Unwetter im Delbrücker Land

Delbrück. Die Starkregen- und Sturmeinsätze haben auch der Feuerwehr Delbrück ein unruhiges Wochenende beschert. Insgesamt mussten die sechs Löschzüge der Feuerwehr zu 79 Einsätzen ausrücken. Los ging es am Freitagabend (29.05.) gegen 19.15 Uhr, als eine Gewitterfront mit starken Sturmböen und und heftigen Regenschauern über die Stadt mit dem schiefen Kirchturm hinwegzog und im gesamten Stadtgebiet schwere Unwetterschäden hinterließ.

Da der Löschzug Delbrück gerade seinen wöchentlichen Dienstabend beginnen wollte, veranlasste Heinz Noje, Leiter der Feuerwehr Delbrück, umgehend die Einrichtung einer Örtlichen Einsatzleitung (ÖEL) im Gerätehaus an der Delbrücker Südstraße.

Bereits wenig später gingen zahlreiche Notrufe wegen umgestürzter Bäume und weiterer sturmbedingter Schäden ein. Die eingehenden Meldungen wurden von der Einsatzleitung koordiniert und priorisiert und anschließend an die einzelnen Löschzüge verteilt. Bis spät in die Nacht waren die Einsatzkräfte im Einsatz, um Gefahrenstellen zu beseitigen, Verkehrswege freizumachen und die Sicherheit der Bürger wiederherzustellen.

51 Einsatzstellen wurde im der Nacht von Freitag auf Samstag abgearbeitet. Um weitere 18 Einsatzstellen kümmerten sich die Feuerwehrwehrleute am Samstag ab 7 Uhr morgens.

Text: Ralph Meyer, Fotos: Feuerwehr Delbrück

100 Jahre Feuerwehr Lippling – Ein Jubiläum, das begeistert hat


Delbrück-Lippling. Drei unvergessliche Tage liegen hinter dem Löschzug Lippling und dem gesamten Ort. Mit einem großen Jubiläumswochenende hat der Löschzug sein 100-jähriges Bestehen gefeiert und dabei eindrucksvoll gezeigt, was mit ehrenamtlichem Engagement, Gemeinschaftssinn und enormem Zusammenhalt möglich ist.

Schon Wochen und Monate vor dem Fest war spürbar, mit wie viel Herzblut die Vorbereitungen liefen. Unzählige Stunden wurden von den Kameradinnen und Kameraden, den Familien und vielen freiwilligen Helfern investiert, um ein Fest auf die Beine zu stellen, das diesem besonderen Anlass gerecht wird. Dass dies gelungen ist, war am gesamten Wochenende deutlich zu spüren. Immer wieder war von Besucherinnen und Besuchern zu hören, wie beeindruckend die Organisation, die Atmosphäre und das gesamte Erscheinungsbild des Jubiläums gewesen seien. Viele sprachen von einem außergewöhnlichen Fest, das weit über die Ortsgrenzen hinaus in Erinnerung bleiben wird.

Den Auftakt machte am Donnerstagabend die große Malle-Party. Bereits früh füllte sich das Festzelt mit Feiernden aus Lippling und der gesamten Umgebung. Für beste Stimmung sorgte dabei Nancy Franck, die mit ihrer energiegeladenen Bühnenshow und bekannten Partyhits das Publikum schnell mitriss. Im voll besetzten Festzelt wurde ausgelassen gefeiert, getanzt und bis tief in die Nacht gemeinsam der Start in das Jubiläumswochenende eingeläutet. Die Stimmung am ersten Abend hätte kaum besser sein können und machte direkt deutlich, dass dieses Jubiläum etwas ganz Besonderes werden würde.

Der 1. Mai stand im Rahmen des Jubiläums „100 Jahre Löschzug Lippling“ ganz im Zeichen des großen Feuerwehr Familientages und entwickelte sich zu einem außergewöhnlichen Besuchermagneten. Über den gesamten Tag verteilt konnten rund 5.000 Besucherinnen und Besucher auf dem Festgelände begrüßt werden. Familien, Feuerwehrinteressierte sowie zahlreiche Gäste aus der gesamten Region nutzten die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der Feuerwehrarbeit zu werfen und einen abwechslungsreichen Feiertag in Lippling zu verbringen.

Bereits in den Vormittagsstunden herrschte rund um das Gerätehaus und das Festzelt reger Betrieb. Zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge konnten aus nächster Nähe besichtigt werden und sorgten insbesondere bei den jüngeren Gästen für große Begeisterung. Neben den Fahrzeugen des Löschzuges Lippling wurden weitere Einsatzfahrzeuge präsentiert, wodurch die Besucherinnen und Besucher einen umfassenden Einblick in moderne Feuerwehrtechnik und Einsatzabläufe erhielten.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem umfangreichen Familienprogramm. Auf dem gesamten Festgelände wurden vielfältige Attraktionen für Kinder angeboten. Mehrere Hüpfburgen, Kinderschminken sowie die beliebte Spritzwand sorgten den ganzen Tag über für beste Unterhaltung und zahlreiche strahlende Kinderaugen. Viele junge Besucher nutzten mit großer Begeisterung die Gelegenheit, selbst einmal in die Rolle einer Feuerwehrfrau oder eines Feuerwehrmannes zu schlüpfen.

Auch das Deutsche Rote Kreuz beteiligte sich am Tag der offenen Tür und bot ein Reanimationstraining für interessierte Besucherinnen und Besucher an. Dabei konnten wichtige Grundlagen der Ersten Hilfe praxisnah vermittelt und selbst ausprobiert werden. Das Angebot stieß auf großes Interesse und unterstrich eindrucksvoll die enge Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen.

Für die musikalische Unterhaltung sorgte zudem der Musikzug Lippling, der mit einem Platzkonzert für eine stimmungsvolle Atmosphäre auf dem Festgelände beitrug.

Ein weiterer Höhepunkt des Tages folgte am Nachmittag. Mit dem bekannten Kindersänger herrH stand um 15.00 Uhr ein absoluter Publikumsmagnet auf der Bühne des Festzeltes. Bereits lange vor Konzertbeginn füllte sich das Gelände rund um das Festzelt mit zahlreichen Familien und Kindern. Das Festzelt war bis auf den letzten Platz gefüllt und die Begeisterung bei den jungen Besucherinnen und Besuchern entsprechend groß.

Mit seinen bekannten Liedern, viel Bewegung und einer mitreißenden Bühnenshow sorgte herrH für ausgelassene Stimmung und verwandelte das Festzelt in eine große Kinderparty. Gemeinsam wurde gesungen, getanzt und gefeiert. Viele Kinder standen begeistert vor der Bühne und machten bei den Liedern aktiv mit. Der Auftritt war für zahlreiche Familien eines der Highlights des gesamten Jubiläumswochenendes.

Großes Interesse fanden zudem die beiden eindrucksvollen Showübungen, die gemeinsam von der Einsatzabteilung und der Jugendfeuerwehr durchgeführt wurden. Zahlreiche Besucher verfolgten die realitätsnah dargestellten Einsatzszenarien aufmerksam.

Zunächst wurde ein schwerer Verkehrsunfall simuliert, bei dem ein auf der Seite liegender PKW und eine eingeklemmte Person dargestellt wurden. Gemeinsam demonstrierten die aktiven Kameradinnen und Kameraden sowie die Jugendfeuerwehr das strukturierte Vorgehen bei einer technischen Hilfeleistung und zeigten eindrucksvoll die Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehr. Besonders die ruhige und professionelle Vorgehensweise beeindruckte die Zuschauer.

Im Anschluss folgte eine weitere Showübung, bei der ein PKW-Brand simuliert wurde. Unter den Augen der zahlreichen Besucher wurde der Löschangriff aufgebaut und das Feuer erfolgreich bekämpft. Auch hierbei wurde deutlich, mit welchem Engagement die Nachwuchsarbeit beim Löschzug Lippling betrieben wird und wie eng die Jugendfeuerwehr bereits in das Feuerwehrleben eingebunden ist.

Der 2. Mai, bildete den feierlichen und offiziellen Höhepunkt des Jubiläumswochenendes zum 100-jährigen Bestehen des Löschzuges Lippling. Zahlreiche Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, Vertreter aus Politik und Verwaltung, Gastvereine sowie viele Bürgerinnen und Bürger begleiteten die Veranstaltungen und sorgten für einen würdigen Rahmen dieses besonderen Tages.

Den Auftakt der offiziellen Feierlichkeiten bildete um 16:30 Uhr ein feierlicher Gottesdienst in der Pfarrkirche Herz-Jesu Lippling. Gemeinsam wurde dabei auf ein Jahrhundert Feuerwehrgeschichte zurückgeblickt und der Dank für 100 Jahre ehrenamtlichen Einsatz, Zusammenhalt und Verantwortungsbewusstsein zum Ausdruck gebracht. Gleichzeitig gedachte man der verstorbenen Kameraden, die den Löschzug über viele Jahrzehnte hinweg geprägt und mit aufgebaut haben.

Im Anschluss folgte die Kranzniederlegung am Ehrenmal. Besonders emotional wurde es beim großen Zapfenstreich, der den Feierlichkeiten einen eindrucksvollen und würdevollen Charakter verlieh. Viele Gäste verfolgten diesen besonderen Moment in stillem Respekt und zeigten damit ihre Verbundenheit zur Feuerwehr und ihrem ehrenamtlichen Engagement.

Ein weiterer bedeutender Programmpunkt war die Segnung und offizielle Übergabe des bereits in Lippling stationierten Löschfahrzeuges LF 20. Damit wurde nicht nur die moderne Ausstattung des Löschzuges hervorgehoben, sondern auch die wichtige Investition in eine leistungsfähige Feuerwehr für Lippling, Schöning und Steinhorst sichtbar gemacht.

Ab 18:00 Uhr fand im festlich geschmückten Festzelt der offizielle Festakt statt. In verschiedenen Grußworten wurde die Entwicklung des Löschzuges Lippling in den vergangenen 100 Jahren gewürdigt. Dabei standen insbesondere die hohe Einsatzbereitschaft, die starke Kameradschaft sowie die große Bedeutung des Ehrenamtes für die Dorfgemeinschaft im Mittelpunkt. Immer wieder wurde betont, welchen wichtigen Beitrag der Löschzug Lippling seit Generationen für die Sicherheit und das gesellschaftliche Leben in der Region leistet.

Zum Abschluss des offiziellen Festtages wurde noch einmal gemeinsam gefeiert. Ab 20:00 Uhr waren alle Bürgerinnen und Bürger zur großen Zeltparty eingeladen. Mit der Live-Band „Chicago“ und DJ Niklas Sprenger herrschte bis tief in die Nacht beste Stimmung im Festzelt. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, gemeinsam auf 100 Jahre Löschzug Lippling anzustoßen und ein außergewöhnliches Jubiläumswochenende in geselliger Atmosphäre ausklingen zu lassen.

Text und Bilder: Feuerwehr Delbrück – Manuel Brake

Gesamtwehrübung in Schöning

Delbrück-Schöning. Um 13.14 Uhr lösten am Samstagmittag die Meldeempfänger die Einsatzkräfte der Delbrücker Feuerwehr aus und alarmierten die Retter auf das Gelände der Raiffeisen-Centrale in Schöning. Aus dem Silo drang dichter schwarzer Rauch. Insgesamt galten vier Personen in dem Silo als vermisst, eine weitere Person stand außerhalb des Silos. Schnell beorderte Einsatzleiter Ralf Fischer weitere Kräfte auf das weitläufige Gelände. Um 13.56 Uhr lösten die Melder erneut aus: Im Kreuzungsbereich Brakendiek/Sporkallee war es zu einem Unfall unter Beteiligung eines Linienbusses, eines Autos und einer Radfahrergruppe gekommen.

Zunächst kam die Drehleiter an dem Silo der Raiffeisen-Centrale zum Einsatz, um zunächst eine Person zu retten. „Vor allem der beengte Zugang zur Trocknung war eine Herausforderung“, so Wehrführer Heinz Noje, der diese außergewöhnliche Großübung seit einem halben Jahr vorbereitet hat. Parallel gingen mehrere Trupps unter Atemschutz auf die Suche nach den vier Vermissten vor. Gleichzeitig lief die Brandbekämpfung an. Eine Nebelmaschine sorgte für eingeschränkte Sichtverhältnisse, sodass sich die Suche als echte Herkulesaufgabe erwies. Die „Übungspuppen“ wurden nach und nach gefunden, doch Rettung war schwierig. Die realistisch schweren Puppen mussten alle über die Drehleiter gerettet und der medizinischen Erstversorgung zugeführt werden.

Aus zwei Unterflurhydranten sowie über einen Pendelverkehr von der gut einen Kilometer entfernten Ems konnte das Löschwasser an die Einsatzstelle befördert werden. Neben Feuerwehrleuten aller sechs Delbrücker Löschzüge war auch die Rietberger Feuerwehr im Einsatz. Dem simulierten Brand in dem Komplex der Raiffeisen-Centrale war der Löscherfolg schnell anzusehen, sodass der zweite Teil der Alarmübung anlaufen konnte.

„Nachdem die erste Chaosphase des Brandeinsatzes gemeistert war, haben wir uns ein zweites Szenario überlegt. Wir wollten testen, ob die Duplizität der Ereignisse überhaupt sinnvoll zu bewältigen waren“, erläutert Heinz Noje. Um 13.56 Uhr lösten die Melder erneut aus. Im Kreuzungsbereich Brakendiek/Sporkallee war ein Pkw mit einem Linienbus zusammenstoßen. Der Bus war auf die Seite gekippt und hatte dabei eine Radausflüglergruppe teils unter sich begraben. Der Pkw war in einen Wasser führenden Graben geschleudert. Mehrere Personen waren eingeklemmt oder eingeschlossen. Die genaue Personenzahl war zunächst nicht klar. Jörg Hennemeier nahm sich der Herausforderung an. Nach ersten Erkundungen stellte sich heraus, dass 20 Personen beteiligt und teilweise schwerstverletzt waren – eine ManV 50 – Lage wurde ausgelöst. Die beiden Fahrer des Pkws mussten aus dem Cabrio befreit werden. Die beiden Verletzten-Darsteller sorgten für ein absolut realistisches Szenario. Auch im Bus waren einige Personen eingeklemmt. Dort mussten sich die Feuerwehrleute zunächst einen Zugang zu dem (echten) auf der Seite liegenden Linienbus verschaffen. Parallel dazu trafen eine Vielzahl an Rettungsdienstkräften und Notärzten ein. Die besondere Schwierigkeit war, eine Fahrgasse für die Rettungswagen freizuhalten, sodass nach der Priorisierung der Verletzten der Transport in Krankenhäuser erfolgen konnte.

Nach Sichtung durch Notärzte wurden bei acht Personen lebensbedrohliche Verletzungen, bei vier schwere Verletzungen und bei weiteren acht Personen leichte Verletzungen festgestellt. Zunächst wurden zwei Sammelplätze eingerichtet. „Bei einem Realeinsatz wären auch mehrere Rettungshubschrauber vor Ort, aber das war schon eine echte Herausforderung“, so der Leitende Notarzt Martin Terstesse. Für den Transport wurden Rettungs- und Krankenwagen aus dem ganzen Kreisgebiet zusammengezogen. Die Kommunikation unter den Kräften ist bei derartigen Schadenslagen immer eine Herausforderung, die aber gut gemeistert wurde. Nach gut 30 Minuten waren alle Personen befreit und befanden sich in Erstbehandlung.

Insgesamt 400 Einsatzkräften waren an den beiden Übungsszenarien beteiligt. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Tobias Rupprecht war von der Einsatzmotivation und dem Know-How beeindruckt. „Ein solch komplexes Szenario so professionell zu bewältigen, ist sehr beeindruckend. Es gibt immer Kleinigkeiten zu verbessern, aber unter dem Strich ist alles sehr gut gelaufen“, lobte Rupprecht.

Text und Bilder: Ralph Meyer

100 Jahre Löschzug Lippling

Delbrück-Lippling. Ein Jahrhundert gelebtes Ehrenamt, Zusammenhalt und Einsatzbereitschaft. Der Löschzug Lippling der Feuerwehr Delbrück feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses besonderen Jubiläums lädt der Löschzug zu einem großen Festwochenende vom 30. April bis zum 2. Mai 2026 auf den Dorfplatz in Lippling ein.

Der Löschzug Lippling ist heute für das Gebiet des ehemaligen Westerloh zuständig und damit für die Ortsteile Lippling, Schöning und Steinhorst. Aktuell engagieren sich 49 Kameradinnen und Kameraden in der aktiven Einsatzabteilung, 13 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr sowie 15 Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung, ein starkes Fundament für die Sicherheit und das gesellschaftliche Leben vor Ort.

Die Wurzeln der Feuerwehr reichen zurück bis ins Jahr 1926, als der Lipplinger Gastwirt Stefan Körkemeier die Bürger der damaligen Gemeinde Westerloh zur Gründung einer Feuerwehr aufrief. Bereits zur ersten Versammlung traten rund 90 Männer der neuen Wehr bei. Die Alarmierung erfolgte damals über Signalhörner und die ersten Einsätze wurden mit einer Handdruckspritze durchgeführt, die im Ernstfall von Pferden zur Einsatzstelle gezogen wurde.

Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich die Feuerwehr stetig weiter. Von einfachen Anfängen bis hin zu einer modernen und leistungsfähigen Einheit. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte der Neuaufbau, später wurden Fahrzeuge beschafft und die Infrastruktur ausgebaut. Mit der kommunalen Neugliederung im Jahr 1975 entstand aus der Freiwilligen Feuerwehr Westerloh der heutige Löschzug Lippling.

Das Jubiläumswochenende beginnt am Donnerstag, 30. April 2026, mit einer großen „Tanz in den Mai“/Malle-Party im Festzelt auf dem Dorfplatz. Ab 20:00 Uhr sorgt DJ Mambo für beste Stimmung, bevor mit Nancy Franck ein bekannter Malle-Act die Bühne übernimmt.

Für die Veranstaltung sind aktuell noch Vorverkaufskarten zum Preis von 10,00 € erhältlich. Diese sind bei den Mitgliedern des Löschzugs Lippling sowie am Samstag, den 18. April 2026, ab 11:00 Uhr am Gerätehaus erhältlich. Eine Abendkasse (15,00 €) wird angeboten, sofern noch freie Kapazitäten bestehen.

Der Freitag, 1. Mai 2026, steht ganz im Zeichen von Familien, Kindern und einem offenen Einblick in die Feuerwehrarbeit. Ab 11:00 Uhr lädt der Löschzug zum großen Tag der offenen Tür ein. Der Eintritt ist an diesem Tag frei. Der erste offizielle Programmpunkt beginnt um 13:30 Uhr mit dem Platzkonzert des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Delbrück. Im Anschluss erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm unter dem Motto „Feuerwehr zum Anfassen“. So auch die gemeinsame Showübung der aktiven Wehr und der Jugendfeuerwehr, bei der eindrucksvoll das Zusammenspiel der Generationen gezeigt wird.

Für Kinder wird ein umfangreiches Angebot geboten: Neben einem Kinderkarussell, Kinderschminken sowie zahlreichen Spiel- und Mitmachstationen sorgt ein buntes Kinderprogramm für Unterhaltung. Höhepunkt des Nachmittags ist der Auftritt des Kinderliedermachers herrH um 15:00 Uhr. Ergänzt wird der Tag durch ein großes Kaffee- und Kuchenbuffet.

Der Samstag, 2. Mai 2026, steht im Zeichen der Tradition und der Würdigung von 100 Jahren Feuerwehrarbeit. Um 16:30 Uhr beginnt in der Pfarrkirche Herz-Jesu Lippling ein feierlicher Gottesdienst mit anschließender Kranzniederlegung am Ehrenmal sowie einem großen Zapfenstreich. Anschließend folgt die Segnung und offizielle Übergabe des bereits in Lippling stationierten Löschfahrzeug LF 20. Zudem besteht die Hoffnung, dass auch ein neues Tanklöschfahrzeug zu diesem Anlass erstmals präsentiert werden kann, dies ist derzeit noch allerdings nicht abschließend gesichert.

Um 18:00 Uhr folgt der offizielle Festakt im Festzelt (Zugang für geladene Gäste). Ab 20:00 Uhr sind dann alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, bei der großen Zeltparty mit der Live-Band „Chicago“ gemeinsam zu feiern – der Eintritt ist frei.

Die Feuerwehr Delbrück – Löschzug Lippling freut sich darauf, zahlreiche Besucherinnen und Besucher an allen drei Veranstaltungstagen auf dem Dorfplatz in Lippling begrüßen zu dürfen.

Bilder und Text: Feuerwehr Delbrück

Brand in Delbrück

Delbrück (al). Am 03.12.2025 um 16:00 Uhr wurde die Feuerwehr Delbrück mit dem Stichwort F4 – Industriebrand nach Delbrück-Mitte alarmiert.

Vor Ort stellte sich heraus, dass es in einem Wohnhaus zu einem Zimmerbrand gekommen war. Der dichte Rauch hatte sich bereits in eine angrenzende Lagerhalle ausgebreitet und sorgte dort für eine starke Verrauchung.

Kurz bevor der erste Angriffstrupp zur Brandbekämpfung vorgehen konnte, zündete der betroffene Raum schlagartig durch und stand innerhalb kürzester Zeit in Vollbrand.

Um einen möglichen Übergriff der Flammen auf den Dachstuhl auszuschließen, wurde zusätzlich eine weitere Drehleiter der Feuerwehr Rietberg nachalarmiert.

Eine Person wurde durch den Rettungsdienst untersucht und anschließend in ein Krankenhaus nach Paderborn transportiert.

Durch das schnelle und koordinierte Eingreifen aller Kräfte konnte eine weitere Brandausbreitung verhindert werden.

Fotos: Axel Langer / Text: Feuerwehr Delbrück

Save The Date – 100 Jahre Löschzug Lippling

Wir haben was zu feiern – und zwar groß! 🎉
Im nächsten Jahr wird unser Löschzug stolze 100 Jahre alt – und das wollen wir natürlich mit euch zusammen feiern!

Also: Haltet euch den Termin frei, mehr Infos folgen bald.
Wir freuen uns jetzt schon riesig auf euch!👩‍🚒👨‍🚒🚒

Schwelbrand im Spänebunker fordert alle Löschzüge der Feuerwehr Delbrück

Delbrück (al). Am 21.08.2025 gegen 15:30 Uhr wurden wir zusammen mit dem Löschzug Ostenland zu einer unklaren Rauchentwicklung bei einem holzverarbeitenden Betrieb alarmiert.

Vor Ort stellte sich heraus, dass es oberhalb des Maschinenraumes des Spänebunkers im Bereich der Förderschnecke zu einem Schwelbrand gekommen war.

Da sich der Brandherd nur vom inneren des annähernd vollständig gefüllten Silos erreichen ließ, musste der komplette Bunker mit einem Volumen von ca. 200 m³ entleert werden.
Unser Teleskoplader unterstützte die Kameraden, die unter schwerem Atemschutz die Späne herausschschaufelten.

Zum Einsatz kamen im Verlauf des Einsatzes Atemschutzgeräteträger aus allen 6 Löschzügen.
Ein großer Dank geht an die Kreisfeuerwehrzentrale, die uns mit zusätzlicher Atemschutztechnik versorgte.

Nach stundenlanger, schweißtreibender Arbeit konnte die Einsatzstelle schließlich gegen 03:00 Uhr morgens an den Eigentümer übergeben werden.

Fotos / Text: Feuerwehr Delbrück

Verkehrsunfall in Schöning

Schöning (al). Zu einem Verkehrsunfall mit einem eingeklemmten Fahrer eilten Einsatzkräfte der Löschzüge Lippling, Delbrück und Westenholz auf die Straße „Am Sporckhof“ in Höhe der Raiffeisen-Centrale. Ein Transportfahrzeug prallte seitlich gegen einen Straßenbaum und kam rund 50 Meter weiter zum Stillstand. Glücklicherweise konnte sich der 58-jährige Fahrer selber befreien.

Gegen 13.35 Uhr befuhr der 58-jährige mit seinem unbeladenen Mercedes-Transporter die Straße „Am Sporckhof“ aus Richtung Schöning kommend in Richtung Bundesstraße 64. Nach Auskunft der Polizei verlor der Fahrer nach einem medizinischen Notfall auf gerader Strecke die Kontrolle über den 3,5-Tonner und prallte mit der Beifahrerseite rechts gegen einen Straßenbaum. Da der Feuerwehr zunächst ein eingeklemmter Fahrer gemeldet wurden rückten Fahrzeuge von drei Löschzügen aus, allerdings kehrten die Feuerwehrleute aus Delbrück und Westenholz schnell in ihre Gerätehäuser zurück. Mit etwa 15 Kräften sicherten die Feuerwehrleute die Unfallstelle ab und nahmen ausgelaufene Betriebsstoffe auf.

Durch den Unfall zog sich der Fahrer Verletzungen zu und wurde nach notärztlicher Erstversorgung ins St. Vincenz-Krankenhaus in Paderborn gebracht. Der Transport musste abgeschleppt werden. Polizeibeamte vor Ort gehen von einem wirtschaftlichen Totalschaden aus, da auch der Aufbau verzogen ist. Die Schadenshöhe bezifferten sie mit 15.500 Euro. Für die Dauer der Unfallaufnahme und des Abschleppens wurde die Straße „Am Sporckhof“ halbseitig gesperrt und der Verkehr um die Unfallstelle herumgeleitet.

Text und Fotos: Axel Langer

Jahreshauptversammlung Gesamtwehr

Rückschau auf ein arbeitsreiches Jahr zog die Feuerwehr Delbrück im Festzelt der Westenholzer St.-Johannes-Schützenbruderschaft auf dem Schützenplatz am Obernheideweg. 495 Einsätze (ein Plus von 102 im Vergleich zu 2023) mussten die 414 Aktiven in den sechs Löschzügen und den Sondereinheiten bewältigen, berichtete der scheidende Schriftführer Steffen Knapp.


Delbrück-Westenholz. Mit allein 275 Einsätzen dominierte die Technische Hilfe das Einsatzspektrum, das von Blaualgen auf einem Gewässer bis hin Hochwasser-Einsätzen bis zu einem Unfall mit einem umgestürzten Schweinetransporter reichte. In 65 Fällen rückten die Delbrücker Feuerwehrleute zu Brandschutzeinsätzen aus. Blitzeinschlag auf Bauernhof, Verpuffung im Heizungskeller und Vollbrand eines unbewohnten Fachwerkgebäudes lauteten die Einsatzstichworte. 92-mal rückten die Notfallhelfer aus, in 51 Fällen waren es Alarme von Brandmeldeanlagen. In elf Fällen wurden Einheiten aufgrund von Fehlalarmen alarmiert, und in einem Fall war es sogar eine böswillige Fehlalarmierung.

Insgesamt zählt die Delbrücker Feuerwehr 656 Mitglieder – sechs mehr als im Vorjahr. Neben 414 aktiven Kräften tun sechs Mitglieder Dienst in der Unterstützungsabteilung. 89 Mitglieder zählt die Jugendfeuerwehr, 80 die Ehrenabteilung. Der Musikzug Lippling weist 63 Musiktreibende auf, und zehn Mitglieder sind vom aktiven Dienst befreit.

Bei den Nachwuchslöschern erfüllten im vergangenen Jahr 20 Jugendliche die Bedingungen der Jugendflamme 1 und neun die der Jugendflamme 2. Weitere neun erreichten das Leistungsabzeichen.

Im vergangenen Jahr war die Delbrücker Feuerwehr mit sechs Gruppen beim Leistungsnachweis auf Kreisebene am Start, und beim Tag der offenen Tür des Löschzuges Delbrück wurden allein sechs Fahrzeuge neu in Dienst gestellt. Kassierer Dennis Schormann legte seinen ersten Kassenbericht vor, der mit einem Überschuss abschloss. Bei den Wahlen unter Vorsitz von Jörg Rodehutskors wurde Fabian Osdiek als Nachfolger für Schriftführer Steffen Knapp gewählt. Als Vize-Kassierer wurde Niels Lünstroth im Amt bestätigt.

Bürgermeister Werner Peitz betonte in seinem Grußwort, die Delbrücker wüssten, was sie an ihrer Feuerwehr haben. Wörtlich fügte er hinzu: „Wir fühlen uns in guten Händen“. Kreisbrandmeister Stephan Reckhaus sagte, nicht Technik und Taktik, sondern die Menschen machen die Feuerwehr aus. Die Leistungsfähigkeit der Delbrücker Feuerwehr und der gute Ausbildungsstand seien die Garanten, dass die Delbrücker Wehr auch weiterhin als Freiwillige Feuerwehr die zweitgrößte Stadt im Kreis Paderborn schützen darf. Delbrücks Feuerwehr nannte er „einen verlässlichen Partner“.

Nach Fertigstellung der Rettungswache in Delbrück und dem Spatenstich in Salzkotten wird der Kreis weitere Rettungswachen in Borchen, Altenbeken und Bad Wünnenberg in Angriff nehmen, so Reckhaus. Heinz Noje, Leiter der Feuerwehr Delbrück, attestierte der Feuerwehr eine hohe Professionalität. Wörtlich sagte er: „Feuerwehr steht für gelebte Gemeinschaft“.

Mit Feuerwehrehrenzeichen des Landes in Silber für 25-jährige Treue wurden Jacqueline Pleines, Markus Müller, Christian Brüchert, Hans Jörn Kremer, Michael Bolte und Heinz Noje ausgezeichnet. Ehrenzeichen in Gold für 35-jährige aktive Mitgliedschaft erhielten Johannes Fahl, Meinolf Schormann-Diekmann, Frank Hansel, Berthold Schulte, Bernhard Horst, Jürgen Kersting und Josef Meinard.

Mit Ehrennadeln in Bronze des Verbandes der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Delbrück zeichnete Vorsitzender Ralf Fischer Markus Bochnig, Steffen Knapp, Fabian Klaas, Alexander Gaus, Bernhard Lampe und Martina Lahme aus. Die Ehrennadel in Gold erhielt Michael Strunz.

Text und Fotos: Ralph Meyer