Führungskräftefortbildung der ABC Einheiten

Bei einem Besuch der Analytischen Task Force (ATF) Bio bei der Berufsfeuerwehr in Essen fand eine Fortbildungsveranstaltung für Führungskräfte des ABC Zug des Kreis Paderborn statt.


Im theoretischen Teil stellte Andre Schild in gewohnt anschaulicher und launiger Weise die Aufgaben und die Struktur dieser in NRW einzigartigen ATF vor. Im weiteren Verlauf wurden die Einsatzindikationen für die ATF Bio erörtert, die Wege und Stufen der Alarmierung sowie der Ablauf einer Kontaktaufnahme detailliert besprochen.
Ein Schwerpunkt waren die Voraussetzungen für den Einsatz und die Zusammenarbeit vor Ort. Die örtlichen Kräfte der ABC-Einheiten des Kreises Paderborn sind insbesondere bei der Probenahme sowie bei Dekontamination bzw. Desinfektion der Einsatzkräfte gefordert.


Im praktischen Teil ging es um den Umgang mit hochinfektiös erkrankten Patienten, Schutz- und Desinfektionsmaßnahmen für Einsatzkräfte und die hierfür vorgehaltene Ausstattung.
Ergänzend wurde das praktische Vorgehen demonstriert.

Der Leiter der ABC-Einheiten des Kreises Paderborn Matthias Strunz bedankte sich im Anschluss bei Andre Schild und der Berufsfeuerwehr Essen. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass man auch bei diesem speziellen Thema, das sicher nicht zum täglichen Geschäft einer Feuerwehr im ländlich strukturierten Kreis Paderborn gehört, gut gerüstet und vorbereitet ist.
Durch die direkten Kontakte und gemeinsamen Ausbildungen mit den Spezialisten der Analytischen Tasks Force Essen und Dortmund kennt man sich mittlerweile persönlich und kann im Einsatzfall problemlos und zielgerichtet zusammenarbeiten.


Mit einem gemeinsamen Mittagessen am frühen Nachmittag ging die Veranstaltung zu Ende, um gemeinsam die Heimreise anzutreten.


Fotos: ABC Zug

Jahresabschluss der ABC Einheiten

Ihren letzten gemeinsamen Dienstabend gestalteten die ABC-Einheiten des Kreises Paderborn in Hövelhof. Dort wurde das Gefahrgutlager der ehem. Fa. Kaiflex besichtig.


Nach einer kurzen Vorstellung der Saint-Gobain Gruppe und deren Produkte durch den Kameraden Erik Schiermeyer der Feuerwehr Hövelhof konnte der Betrieb in Kleingruppen besichtigt werden.

Besonderes Interesse der ABC´ler weckte das Gefahrstofflager und der Produktionsprozess bei dem eine große Menge Energie zum Einsatz kommt.

Im Anschluss waren die Kameraden der ABC-Einheiten zu Gast im GH Hövelhof, wo der Leiter der ABC-Einheit Matthias Strunz zum Glühwein eingeladen hatte. Er bedankte sich bei den Kameraden für die engagierte Mitarbeit im Jahr 2022 und wünschte allen eine schöne besinnliche Weihnachtszeit im Rahmen Ihrer Familien.


Fotos: ABC Zug

ABC- Erkunder Einsatz in Schwaney

Am Montagmorgen rückte die ABC-Erkundereinheit der Feuerwehr Delbrück zur Unterstützung in den Altenbekener Ortsteil Schwaney aus.


Hier war es bei Arbeiten zur Verlegung von Glasfaserleitungen zu einer Beschädigung einer Gasleitung gekommen. Kameraden der Feuerwehr Altenbeken evakuierten Häuser in der Siedlung im Umkreis des Gaslecks und stellten den Brandschutz sicher, der ABC-Erkunder unterstützte mit Messungen im Umfeld.


Ein Saugbagger legte das Leck im Auftrag des Energieversorgers zur Reparatur frei.


Fotos: Feuerwehr Delbrück

Verpuffung führt zu Gefahrstoffeinsatz

Am Freitagmorgen kam es in einem Betrieb im Schwalbenweg in Delbrück zu einer Verpuffung in einem Versuchsofen.


Da sich zum Zeitpunkt des Ereignisses kein Mitarbeiter in dem Versuchsraum befand, gab es keine Verletzten. Lediglich 2 Mitarbeiter wurden vorsichtshalber für Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht, konnten dieses jedoch nach kurzer ambulanter Behandlung wieder verlassen.


Alarmierte Kräfte, unter Anderem vom Löschzug Delbrück, Löschzug Westenholz, dem ABC Zug sowie Unterstützung der Kreisfeuerwehrzentrale des Kreises Paderborn und der Feuerwehr Paderborn waren im Einsatz. Zum Eigenschutz der vorgehenden Kameraden verblieb ein Rettungswagen an der Einsatzstelle.


Ein Angriffstrupp, geschützt durch CSA (Chemikalienschutzanzüge) und unter PA ging zur Erkundung in das Gebäude vor und stellte fest, dass sich der Stoff, welcher für die Detonation verantwortlich war, durch diese vollständig zersetzt hatte und die Rückstände überall in dem entsprechenden Raum verteilt waren. Der Raum wurde anschließend durch Kräfte mit leichten Chemikalienschutzanzügen versiegelt und das Gebäude wieder frei gegeben.


Zur Dekontamination der eingesetzten Kräfte nahmen Kräfte vom Löschzug Westenholz den dort stationierten Abrollcontainer V-Dekon in Betrieb.


Fotos: Feuerwehr Delbrück

Kreisverbandstag 2019 in Niederntudorf

Deutsches Feuerwehr Ehrenkreuz in Gold für Lothar Mühlbrandt (Delbrück) und Ehrennadel des Verbandes der Feuerwehren im Kreis Paderborn für Jörg Brunnert (Westenholz)


Salzkotten-Niederntudorf. Zum 190. Geburtstag des Löschzugs Niederntudorf gratulierten am Samstag rund 800 Feuerwehrleute aus dem gesamten Kreis Paderborn. Nach der Delegiertenversammlung des Verbandes der Feuerwehren (VdF) im Kreis Paderborn in der Kleeberghalle marschierten Einsatzkräfte, Jugendfeuerwehr und Feuerwehrmusiker durch die Straßen des Salzkottener Stadtteils und legten am Ehrenmal auf dem Friedhof zu den Klängen des Zapfenstreichs einen Kranz nieder.

Vor den rund 200 Delegierten erklärte Verbandsgeschäftsführer Hubert Halsband, dass sich die Mitgliederzahlen (2619 Aktive und 519 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr) im vergangenen Jahr im Vergleich zu den Vorjahren nahezu konstant geblieben sind. Allerdings hätten sich die Einsatzzahlen innerhalb weniger Jahre nahezu verdoppelt. Das hat zur Folge, dass der VdF seine Werbekampagne zur Nachwuchsgewinnung auch in diesem Jahr fortsetzen wird.


Kreisbrandmeister Elmar Keuter erinnerte an verschiedene Großeinsätze des vergangenen Jahres wie das Sturmtief Friederike und die Entschärfung der Luftmine in Paderborn und erklärte, dass solche Einsätze ohne „die beeindruckende gegenseitige kommunale Hilfe und due Landeskonzepte“ nicht machbar seien. Der Kreisbrandmeister erinnerte dabei auch an die wiederholten überregionalen Einsätze des Wasserförderzeuges. Mit Blick auf 51 verletzte Feuerwehrleute im vergangenen Jahr appellierte Keuter, auch weiterhin für eine exzellente Einsatzvorbereitung, Aus- und Fortbildung zu sorgen. Die Feuerwehren forderte er auf, die Möglichkeiten der Unterstützungsabteilungen zu nutzen, um die Einsatzabteilungen zu entlasten. 


Keuter informierte die Delegierten auch über die neuesten Entwicklungen bei den Einheiten zur Abwehr von ABC-Gefahren und der Neuausrichtung der Einheiten für Information und Kommunikation. Im Rahmen der Ausbildung werden 836 Teilnehmer 42 Lehrgänge im Kreisgebiet besuchen. Weiterhin nehmen 1.500 Teilnehmer an vorgeschriebenen Fortbildungen teil.

Beim Digitalfunk sieht der Kreisbrandmeister noch Nachbesserungsbedarf, außerdem werden Krisenstab und Einsatzleitung in die Satellitentelefonie einsteigen. Ebenso sollen Multicopter mit Livebildern aus der Luft die Lagebeurteilung bei ausgedehnten Einsätzen erleichtern. Bei der Bekämpfung großer Wald- und Vegetationsbränden im Land stehen ab 2020 auch drei Hubschrauber der Landespolizei Verfügung. Mit Ausblick auf einen möglichen heißen und trockenen Sommer erinnerte Keuter daran, dass einige Kommunen bereits im vergangenen Jahr Löschwasserprobleme hatten. Auch sollten die einzelnen Feuerwehren Kraftstoffreserven anlegen.


Brandrat Philipp Mantel von der Bezirksregierung Detmold unterstrich, dass Katstrophenschutz ohne Feuerwehren zum Scheitern verurteilt sei. Der Spezilist für Gefahrenabwehr in Ostwestfalen rechnet damit, dass Extremwettereinsätze noch häufiger eintreten werden und intensiver ausfallen werden. Zur Führungsunterstützung von Einsatzleitungen und Führungsstäben bei längeren Einätzen stehen landesweit drei mobile Führungsstellen zur Verfügung.

Je zwei Kreise stellen im Regierungsbezirk Detmold eine Feuerwehrbereitschaft, so dass einschließlich der Stadt Bielefeld 600 Feuerwehrleute in vier Bereitschaften für Einsätze in und außerdem Nordrhein-Westfalens zur Verfügung stehen, so Mantel. Ein weiteres Hochleistungs-Wasserfördersystem als Ergänzung des Systems im Paderborner Land wird im Kreis Minden-Lübbecke stationiert. Eine mobile Netzersatzlage geht in den Kreis Lippe.

Landtagsabgeordneter Bernhard Hoppe-Biermeyer lobte den hohen Anteil der Feuerwehren am „Kulturgut Ehrenamt“. Dabei sprach er vor allem die hohe Professionalität der Einsatzkräfte und deren besondere Verantwortung an.


Landrat Manfred Müller nannte den Verbandstag eine „Demonstration der Einigkeit, der Freiwilligkeit, der Ehrenamtlichkeit, des Einsatzwillens, der Kompetenz und der Bereitschaft zum jederzeitigen Einsatz“. Müller zeigte sich auch zuversichtlich, dass die Feuerwehren auch bei einem möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest im Kreis Paderborn wieder am Zuge wären.


Mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold wurde Stadtbrandinspektor Lothar Mühlbrandt (Delbrück) ausgezeichnet. Ehrenkreuze in Silber gingen am Hauptbrandmeister Hans-Werner Münster (Büren), Brandoberinspektor Manfred Schäfers (Lichtenau) und Brandoberinspektor Robert Siemensmeyer (Paderborn). Feuerwehr-Ehrenkreuze in Bronze erhielten Unterbrandmeister Hermann Nolte (Delbrück), Hauptfeuerwehrmann Wilhelm Westermann (Paderborn), Unterbrandmeister Markus Schwarze (Büren) und Unterbrandmeister Andreas Dietz (Borchen). Mit der Ehrennadel des Verbandes Feuerwehren im Kreis Paderborn wurde Brandoberinspektor Jörg Brunnert (Delbrück) ausgezeichnet.


Quelle: VdF Kreis Paderborn, Ralph Meyer

Verkehrsunfall und Gasaustritt am Freitag

Ein arbeitsintensiver Tag für die Feuerwehr Delbrück endete am Freitagabend gegen 23:00 Uhr.


Zunächst wurde morgens um 7:30 Uhr der Löschzug Lippling und Einheiten vom Rettungsdienst zu einem Verkehrsunfall alarmiert.


Im Kreuzungsbereich Jüdendamm und Westerwieher Straße stießen ein Hyundai und ein Opel Corsa zusammen. Eine Fahrerin wurde leicht, die andere schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht. Es entstand ein geschätzter Schaden von 20.000 Euro, die alarmierten Kameraden vom LZ Lippling sicherten die Einsatzstelle und unterstützten bei der Patientenversorgung.


Gegen 17:00 Uhr wurden zunächst der Löschzug Ostenland, eine Einsatzunterstützung vom Löschzug Delbrück und der ABC Erkunder in den Ortskern von Ostenland alarmiert.

Bei Verlegungsarbeiten von Glasfaserleitungen wurde eine Hauptgasleitung unter der Straße beschädigt und Gas entwich in den Untergrund und war auch auf der Straße wahrnehmbar.


Aufgrund der vorliegenden Lage wurden weitere ABC Erkundungseinheiten der Feuerwehr Paderborn sowie aus dem Kreis Gütersloh hinzugezogen und im gesamten Ortskern laufend Messungen durchgeführt. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auch auf einem direkt am Sperrbereich liegenden Altenheim.

Abwasser- und Oberflächenwasserkanäle wurde in regelmäßigen Abständen überprüft und gemessen.

Insgesamt evakuierte die Feuerwehr rund 80 Anwohner im betroffenen Gebiet, das Altenheim musste nicht geräumt werden.


In Zusammenarbeit mit dem DRK aus Delbrück wurde im Gerätehaus Ostenland eine Anlaufstelle für Anwohner und Einsatzkräfte eingerichtet. Eine medizinische Versorgung sowie Verpflegung wurde sichergestellt. Da die Straßenbeleuchtung aus Sicherheitsgründen abgeschaltet wurde, leuchtete die Feuerwehr den Bereich großflächig aus.


Nach rund 3 Stunden hatte der Energieversorger und ein Tiefbauunternehmen die Leitung an 2 Stellen freigelegt und einen Bypass eingebaut. Damit endete auch der Einsatz für die Feuerwehr, von dem Leck ging von da an keine Gefahr mehr aus.

Im Einsatz waren rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK sowie mehrere Streifenwagenbesatzungen der Polizei.

Neue Schutzanzüge für den ABC-Zug

Die ersten neuen Gebläsefilter-Schutzanzüge des ABC-Zuges konnten beim Dienstabend in der vergangenen Woche erstmalig angelegt werden. Unter der fachkundigen Leitung von Maik Sellemerten, der sich im Vorfeld intensiv mit der Beschaffung, dem Pflichtenheft und der letztendlichen Ausstattung befasst hat, konnten die Kameradinnen und Kameraden des ABC-Zuges die neuen Anzüge beüben. „Das Anlagen – hier insbesondere des Gebläses und der Filter – ist schon etwas anderes als bei unseren älteren Anzügen!“ so die Meinung der Mannschaft. Doch ist auch eine Weiterentwicklung der neuen Anzüge zu erkennen, so ist beispielsweise die bisher immer kritische Einfassung der Handschuh an den Anzug wesentlich besser gelöst.

Senneübung 2018

Am Samstag, den 18.08. durften der Löschzug Ostenland als auch der ABC-Zug an einer Übung auf dem Truppenübungsplatz Senne teilnehmen. Die Übung war in verschiedene interessante Stationen aufgeteilt, zu denen per Karte navigiert werden musste. Ein Thema der einzelnen Stationen waren die Wasserförderung mittels HSF (Hochleistungspumpe des Landes NRW), welches bei der Kreisfeuerwehrzentrale stationiert ist, und durch das THW. An einer weiteren Station schulte die Bundeswehr die Erkennung und die Gefahren von Munition. Die Kraftfahrer wurden bei Fahrten in schwierigem Gelände gefordert und konnten ihre Fahrzeuge besser kennen lernen. Unser ABC-Zug zeigte die Dekontamination von Einsatzkräften unter Chemikalienschutzanzügen (CSA), sowie die Handhabung von Messgeräten. Auch das erst vor einigen Wochen zugeteilte Fahrzug „Dekon P“ wurde mit seinen Möglichkeiten bei der Dekontamination von Einsatzkräften vorgeführt. Die Ehrengäste ließen sich die Aktionen des ABC-Zuges vorführen und zeigten sich beeindruckt vom Leistungsstand sowohl bei Ausrüstung und Ausbildung.

Großübung des ABC-Zuges

Im Rahmen einer Übung konnten die Einheiten der ABC-Züge aus Gütersloh, Höxter und Paderborn sowie Teileinheiten des THW mit Booten auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Würgassen am vergangenen Wochenende ihre Leistungsfähigkeit unter Beweiß stellen.

Übungsziele waren die Verlegung eines Verbandes mit 15 Fahrzeugen – teilweise mit Anhänger – aus dem Sammelraum Ostenland in den Bereitstellungsraum Herstelle. Aus diesem wurden die Kräfte nach einem Mittagessen von der Übungs- bzw. Einsatzleitung des ELW 2 aus Beverungen in die Einsatzstelle beordert. Nach der Einweisung in die Lage durch den Einsatzleiter Matthias Mikus (ABC-Zugführer Höxter) wurden durch die Kräfte die Katastrophenschutzkonzepte Messen, Dekontamination von Personen und Gerät sowie Verletzten in Stellung gebracht.

Die angenommenen Lage war ein Gefahrstoffaustritt im Besucherzentrum des Kernkraftwerks, in dem sich ein Schulklasse aufgehalten hat . Diese wurde durch durch eine Jugendfeuerwehr aus Hessen dargestellt. Hier galt es dieses Szenario abzuarbeiten: Dekontamination der Kinder, Identifizierung des Gefahrstoffes und entsprechende Maßnahmen nzuleiten, Dekontamination der Einsatzkräfte sowie eines in die Einsatzstelle eingefahrenen LKW. Auch Mitarbeiter der Bezirksregierung konnten sich vor Ort von der Leistungsfähigkeit der eingesetzten Kräfte überzeugen und bedankten sich für die Bereitschaft an einem Wochenende diese Konzepte zu beüben.

Im Anschluss an die Übung wurden – bei allerbestem Wetter – das Fahrvermögen der Bootsführer der mitgebrachten THW- Boote unter Beweis gestellt. Auf Einladung des örtlichen Schützenvereins marschierten die Übungteilnehmer im Umzug durch die Gemeinde mit und engagierten sich auch im weiteren Verlauf des Schützenfestes.

Am Sonntagmorgen führte dann der THW-Zugführer Ch. Wiegand zum Hugenottenturm von wo aus dann die herrliche Aussicht auf die Stadt Bad Karlshafen genossen wurde. Zurück ging es dann in Einzelfahrt, sodass alle Kräfte gegen 14 Uhr ihre Standorte erreicht hatten.

Für das persönlich Engagement der Löschgruppe Herstelle, die die Kameraden in der
Sporthalle untergebracht haben und eine Rundumversorgung während der gesamten Übung
sicherstellten bedankten sich die einzelnen Zugführer der Teileinheiten.
„Wir kommen gerne wieder!“ war die einstimmige Meinung aller Übungsteilnehmer.

Führungswechsel und neues ABC Zug-Fahrzeug in Boke

Hubertus Ridder reicht den Zugführerstab an Bernhard Grothoff weiter

 

Neues Fahrzeug des ABC-Zug offiziell in Dienst gestellt

 

Boke (al). Die Segnung des neuen und in Boke stationierten „Dekon-P“-Fahrzeug des ABC-Zug des Kreises Paderborn war der festliche Rahmen um einen Wechsel in der Position des Boker Löschzugführes zu vollziehen. Hubertus Ridder gab sein Amt an Bernhard Grothoff weiter. Mit der offiziellen Indienststellung des 340 PS starken Fahrzeug wird in Boke erstmals nach der Neugründung im Jahr 2005 ein Neufahrzeug stationiert.

 

„Dies ist das erste nagelneue Fahrzeug, dass der Löschzug Boke nach seiner Neugründung im Jahre 2005 erhält. Bislang sind hier immer gebrauchte Fahrzeuge stationiert worden, die vom Löschzug an seine Bedürfnisse angepasst wurden. Das vom Land bereitgestellte Fahrzeug des ABC-Zug im Kreis steht nicht umsonst in Boke. Hier passt es ins Gerätehaus und die Boker Kameraden habe sich vorgenommen das Fahrzeug fachgerecht zu bedienen und umfangreich zu beüben. Bei Euch ist es in guten Händen“, betonte Delbrücks Wehrführer Johannes Grothoffm.

 

Das allradgetriebene Fahrzeug auf Basis eines MAN verfügt über eine Hubbühne, über die komplette Ausstattung eines Dekontaminationsplatzes ab- und aufgeladen werden kann. Dazu zählen unter anderem zwei große Aufenthaltszelte, ein Duschzelt, eine Einpersonenduschkabine, Wasserdurchlauferhitzer, ein dieselbetriebenes Zeltheizgerät, verschiedene Pumpen, ein Stromerzeuger, ein Frischwasservorratsbehälter sowie umfangreiches Elektro- und Beleuchtungsmaterial. Von der Vervollständigung des Ausstattung des ABC-Zug zeigte sich auch ABC-Zugführer Matthias Strunz erfreut.

 

Im Vorfeld der Segnung konnte Pastor Martin Göke die Funktion des Fahrzeug erläutern. „Bei der Freisetzung von chemischen, biologischen oder atomaren Gefahrstoffen wird die Schutzkleidung der Einsatzkräfte kontaminiert. In einer Duschkabine kann die Kleidung gereinigt werden und auch die Personen von gefährlichen Stoffen befreit werden“, so Pastor Martin Göke. „Der Löschzug Boke hat sich die Stationierung des neuen Fahrzeug absolut verdient. Ihr habt euch in den letzten Jahren großes Vertrauen erarbeitet“, wandte sich Bürgermeister Werner Peitz direkt an die Mitglieder des Löschzuges.

 

Außerdem gab Wehrführer Johannes Grothoff noch eine wichtige Personalie bekannt: Aus beruflichen und persönlichen Gründen steht Hubertus Ridder nicht länger als Zugführer zur Verfügung. Seit der Wiedergründung 2005 hatte er in der Führung des Löschzuges mitgearbeitet und sich große Verdienste beim Aufbau des Löschzuges erworben. Nur ungerne lasse er die „verlässliche Bank“, wie Johannes Grothoff es ausdrückte, ziehen. Hubertus Ridder wird den Löschzug auch künftig beim Einsatzdienst unterstützen und dem Löschzug auch künftig erhalten bleiben. Die Mitglieder des Löschzuges wählten Bernhard Grothoff einstimmig zum neuen Zugführer. Im Rahmen der Fahrzeugsegnung wurde er nun ernannt. „Bernhard Grothoff hat die Anfänge der Projektgruppe Boke schon begleitet und ist eine erfahrener Feuerwehrmann. Gemeinsam mit Frank Brüggemeier wird er den Löschzug Boke nun führen“, so Johannes Grothoff. Außerdem konnte er Hans-Jürgen Hering zum Brandmeister befördern.

 

Fotos und Text: A. Langer