Schwerer LKW Unfall in Boke

Am Dienstagmorgen ereignete sich gegen 7:30 Uhr in Boke auf der dortigen Lippebrücke ein spektakulärer LKW Unfall.


Ein mit Backwaren beladener 12-Tonner LKW kam aus Richtung Delbrück fahrend direkt im Brückenbereich nach rechts von der Fahrbahn ab, durchbrach das Brückengeländer und stürzte ca. 4 Meter tief in die unter der Brücke verlaufende Lippe.


Der verletzte Fahrer konnte von einem Ersthelfer aus dem auf der Beifahrerseite im Wasser liegenden Fahrzeug befreit werden. Beide Personen saßen bei Eintreffen der ersten Rettungskräfte auf dem Führerhaus und wurden mittels Drehleiter zurück auf die Brücke gehoben.


Parallel dazu führten Kräfte der alarmierten Löschzüge aus Boke, Delbrück und Bentfeld Sicherungsmaßnahmen des verunfallten Fahrzeugs durch. Mehrere Kameraden brachten im zur Zeit Niedrigwasser führenden Fluß hinter der Einsatzsatzstelle eine Sperre aus Ölschlängeln auf, um evtl. austretende Betriebsstoffe aufzufangen. Mitarbeiter der unteren Wasserbehörde wurden zur Beratung hinzu gezogen.


Am Mittag brachte ein Bergungsunternehmen 2 Kräne in Stellung, welche das Fahrzeug aus dem Fluß bergen und zurück auf die Fahrbahn heben konnten. Es entstand erheblicher Sachschaden an Fahrzeug und Brückengeländer. Die Ortsdurchfahrt in Boke blieb bis in den späten Nachmittag hinein gesperrt.


Fotos: Feuerwehr Delbrück

Neues HLF 20 und neuen Kommandowagen in Dienst gestellt

Boke (al). Für die 37 Mitglieder des Löschzuges Boke war es ein großer Tag: Nicht nur dass Ehrungen und Beförderung der im Frühjahr ausgefallenen Jahreshauptversammlung im festlichen Rahmen nachgeholt werden konnten oder der neugegründete Löschzug im Jahr 2005 seinen Dienst aufnahm, auch zwei neue Feuerwehrfahrzeuge konnten gesegnet und offiziell in Dienst gestellt werden. „Die Indienststellung war eigentlich im Rahmen eines Tages der offenen Tür geplant, doch musste dieser auf Grund der Coronasituation abgesagt werden“, so Löschzugführer Bernhard Grothoff-Wessels. In die beiden Fahrzeuge investierte die Stadt 420.000 Euro.

Dabei war die Beschaffung des neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges 20 (HLF 20) eine Besondere: „Wir durften erst 2018 ein Großfahrzeug in Dienststellen. Die Neubeschaffung des HLF war ursprünglich mal für 2016 geplant, wurde dann aber ins Jahr 2021 verschoben. Nur wenige Wochen nach der Indienststellung des ersten Fahrzeuges erlitt das 28 Jahre alte Einsatzfahrzeug einen Defekt an der Achsaufhängung. Eine Reparatur wäre unwirtschaftlich gewesen. Glücklicherweise konnten wir binnen weniger Wochen ein neuwertiges Vorführfahrzeug erwerben. Angesichts von 24 Monaten Lieferzeit ein echter Glücksfall. Allen daran beteiligten gilt mein Dank. Wir sind stolz, dieses hochmoderne Fahrzeug bekommen zu haben“, erläuterte Bernhard Grothoff-Wessels die Hintergründe des neuen HLF. Das Fahrzeug verfügt über einen 2.000 Liter Löschwasser fassenden Tank sowie einen Tank für 120 Liter Schaumlöschmittel. Die Pumpe verfügt über eine Pumpleistung von 3.000 Liter Wasser pro Minute. Als einziges Löschfahrzeug in Delbrück verfügt es über ein automatisches Schaumzumischsystem. Beladen ist das HLF mit Technik für die Brandbekämpfung genauso wie für die technische Hilfeleistung. Die Kabine bietet Platz für neun Feuerwehrleute. Am Heck führt das HLF eine Verkehrssicherungshaspel sowie eine Schlauchhaspel mit. Auf dem Fahrzeug ist außerdem ein mobiler Schaum- / Wasserwerfer sowie das Beleuchtungssystem Powermoon verlastet.

Planmäßig konnte im Jahr ein neuer Kommandowagen beschafft werden. Das Fahrzeug auf Basis eines Mercedes Sprinter verfügt über eine umfangreiche funktechnische Ausstattung und als Einsatzleitfahrzeug. Zudem ist das Fahrzeug mit Messsystemen ausgestattet, mit denen Radioaktivität aufgespürt werden kann und verschiedene Gefahrstoffe gemessen werden können. Der Kommandowagen ist Teil des kreisweiten Messzuges und gehört auch zum Warnzug des Kreises Paderborn. Zu diesem Zweck kann kurzfristig eine mobile Warnanlage installiert werden. „So kann die Bevölkerung durch Sprachdurchsagen und verschiedene Sirenensignale gewarnt werden“, erklärte Bernhard Grothoff-Wessels. „Nach 17 Fahrzeugen in 15 Jahren stellen die neuen Fahrzeuge für uns ein Sahnehäubchen dar“. Wehrführer Johannes Grothoff versprach, die neuen Fahrzeuge immer sorgsam zu pflegen um den Menschen einen größtmöglichen Schutz zu bringen. „Auch die Vorgängerfahrzeuge waren in Boke in guten Händen. Es macht mich Stolz was hier in 15 Jahren entstanden ist“, so Johannes Grothoff.

In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Werner Peitz, dass der Feuerschutz und die Gefahrenabwehr eine Pflichtaufgabe der Kommune sei. Dieser Aufgabe stellten sich die freiwilligen Kräfte mit hoher Motivation, Engagement und viel Fachwissen. „Dazu braucht die Feuerwehr eine zeitgemäße Ausstattung um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden“, lobte Peitz die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute. Pastor Martin Göke unterstich in seiner kurzen Predigt das wirken zum Wohl der Bevölkerung, ehe er Fahrzeuge und Feuerwehrleute segnete.

Geehrte und Beförderte des Löschzuges Boke:

Mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25-jährige Mitgliedschaft bei der Feuerwehr wurde Unterbrandmeister Frank Jürgensmeier geehrt. Zum Oberbrandmeister wurde Jens Yanik, Rebekka Wübbe und Mike Achtzehn zu Unterbrandmeistern, Svea Puls zur Oberfeuerwehrfrau, Florian Schuszter zum Oberfeuerwehrmann sowie Rene Mielemeier, Daniel Peitz, Malte Puls und Dustin Scharley nach Übernahme aus der Jugendfeuerwehr zu Feuerwehrmännern befördert. Außerdem wurde Jens Yanik für sechs Jahre zum Gerätewart Atemschutz und Florian Schuszter für sechs Jahr zum stellvertretenden Gerätewart Atemschutz ernannt. Neue Dienstgradabzeichen erhielten die beiden Löschzugführer Bernhard Grothoff-Wessels und Frank Brüggemeier. (al)

Gewitter und Starkregen am 14./15. August

Am Abend des 14. August und in den Mittagsstunden des 15. August kam es zu einem heftigen Gewitter mit einhergehendem Starkregen. Besonders betroffen war der Ortsteil Westenholz und Teile von Sudhagen.


Gegen 20:30 Uhr gingen die ersten Meldungen über unpassierbare Straßen und vollgelaufene Keller und Wohnungen ein. Gegen 21:00 Uhr wurde im Gerätehaus Delbrück eine örtliche Einsatzleitung eingerichtet, um die Einsätze besser koordinieren zu können. Von hier aus wurden die Einsatzkräfte aus nahezu allen Delbrücker Löschzügen mit Ihren Fahrzeugen zu den Einsatzstellen entsendet.


Gegen 21:20 Uhr wurde in Delbrück unabhängig vom Wetter ein Containerbrand gemeldet. Die dazu alarmierten Kräfte vom Löschzug Delbrück und Ostenland konnten vor Ort allerdings kein Feuer feststellen.


Am Freitagmittag öffnete der Himmel erneut seine Schleusen und es kam wiederum zu einigen Einsatzstellen in Delbrück und Westenholz. In Delbrück lief eine Baugrube voll Wasser und wurde aufwendig leer gepumpt.


Fotos: A. Langer

Großbrand einer Zimmerei in Delbrück

In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es zu einem folgenschweren Brand auf dem Gelände einer Zimmerei in Delbrück.


Gegen 0:45 Uhr wurden zunächst der Löschzug Delbrück und eine Einsatzunterstützung vom Löschzug Ostenland alarmiert. Laut den ersten Meldungen sollte eine Zimmerei in der Straße Am Zollbrett in Vollbrand stehen. Ein kilometerweit zu sehender Feuerschein wies den Einsatzkräften den Weg. Kurz nach Eintreffen der ersten Kräfte wurden umgehend alle weiteren Delbrücker Löschzüge mit dem Stichwort Einsatzverstärkung nachalarmiert. Auch die Kameraden der Feuerwehr Hövelhof wurden zur Unterstützung angefordert.


Die knapp 2000 qm große Betriebshalle sowie eine angrenzende Remise und ein Holzlager des Unternehmens standen bereits bei Eintreffen der erstalarmierten Kräfte in Vollbrand und konnten nicht mehr gerettet werden. Somit lag die volle Konzentration auf einer massiven Riegelstellung zum direkt angrenzenden Wohnhaus. Das Feuer konnte nicht übergreifen und das Wohnhaus blieb verschont.


Um den hohen Bedarf an Löschwasser decken zu können, zapfte die Feuerwehr mehrere Hydranten in der Nähe der Brandstelle an und förderte zusätzlich Wasser aus einem nahen Industriegebiet mit einem Pendelverkehr zur Einsatzstelle. Der Brand wurde mit mehreren C-Rohren, Wasserwerfern und über die beiden Monitore der Drehleitern aus Delbrück und Hövelhof bekämpft.


Um an alle Brandnester gelangen zu können, wurden Teile des eingestürzten Daches, Holzstapel und ausgebrannte Firmenwagen des Unternehmens mit einem Bagger auseinander gezogen. Dabei kam neben dem Teleskoplader der Feuerwehr Delbrück auch ein Bagger eines Rietberger Abrissunternehmens zum Einsatz.


Um ca. 8:30 Uhr verließen die letzten Kräfte die Einsatzstelle. Die Brandursache ist vorerst unbekannt.


Bilder: Feuerwehr Delbrück, A. Langer

Feuer in Boke

Am Freitagnachmittag kam es in Boke in der Straße Wallfahrt zu einem Brand in einem Holzschuppen.


Anwohner alarmierten die Feuerwehr, nachdem Rauch und Flammen in einem als Holzschuppen genutzten Anbau zu sehen waren.


Der Löschzug Boke ging unter Anderem mit einem Trupp unter PA zur Brandbekämpfung vor. Für einen Rasenmäher und einen Haufen Brennholz kam jedoch jede Hilfe zu spät. Einen Übergriff auf das Wohnhaus konnten die eingesetzten Kameraden erfolgreich verhindern.


Fotos: B. Grothoff (LZ Boke)

Verkehrsunfall B 64 Delbrück

Am Montagmorgen kam es im Berufsverkehr in Delbrück zu einem schweren Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person.


Aus ungeklärter Ursache kam es auf der B64 zwischen der Kreuzung Boker Straße und der Abfahrt Lippstädter Straße zu einem Frontalzusammenstoß zweier PKW. Dabei wurden diese herumgeschleudert und kamen an der Leitplanke zum Stillstand.


Ein Fahrzeug musste zunächst einige Meter weggezogen worden, um Platz für die technische Rettung des eingeklemmten und schwer verletzten Fahrers zu haben. Nachdem dieser durch den eingesetzten Notarzt erstversorgt war, wurde eine große Seitenöffnung geschaffen und zudem weitere Fahrzeugteile entfernt, um die Einklemmung zu beseitigen.


Beide Fahrer wurden Krankenhäusern zugeführt. Die Straße blieb anschließend noch für Arbeiten der Polizei gesperrt. Ein Team von Straßen NRW reinigte die Fahrbahn anschließend großflächig.

Fotos: A. Langer & LZ Delbrück

Sturmtief Sabine schwächer als befürchtet

Das angekündigte Sturmtief Sabine, welches am Sonntag und Montag Westdeutschland überquerte, war glücklicherweise in und rund um Delbrück wesentlich schwächer als zunächst vorhergesagt.


Aufgrund der Vorhersagen hieß es Sonntagnachmittags Vollalarm für alle Delbrücker Löschzüge, um die Gerätehäuser zu besetzen. Im Gerätehaus Delbrück war bereits am Samstag der Stabsraum und eine Örtliche Einsatzleitung eingerichtet worden, um dann am Sonntag auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.


Letztendlich arbeiteten die Kameraden aller Löschzüge insgesamt bis Montagmorgen „nur“ rund 20 Einsatzstellen ab. Es wurden entweder Äste oder auch ganze Bäume von Straßen und Gehwegen entfernt, im Ortsteil Westenholz wurde ein Dach eines Gewerbebetriebes stark beschädigt und von den Kameraden gesichert.


Fotos: Feuerwehr Delbrück

Verkehrsunfall in Boke

Am Dienstagabend ereignete sich gegen 19:00 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall auf der Mantinghauser Straße in Boke.


Bei dem Alleinunfall mit einem beteiligten PKW kam dieser aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und kollidierte mit mehreren Bäumen im Straßengraben. Die verletzte Fahrerin wurde von Kameraden des Löschzug Boke aus dem Fahrzeug befreit. Der zusätzlich alarmierte Löschzug Delbrück musste nicht mehr tätig werden.


Foto: A. Langer

Starkregen am 20.05.19

Am Montagabend gegen 21:00 Uhr zog ein heftiger Regenschauer über das Delbrücker Land und setzte mehrere Keller und Geschäftsräume unter Wasser.


Gab es zunächst vereinzelt Einsätze verteilt auch in Außenbereichen, konzentrierte sich das Geschehen im weiteren Verlauf auf Delbrücks Innenstadt. Hier liefen insbesondere rund um die Großbaustelle im Bereich Alter Markt Keller und Geschäftsräume voll Wasser. Im Kreisverkehr am alten Ellimarkt stand das Wasser über längere Zeit knapp einen halben Meter hoch und Kontrollschachtdeckel wurden hoch gedrückt. Einheiten von verschiedenen Löschzügen der Feuerwehr Delbrück wurden zusammen gezogen um die rund 50 Einsatzstellen schnellstmöglich trocken zu legen. Die Kameradinnen und Kameraden setzten dabei alle verfügbaren Tauchpumpen und Wassersauger ein.


Direkt in der Anfangsphase, als die ersten Meldungen über Probleme mit den Wassermassen in der Leitstelle der Feuerwehr eintrafen, meldeten Anwohner einen Brand im Dachbereich der katholischen Kirche in Delbrück. Per Sirene und Funkmeldeempfänger wurde Großalarm ausgelöst und zahlreiche Kräfte wurden sofort zur Kirche umgeleitet. Nach umfassender Erkundung vor Ort stellte sich jedoch glücklicherweise heraus, dass es sich um eine optische Täuschung durch den starken Regen in Verbindung mit der Turmbeleuchtung handelte. Selbst für die anrückenden Kräfte sah es aus einiger Entfernung nach einer starken Rauchentwicklung aus. Schnell konnte dann jedoch Entwarnung gegeben werden und die Kräfte konzentrierten sich wieder auf die ursprünglichen Einsatzstellen.


Wie auf den Bildern zu sehen war der Pegel des Haustenbachs am Einlauf kurz hinter der Schlaunbrücke zwar bis auf rund 50 Zentimeter unter Brückenunterkante angestiegen und der parallel zur Brücke verlaufende Zulauf war ebenfalls bis zur Oberkante gefüllt, jedoch entschärfte sich die Lage dort relativ zügig wieder nach Abklingen der Regenfälle.

Gegen Mitternacht waren die meisten Einsatzstellen abgearbeitet.


Fotos: Feuerwehr Delbrück & A. Langer

Kreisverbandstag 2019 in Niederntudorf

Deutsches Feuerwehr Ehrenkreuz in Gold für Lothar Mühlbrandt (Delbrück) und Ehrennadel des Verbandes der Feuerwehren im Kreis Paderborn für Jörg Brunnert (Westenholz)


Salzkotten-Niederntudorf. Zum 190. Geburtstag des Löschzugs Niederntudorf gratulierten am Samstag rund 800 Feuerwehrleute aus dem gesamten Kreis Paderborn. Nach der Delegiertenversammlung des Verbandes der Feuerwehren (VdF) im Kreis Paderborn in der Kleeberghalle marschierten Einsatzkräfte, Jugendfeuerwehr und Feuerwehrmusiker durch die Straßen des Salzkottener Stadtteils und legten am Ehrenmal auf dem Friedhof zu den Klängen des Zapfenstreichs einen Kranz nieder.

Vor den rund 200 Delegierten erklärte Verbandsgeschäftsführer Hubert Halsband, dass sich die Mitgliederzahlen (2619 Aktive und 519 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr) im vergangenen Jahr im Vergleich zu den Vorjahren nahezu konstant geblieben sind. Allerdings hätten sich die Einsatzzahlen innerhalb weniger Jahre nahezu verdoppelt. Das hat zur Folge, dass der VdF seine Werbekampagne zur Nachwuchsgewinnung auch in diesem Jahr fortsetzen wird.


Kreisbrandmeister Elmar Keuter erinnerte an verschiedene Großeinsätze des vergangenen Jahres wie das Sturmtief Friederike und die Entschärfung der Luftmine in Paderborn und erklärte, dass solche Einsätze ohne „die beeindruckende gegenseitige kommunale Hilfe und due Landeskonzepte“ nicht machbar seien. Der Kreisbrandmeister erinnerte dabei auch an die wiederholten überregionalen Einsätze des Wasserförderzeuges. Mit Blick auf 51 verletzte Feuerwehrleute im vergangenen Jahr appellierte Keuter, auch weiterhin für eine exzellente Einsatzvorbereitung, Aus- und Fortbildung zu sorgen. Die Feuerwehren forderte er auf, die Möglichkeiten der Unterstützungsabteilungen zu nutzen, um die Einsatzabteilungen zu entlasten. 


Keuter informierte die Delegierten auch über die neuesten Entwicklungen bei den Einheiten zur Abwehr von ABC-Gefahren und der Neuausrichtung der Einheiten für Information und Kommunikation. Im Rahmen der Ausbildung werden 836 Teilnehmer 42 Lehrgänge im Kreisgebiet besuchen. Weiterhin nehmen 1.500 Teilnehmer an vorgeschriebenen Fortbildungen teil.

Beim Digitalfunk sieht der Kreisbrandmeister noch Nachbesserungsbedarf, außerdem werden Krisenstab und Einsatzleitung in die Satellitentelefonie einsteigen. Ebenso sollen Multicopter mit Livebildern aus der Luft die Lagebeurteilung bei ausgedehnten Einsätzen erleichtern. Bei der Bekämpfung großer Wald- und Vegetationsbränden im Land stehen ab 2020 auch drei Hubschrauber der Landespolizei Verfügung. Mit Ausblick auf einen möglichen heißen und trockenen Sommer erinnerte Keuter daran, dass einige Kommunen bereits im vergangenen Jahr Löschwasserprobleme hatten. Auch sollten die einzelnen Feuerwehren Kraftstoffreserven anlegen.


Brandrat Philipp Mantel von der Bezirksregierung Detmold unterstrich, dass Katstrophenschutz ohne Feuerwehren zum Scheitern verurteilt sei. Der Spezilist für Gefahrenabwehr in Ostwestfalen rechnet damit, dass Extremwettereinsätze noch häufiger eintreten werden und intensiver ausfallen werden. Zur Führungsunterstützung von Einsatzleitungen und Führungsstäben bei längeren Einätzen stehen landesweit drei mobile Führungsstellen zur Verfügung.

Je zwei Kreise stellen im Regierungsbezirk Detmold eine Feuerwehrbereitschaft, so dass einschließlich der Stadt Bielefeld 600 Feuerwehrleute in vier Bereitschaften für Einsätze in und außerdem Nordrhein-Westfalens zur Verfügung stehen, so Mantel. Ein weiteres Hochleistungs-Wasserfördersystem als Ergänzung des Systems im Paderborner Land wird im Kreis Minden-Lübbecke stationiert. Eine mobile Netzersatzlage geht in den Kreis Lippe.

Landtagsabgeordneter Bernhard Hoppe-Biermeyer lobte den hohen Anteil der Feuerwehren am „Kulturgut Ehrenamt“. Dabei sprach er vor allem die hohe Professionalität der Einsatzkräfte und deren besondere Verantwortung an.


Landrat Manfred Müller nannte den Verbandstag eine „Demonstration der Einigkeit, der Freiwilligkeit, der Ehrenamtlichkeit, des Einsatzwillens, der Kompetenz und der Bereitschaft zum jederzeitigen Einsatz“. Müller zeigte sich auch zuversichtlich, dass die Feuerwehren auch bei einem möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest im Kreis Paderborn wieder am Zuge wären.


Mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold wurde Stadtbrandinspektor Lothar Mühlbrandt (Delbrück) ausgezeichnet. Ehrenkreuze in Silber gingen am Hauptbrandmeister Hans-Werner Münster (Büren), Brandoberinspektor Manfred Schäfers (Lichtenau) und Brandoberinspektor Robert Siemensmeyer (Paderborn). Feuerwehr-Ehrenkreuze in Bronze erhielten Unterbrandmeister Hermann Nolte (Delbrück), Hauptfeuerwehrmann Wilhelm Westermann (Paderborn), Unterbrandmeister Markus Schwarze (Büren) und Unterbrandmeister Andreas Dietz (Borchen). Mit der Ehrennadel des Verbandes Feuerwehren im Kreis Paderborn wurde Brandoberinspektor Jörg Brunnert (Delbrück) ausgezeichnet.


Quelle: VdF Kreis Paderborn, Ralph Meyer