Jahr auf´s Neue von der riesigen Stundenzahl beeindruckt, die die Feuerwehrleute im Ehrenamt erbringen“, so Evers.
Bei den Wahlen zum Förderverein wurden Stefan Peitz als erster Vorsitzender, Marvin Müller und Moritz Zwingmann als Schriftführer sowie Marcel Mertens als zweiter Kassierer bestätigt. Die beiden stellvertretenden Leiter der Feuerwehr, Ralf Fischer und Heinz Noje konnten eine Reihe Bentfelder Feuerwehrleute befördern. Lars Brockmeier und Moritz Zwingmann wurden zu Brandmeistern befördert. Neuer Hauptfeuerwehrmann ist Max Klocke und zur Oberfeuerwehrfrau wurde Joy Schwemin und Jannik Meier zum Oberfeuerwehrmann befördert. Neue Feuerwehrmänner sind Justin Pieper und Louis Schultenjohann.
Für weitere sechs Jahre wurden die beiden stellvertretenden Löschzugführer Philipp Blum und Mario Lenzmeier im Amt bestätigt. Ebenfalls für sechs Jahre wurde Simon Brockmeier zum Atemschutz-Gerätewart ernannt. Für weitere sechs Jahre wurde Dr. Martin Terstesse zum Fachberater Medizin ernannt. Über ihr 25-jähriges Dienstjubiläum wurden Philipp Blum und Sebastian Marks mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Landes NRW in Silber geehrt. Für 60 Jahren in den Reihen der Feuerwehr wurden Martin Kutscher und Josef Schlenger geehrt. Auf sagenhafte 70 Jahre in den Reihen der Feuerwehr kann Bernhard Klocke zurückblicken. Alle drei wurden mit der Feuerwehr-Ehrennadel des Verbandes der Feuerwehren in NRW in Gold geehrt.
Text und Fotos: Axel Langer
Verkehrsunfall in Anreppen
Bei einem Alleinunfall auf der Paradiesstraße in Anreppen zog sich eine Autofahrerin am Donnerstag schwere Verletzungen zu. Die Rettung aus dem vollelektrischen Fahrzeug gestaltete sich aufwendig. Für eine patientenschonende Rettung wurde die Öffnung der Heckklappe vergrößert und die Fahrertür entfernt. Im Einsatz waren die Löschzüge Boke, Bentfeld und Delbrück.
Fotos: Axel Langer
Bauernhofbrand in Delbrück
Zu einem Brand eines unbewohnten Fachwerkhauses kam es am vergangenen Donnerstag. Die Einheiten aus Bentfeld und Delbrück eilten zur Einsatzstelle. Das Haus, dessen Dachboden mit Strohballen gefüllt war, stand bereits in Vollbrand. Schnell wurden weitere Kräfte aus allen Löschzügen nachalarmiert. Die Wasserversorgung wurde zunächst über einen Pendelverkehr sichergestellt, bis eine leistungsfähige Wasserversorgung über eine lange Wegestrecke vom Boker Kanal eingerichtet war. Im weiteren Einsatzverlauf wurde der Giebel und das Dach des Gebäudes eingerissen und auf einer Freifläche abgelöscht. Um mögliche Rückzündungen zu verhindern, wurde das Gebäude mit Schaum geflutet.
Fotos: Axel Langer
Vermisstensuche an der Lippe
Großaufgebot an Rettungskräften sucht nach vermeintlich vermisstem Kajakfahrer in und an der Lippe.
Am Muttertag wurden Kräfte der Löschzüge Delbrück, Boke und Bentfeld in der Mittagszeit zu einem Wasserrettungseinsatz alarmiert. Zunächst galt ein Kajakfahrer als vermisst.
2 Personen befanden sich demnach mit Ihren Kajaks auf der Lippe und fuhren flussabwärts von Sande in Richtung Boke und Anreppen. Dabei verunfallte zunächst eine der beiden Personen und verletzte sich, vermutlich nach einem Zusammenstoß mit einem Felsen, schwer. Der Verletzte konnte trotz eines vermutlich gebrochenen Beckens die Lippe selbstständig verlassen und einen Notruf absetzen. Da die zweite Person von da an als vermisst galt, wurde die Feuerwehr sowie Kräfte vom DLRG alarmiert. Mehrere Lippebrücken wurden dabei besetzt, Boote zu Wasser gelassen und Fußtrupps begaben sich im Uferbereich auf die Suche. Von der Delbrücker Drehleiter aus wurde ebenfalls versucht, sich im entsprechenden Bereich der Lippe einen Überblick zu verschaffen.
Für weitere Unklarheit sorgte der zwischenzeitlich eingegangene Hinweis eines Anglers, welcher eine oder mehrere Personen dabei beobachtet hatte, wie diese 2 aufblasbare Kanus von einer der Lippebrücken in den Fluss geworfen hatten. Auch dieser Bereich wurde kontrolliert, die Kanus geborgen, jedoch keine Personen aufgefunden.
Letztendlich ermittelte die Polizei den angeblich vermissten Kajakfahrer und traf diesen unverletzt an seiner Wohnadresse an, woraufhin die Suchaktion beendet werden konnte.
Die Feuerwehr weist an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass das Befahren der Lippe mit Booten zwar generell erlaubt, jedoch auch mit Gefahren verbunden ist. Gruppen sollten zusammen bleiben und aufeinander achten, da selbst bei vermeintlich vermissten Personen sofort eine Rettungskette anläuft, da im Zweifel bei einer Person im Wasser jede Minute zählt.
Fotos: A. Langer, Text Feuerwehr Delbrück
Bauernhofbrand in Lippling
Lippling (al). „Bei Eintreffen drang aus dem gesamten Dachstuhl dichter Rauch. Es war gar nicht klar, wie ausgedehnt der Dachstuhlbrand war“, so Einsatzleiter Johannes Grothoff. Nachdem um 18.48 Uhr Vollalarm für alle Delbrücker Löschzüge gegeben wurde, rückten gut 150 Feuerwehrleute an die Einsatzstelle in der Straße Lauföhre zwischen Schöning und Lippling aus.
Den ersten Einsatzkräften schlugen die Flammen schon aus dem Dachstuhl des etwa 15 mal 50 Meter großen Stallungs- und Scheunengebäude entgegen. Das erste Drittel des Gebäudes stand in Flammen. In diesem Bereich waren auch 18 junge Schweine untergebracht, die bei der massiven Rauchentwicklung verendeten. Bei Eintreffen der ersten Lipplinger Feuerwehrleute stürzten Teile der Lüftung vom Dach und verfehlten die Feuerwehrleute nur knapp. „Da haben wir großes Glück gehabt“, so Johannes Grothoff. Die ersteintreffenden Feuerwehrleute bereiteten einen Löschangriff auf das Feuer und parallel eine Riegelstellung zum Schutz angrenzender Gebäude des Vollerwerbbetriebes vor. Außerdem wurde der Scheunenbereich mit Lüftern entraucht. Danach wurde klar, dass etwa 100 auf einer Zwischendecke lagernde Strohballen in Vollbrand standen.
Landwirtschaftliche Fahrzeuge konnten nach aus der Scheune gefahren werden und blieben unbeschädigt. Der Firstbalken brannte auf kompletter Länge. Durch massive Löschangriffe konnten aber rund zwei Drittel des Gebäudes vor weiterem Schaden bewahrt werden. Von der Drehleiter aus sowie durch umluftunabhängige Atemschutzgeräteträger rückte die Feuerwehr erfolgreich gegen den Brand vor. Das Feuer konnte schnell zurückgedrängt werden. Schließlich wurde mit dem Bagger eines Abrissunternehmens das Stroh aus dem Stall gezogen und abgelöscht.
Als schwierig erwiesen sich die beengten Straßenverhältnisse. Da die Feuerwehrfahrzeuge von beiden Seiten über die Lauföhre anrückten, war die Organisation eines Pendelverkehrs schwierig, da sich die Fahrzeuge nicht passieren konnten. „Wir trotzdem zunächst mit dem mitgeführten Wasser gut hingekommen“, so Lipplings Löschzugführer Klaus Ringkamp. Außerdem wurde aus einem Hydranten Löschwasser entnommen. Noch während der laufenden Löscharbeiten kam eine Kreisveterinärin an die Einsatzstelle. Die Nachlöscharbeiten werden bis etwa Mitternacht andauern. Das DRK übernahm die Verpflegung der Einsatzkräfte.
Text und Fotos: Axel Langer
Eisglätte und Brände am Donnerstag
Am 11.01. und in der Nacht zum 12.01.24 war die Feuerwehr Delbrück ordentlich gefordert.
Zunächst wurden die Löschzüge Lippling und Delbrück am Vormittag zu einem brennenden Carport in Schöning in der Binsenstraße alarmiert. Hier brannten mehrere Mülltonnen, das Feuer hatte bereits auf das Dach des Carports sowie die Fassade des benachbarten Carports übergegriffen. Mit Feuerlöschern im Erstangriff und anschließenden Nachlöscharbeiten mit einem C Rohr wurde der Brand gelöscht, bevor er sich weiter ausbreiten konnte.
Temperaturen um den Gefrierpunkt, Nieselregen und Nebel sorgten dann am Abend zunächst für einige Einsatzstellen im Delbrücker Stadtgebiet, da sich auf Straßen und Gehwegen teilweise ein dicker Eispanzer gebildet hatte.
Fast zeitgleich ereigneten sich zunächst 2 Unfälle. Im Bereich Wittmundstraße/Bahnweg verletzte sich eine Person bei einem Zusammenstoß zweier PKW. Hier unterstützte die Feuerwehr bei der Sicherung der Einsatzstelle und nahm auslaufende Betriebsstoffe auf. Fast zeitgleich stürzte eine 46 jährige, unbehelmte Radfahrerin im Himmelreich und zog sich schwere Verletzungen zu. An dieser Einsatzstelle sicherten die Besatzungen des ELW und des KEF vom Löschzug Delbrück zunächst die Unfallstelle und errichtete anschließend einen Sichtschutz. Um die Patientin vor der Kälte zu schützen wurde ein Hypothermsave Infrarot-Heater eingesetzt. Die Frau wurde einem Krankenhaus zugeführt.
Wenig später wurde wiederum der Löschzug Delbrück zu einem Unfall mit eingeklemmter Person auf der B64 zwischen Delbrück und Sande alarmiert. Vor Ort bestätigte sich die Meldung glücklicherweise nicht. Ein PKW war auf eisglatter Fahrbahn ins Schleudern geraten und kippte auf die Seite. Der Fahrer konnte sich selbstständig aus dem Fahrzeug befreien.
In der darauffolgenden Nacht wurden die Löschzüge Delbrück und Bentfeld gegen 01:30 Uhr zu einem Zimmerbrand in der Straße Buddenbruch nahe der B64 alarmiert. Hier stand ein angebauter Wintergarten an einer Doppelhaushälfte in Vollbrand, ein Rauchmelder hatte die Bewohner aus dem Schlaf gerissen. Fenster des Hauses im Erdgeschoss sowie im 1. Obergeschoss waren bereits geplatzt und der Brand drohte, auf das Haus überzugreifen. Ein Übergriff auf den Dachstuhl hatte bereits stattgefunden. Eine sofort eingeleitete Brandbekämpfung mehrerer Trupps unter Atemschutz verhinderte, dass sich das Feuer weiter im Dachstuhl sowie im Haus ausbreiten konnte. Es entstanden Schäden an der Fassade, am Dachstuhl sowie im Haus. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 50.000 Euro. Da auch hier die Straße vor dem Einsatzobjekt spiegelglatt war, wurde der Bereich durch die ersteintreffenden Kameraden zunächst weiträumig abgestreut, um sicher arbeiten zu können
Fotos & Text: Feuerwehr Delbrück