Jahreshauptversammlung Löschzug Lippling

Einsatzaufkommen der Lipplinger Feuerwehr steigt auf 101 Einsätze


Lippling (al). Mit 101 Einsätzen mussten die 51 Aktiven des Löschzuges Lippling im vergangenen Jahr deutlich häufiger ausrücken als im Vorjahr. Dabei stieg die Einsatzstundenzahl um rund 150 Stunden auf 1.156 Stunden. 48 Prozent der Einsätze entfielen auf Brandeinsätze. „Oftmals waren dies Einsatz nach ausgelösten Brandmeldeanlagen oder durch in Brand geratene Erntegeräte“, so Schriftführer Manuel Brake in seiner Statistik. Auch die Hilfeleistungen blieben auf hohem Niveau konstant. Hinzu kamen 17 Notfallhelfereinsätze.


Der Löschzug Lippling zählt 51 Aktive, 15 Mitglieder in der Ehrenabteilung und 11 Jugendfeuerwehrleute. Zu den Höhepunkten des Jahres 2022 gehörte die Ausrichtung des Leistungsnachweises, zu dem rund 350 Feuerwehrleute in 44 Gruppen nach Lippling kamen und sich den verschiedenen Aufgaben stellten. „Das war schon eine gute Übung für unser 100-jähriges Jubiläum, das 2026 ansteht“, so Manuel Brake. Zugführer Klaus Ringkamp konnte zahlreiche Gäste in der Gemeindehalle in Lippling begrüßen. Darunter auch die Musiker des Musikzuges, die die Jahreshauptversammlung begleiteten. Bei den Wahlen wurden Manuel Brake als Schriftführer, Patrick Kemper als sein Stellvertreter, Marko Kröning als Kassierer und Christian Engelmeier als sein Stellvertreter einstimmig bestätigt.


Für die große Einsatzbereitschaft und die Zuverlässigkeit bei der Hilfe für Menschen in Not dankte die stellvertretende Bürgermeisterin Anita Papenheinrich. Auch die Familien und Arbeitgeber schloss sie in den Dank mit ein. Als gut organisiertes Aushängeschild bezeichnete der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Ralf Fischer, den Leistungsnachweis. Fischer beklagte eine inzwischen sehr lange Lieferzeit bei Feuerwehrfahrzeugen. Für die aktuelle Beschaffung eines neuen Löschfahrzeuges sind 36 Monate avisiert. Ein weiteres Fahrzeug befinde sich gerade in der Ausschreibung. Fischer dankte Rat und Verwaltung für die Unterstützung bei der Materialbeschaffung.

Mit der Verdienstnadel in Bronze des Stadtfeuerwehrverbandes ehrte Ralf Fischer Manuel Brake, der sich mit großem Einsatz um die Anmeldung zu den Ausbildungskursen kümmere und den Ausbildern immer auf den Füßen stehen würde, damit die Kurse auch angeboten werden. Erstmals führte der neue stellvertretende Feuerwehrchef, Heinz-Josef Noje die Beförderungen durch. Zum neuen Oberfeuerwehrmann wurde Stephan Vinnemeier und Dana-Louise Ringkamp sowie Pascal Rosenblatt zur neuen Feuerwehrfrau, beziehungsweise zum neuen Feuerwehrmann befördert. Zum neuen Sicherheitsbeauftragten wurde Jürgen Sunder ernannt. Mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25 aktive Dienstjahre wurden Sebastian Brake und Ralf Lipsmeier geehrt. Das Feuerwehrehrenzeichen in Gold für 35 Dienstjahre erhielt Michael Ewers.


Text und Bild: A. Langer

Verkehrsunfall Hövelhofer Straße

VW Golf schleudert im Seglingsweg in Vorgarten


Ostenland (al). Zwei verletzte Fahrzeugführer und Sachschaden in Höhe von schätzungsweise 25.000 Euro sind die Bilanz eines Verkehrsunfalles auf der Hövelhofer Straße, in Höhe Seglingsweg. Da zunächst eine eingeklemmte Person gemeldet war, rückten die Löschzüge Ostenland und Delbrück mit gut 40 Einsatzkräften aus. Außerdem wurden ein Notarzt und zwei Rettungswagen an die Unfallstelle beordert.


Der 70-jährige Fahrer eines VW Golf Variant beabsichtigte gegen 16.30 Uhr die Hövelhofer Straße aus dem Strothweg kommend zu überqueren und seine Fahrt im Seglingsweg fortzusetzen. Beim Überqueren der vorfahrtberechtigten Landstraße 822 übersah er einen 67-jährigen, der sich aus Fahrtrichtung Delbrück mit seinem Ford Kuga näherte. Der Kugafahrer konnte dem unerwartet vor ihm auftauchenden Hindernis nicht mehr ausweichen und prallte in Höhe der Hinterachse in die Beifahrerseite des Golf. Der Golf schleuderte herum, durchbrach einen Jägerzaun sowie einen gemauerten Sockel und kam knapp einen Meter unterhalb der Straße im Vorgarten eines Wohnhauses zum liegen. Der Kuga schleuderte um 180 Grad herum und kam auf der Hövelhofer Straße entgegen der ursprünglichen Fahrtrichtung zum Stillstand. Der 67-jährige konnte sich selber aus dem Autowrack beteiligen. Der Golffahrer konnte die Fahrzeugtüren nicht mehr öffnen und wurde in seinem völlig demolierten Fahrzeug eingeschlossen. Feuerwehrleute konnten die Türen schließlich ohne technisches Gerät öffnen und so den 70-jährigen befreien. Nach notärztlicher Erstversorgung wurden beide Männer für weitere Untersuchungen in Paderborner Krankenhäuser eingeliefert.


Außerdem streuten die Feuerwehrkräfte ausgelaufene Betriebsstoffe an dem Kuga ab. Beide Fahrzeuge schätzten Polizeibeamte vor Ort als Totalschaden ein und ließ beide Autos abschleppen. Den Schaden an den Fahrzeugen wie auch am Zaun schätzt die Polizei auf 25.000 Euro. Die Hövelhofer Straße für die Dauer der Bergungsarbeiten und der Unfallaufnahme bis in die frühen Abendstunden voll gesperrt.


Text & Bilder: A. Langer

Verkehrsunfall Lippstädter Straße

Am Donnerstagmorgen prallte ein BWM, besetzt mit 2 Personen, auf glatter Straße vor einen Straßenbaum.


Gegen 09:20 Uhr wurden die Löschzüge Delbrück und Westenholz mit der Meldung, dass eine Person nach einem Verkehrsunfall in ihrem Fahrzeug eingeklemmt sei, alarmiert. Vor Ort bestätigte sich das Meldebild. Ein mit 2 Personen besetzter BMW war auf Schneematsch mit der Beifahrerseite mit hoher Geschwindigkeit vor einen Baum gerutscht. Dabei wurde die Beifahrerin im Fußbereich eingeklemmt.


Die eingesetzten Kameraden befreiten die Patientin mit hydraulischem Rettungsgerät von der Einklemmung und schufen eine große Seitenöffnung für eine schonende Rettung.


Beide Betroffenen wurden Krankenhäusern zugeführt. Zeitgleich kam es aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse zu mehreren Unfällen im gesamten Kreisgebiet, sodass z. B. kurzzeitig die im Kreis Paderborn zur Verfügung stehenden NEF (Notarzteinsatzfahrzeuge) an ihre Kapazitätsgrenze stießen.


Fotos und Text: FW Delbrück

Jahreshauptversammung Löschzug Delbrück

Delbrück (al). In neuem Gewand präsentierte sich die Jahreshauptversammlung des Löschzuges Delbrück in der Stadthalle. „Wir haben die Coronazeit genutzt um den Löschzug digitaler aufzustellen und neue Konzepte zur Einsatzstellenhygiene aber auch zur Versorgung- und Logistik zu entwickeln“, blickte Löschzugführer Ralf Wunderlich auf die zurückliegenden Jahre. Er dankte den Mitgliedern des mit 104 Aktiven zu den größten Löschzügen in Ostwestfalen zählenden Löschzug Delbrück für die große Einsatz- und Ausbildungsbereitschaft.


Deutliche Worte fand Ralf Wunderlich zu den Angriffen auf Einsatzkräfte in der Silvesternacht: „Unsere Demokratie wird leider immer wieder auf die Probe gestellt. Es liegt an der Mitte der Bevölkerung sich gegen solche Auswüchse wie in der Silvesternacht, zu wehren“, so Wunderlich. Beeindruckende Zahlen konnte Schriftführer Jens Liermann in seinem Jahresrückblick präsentieren. Der Löschzug Delbrück zählt mit 100 aktiven Feuerwehrleuten, vier Mitglieder der Unterstützungsabteilung, 19 Mitgliedern der Ehrenabteilung sowie 18 Jugendfeuerwehrleuten nach seinen Angaben zu den größten in OWL. Im Jahr 2022 kehrte das Einsatzniveau mit 257 Einsätzen (164 Hilfeleistungseinsätzen und 93 Brandeinsätzen) zum Vor-Corona-Niveau zurück. Im Jahr 2021 galt es 168 Einsätze abzuarbeiten. „Das letzte Jahr war durch viele kleinere Einsätze gekennzeichnet“, so Jens Liermann. Nach den Neuanschaffungen in den vergangenen Jahren stehen auch für 2023 die Indienststellung neuer Fahrzeuge an. Für Ostern ist ein neuer Wechsellader, für den Spätsommer ein neues Einsatzleitfahrzeug sowie für den Jahresausklang ein neuer Abrollcontainer technische Hilfe angekündigt. Jens Liermann dankte ausdrücklich Rat und Verwaltung für die vorbildliche Unterstützung. Außerdem lobte er das Führungsteam des Löschzuges mit Ralf Wunderlich, Mike Gausemeier, Josef Klocke und Frederic Mühlbrandt: „Einen Löschzug mit 100 Aktiven zu führen ist eine echte Herausforderung. Ihr setzt Euch für jeden einzelnen ein und fördert den Zusammenhalt. Das macht einfach Spaß“, so Jens Liermann.


Lobende Worte fand auch die stellvertretende Bürgermeisterin Anita Papenheinrich: „Die Selbstverständlichkeit, mit der hier Hilfe am Menschen geleistet wird, ist beeindruckend“, so die stellvertretende Bürgermeisterin, die ihr Unverständnis für Zeitgenossen äußerte, die ob nächtlicher Sirenen oder Martinshörner nörgeln. „Da wird Menschen in Notlagen geholfen. Genauso wie in der Silvesternacht“, so Anita Papenheinrich, die mahnte, Gewalt gegen Einsatzkräfte nicht einfach hinzu nehmen und fürchtet, dass die hohe Motivation der Rettungskräfte leiden könnte. Auch Feuerwehrchef Johannes Grothoff zeigte kein Verständnis für die Angriffe auf Einsatzkräfte. „Freiwillig bedeutet, ihr opfert alle Teile eurer Freizeit für den Einsatzdienst. Dafür gilt es euch, aber auch euren Familien zu danken“, so Grothoff. In Bezug auf ein neues Feuerwehrgerätehaus in Delbrück sagte er: „Wir sind auf einem guten Weg und in guten Gesprächen. Es geht vorran“, betonte Johannes Grothoff. Kreistagsmitglied Meinolf Päsch bezeichnete die freiwilligen Feuerwehren als lebendiges Beispiel für das Wir. Für die neue Rettungswache in Delbrück rechnet Meinolf Päsch noch für 2023 mit dem Spatenstich. Bei den Wahlen übernimmt Jens Liermann das Amt des Schriftführers von Martin Helmes und Ingo Sagemüller ersetzt Lukas Koch als zweiter Schriftführer. Bei den Beförderungen wurde Frederic Mühlbrandt zum Brandoberinspektor befördert. Neuer Hauptbrandmeister ist Jens Liermann. Zu Brandmeistern wurden Niklas Sprenger und Steffen Volkhausen befördert. Die Schulterstücke des Unterbrandmeisters erhielten Niklas Güniker, Leonie Strunz und Marek Thiele. Zum Oberfeuerwehrmann wurde Andreas Engels befördert. Zu Feuerwehrmännern wurden Jonas Nehlert, Alexander Strunz, Paul Hagenhoff und Simon Nagfer befördert. Neuer Feuerwehrmannanwärter ist Christian Lessmann. Aus der Feuerwehr Marienloh wurde Tobias Piepenbrock übernommen und Markus Boxberger wurde in die Unterstützungsabteilung aufgenommen. Als Kleiderwart wurde Ralf Depenbusch ebenso wie sein Stellvertreter Marius Potthoff für weitere sechs Jahre ernannt.


Text und Bilder: A. Langer

Küchenbrand in Ostenland

Am Mittwochmittag geriet gegen 12 Uhr eine Küche in Ostenland in Brand.


Mitten im Ortskern hatte sich aus noch ungeklärter Ursache ein Brand auf dem Herd der Küche der Erdgeschosswohnung in einem 2-Parteien Haus entwickelt und sich rasch auf das Mobiliar und die komplette Küche ausgebreitet. Bei Eintreffen der ersten Kräfte hatten bereits alle Bewohner das Haus verlassen bzw. waren nicht zu Hause. Die massive Rauchentwicklung wies den Einsatzkräften schon von Weitem den Weg zur Einsatzstelle.


Somit konnten sich die Kräfte auf die Brandbekämpfung konzentrieren und hatten das Feuer schnell unter Kontrolle. Über ein Fenster sowie im Innenangriff gingen mehrere Trupps gegen den Brand vor. Eine Ausbreitung auf andere Bereiche der Wohnung konnten zwar verhindert werden, jedoch wurde diese durch Rußabschlag und den Rauch unbewohnbar. Nach der Brandbekämpfung wurde die Wohnung gelüftet und freigemessen.


Vor Ort wurde die Bewohnerin der betroffenen Wohnung vom eingesetzten Notarzt gesichtet, musste jedoch nicht in ein Krankenhaus und blieb unverletzt.


Fotos & Text: Feuerwehr Delbrück

Führungskräftefortbildung der ABC Einheiten

Bei einem Besuch der Analytischen Task Force (ATF) Bio bei der Berufsfeuerwehr in Essen fand eine Fortbildungsveranstaltung für Führungskräfte des ABC Zug des Kreis Paderborn statt.


Im theoretischen Teil stellte Andre Schild in gewohnt anschaulicher und launiger Weise die Aufgaben und die Struktur dieser in NRW einzigartigen ATF vor. Im weiteren Verlauf wurden die Einsatzindikationen für die ATF Bio erörtert, die Wege und Stufen der Alarmierung sowie der Ablauf einer Kontaktaufnahme detailliert besprochen.
Ein Schwerpunkt waren die Voraussetzungen für den Einsatz und die Zusammenarbeit vor Ort. Die örtlichen Kräfte der ABC-Einheiten des Kreises Paderborn sind insbesondere bei der Probenahme sowie bei Dekontamination bzw. Desinfektion der Einsatzkräfte gefordert.


Im praktischen Teil ging es um den Umgang mit hochinfektiös erkrankten Patienten, Schutz- und Desinfektionsmaßnahmen für Einsatzkräfte und die hierfür vorgehaltene Ausstattung.
Ergänzend wurde das praktische Vorgehen demonstriert.

Der Leiter der ABC-Einheiten des Kreises Paderborn Matthias Strunz bedankte sich im Anschluss bei Andre Schild und der Berufsfeuerwehr Essen. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass man auch bei diesem speziellen Thema, das sicher nicht zum täglichen Geschäft einer Feuerwehr im ländlich strukturierten Kreis Paderborn gehört, gut gerüstet und vorbereitet ist.
Durch die direkten Kontakte und gemeinsamen Ausbildungen mit den Spezialisten der Analytischen Tasks Force Essen und Dortmund kennt man sich mittlerweile persönlich und kann im Einsatzfall problemlos und zielgerichtet zusammenarbeiten.


Mit einem gemeinsamen Mittagessen am frühen Nachmittag ging die Veranstaltung zu Ende, um gemeinsam die Heimreise anzutreten.


Fotos: ABC Zug

Jahresabschluss der ABC Einheiten

Ihren letzten gemeinsamen Dienstabend gestalteten die ABC-Einheiten des Kreises Paderborn in Hövelhof. Dort wurde das Gefahrgutlager der ehem. Fa. Kaiflex besichtig.


Nach einer kurzen Vorstellung der Saint-Gobain Gruppe und deren Produkte durch den Kameraden Erik Schiermeyer der Feuerwehr Hövelhof konnte der Betrieb in Kleingruppen besichtigt werden.

Besonderes Interesse der ABC´ler weckte das Gefahrstofflager und der Produktionsprozess bei dem eine große Menge Energie zum Einsatz kommt.

Im Anschluss waren die Kameraden der ABC-Einheiten zu Gast im GH Hövelhof, wo der Leiter der ABC-Einheit Matthias Strunz zum Glühwein eingeladen hatte. Er bedankte sich bei den Kameraden für die engagierte Mitarbeit im Jahr 2022 und wünschte allen eine schöne besinnliche Weihnachtszeit im Rahmen Ihrer Familien.


Fotos: ABC Zug

Jugendfeuerwehrtag 2022

Delbrück (al). Eine Rauchwolke stand über einer Lagerhalle am Zaunkönigweg in Delbrück und ließ nichts gutes ahnen. Schon nach kurzer Zeit näherte sich ein Feuerwehrfahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn. „Die Fahrzeughalle der Firma Kösters steht in Vollbrand. Acht Erwachsene und ein Kind werden in der Halle vermisst auch auf dem Außengelände müssen drei geschockte Personen betreut werden“, fasst Jugendfeuerwehrwartin Claudia Löseke zusammen. Glücklicherweise handelt es sich nicht um einen Realeinsatz, sondern ein groß angelegtes Übungsszenario für 74 Mitglieder der Delbrücker Jugendfeuerwehr im Rahmen des Berufsjugendfeuerwehrtag. Gemeinsam mit rund 30 Betreuern rückten die Jugendlichen aus allen sechs Feuerwehrstandorten aus, um den simulierten Brand zu bekämpfen und die Personen zu befreien.

Bei dem Aktionstag besetzen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr die Gerätehäuser für jeweils 24 Stunden und arbeiten in dieser Zeit eine Vielzahl verschiedenster Einsätze von der Beseitigung einer Ölspur über technische Hilfe nach einem Unfall über Erste-Hilfe bis hin zur Brandbekämpfung ab. Höhepunkt des diesjährigen Berufsjugendfeuerwehrtages war die Großübung auf dem Gelände der Gartenbaufirma Kösters in Delbrück. Hier quoll dichter Rauch aus einer großen Fahrzeughalle und eine zunächst unklare Personenzahl hielt sich noch in der Halle auf.

Während sich eine Gruppe mit simuliertem Atemschutz ausrüstete, um zur Menschenrettung in die Halle vorzudringen, bereiteten weitere Jugendliche einen Löschangriff vor und bauten auch eine Wasserversorgung auf. Eine Sammelstelle für die vermissten Personen wurde ebenfalls vorbereitet. Hier sollten die Personen betreut und gegebenenfalls medizinisch versorgt werden. Nach und nach wurden die Personen gefunden, einige konnten aus dem Gebäude herausgeführt werden, andere mussten getragen werden. Wie bei einem Realeinsatz wurden Einsatzabschnitte gebildet und Zuständigkeiten abgestimmt. Nach knapp 45 Minuten war die Lage unter Kontrolle. Es stellte sich heraus, dass sich acht Erwachsene und ein Kind in der Halle aufhielten. Drei weitere, von einem massiven Schock betroffene Personen hielte sich außerhalb der Halle auf und banden weitere Kräfte, die diese Personen intensiv betreuen mussten.

„Für uns bestand die Schwierigkeit, dass aktuell viele Jugendlich noch nicht so lange bei der Jugendfeuerwehr dabei sind und wir sie mit den Aufgaben nicht überfordern wollen. In eine verrauchte Halle zu gehen, muss man sich auch erstmal trauen. Immerhin sieht man fast nichts. Man hat bei einigen Jugendlichen den Respekt vor der Aufgabe schon gemerkt“, hatten Claudia Löseke und Dennis Schmidt mit einem ganzen Team die Übung vorbereitet. Insgesamt 74 Jugendliche ab 12 Jahren nahmen an der Übung teil. Für einige Löschzüge bildete die Großübung den Abschluss des Berufsfeuertages, für andere war die Übung der Auftakt für ihren Aktionstag. „Unser Dank gilt der Firma Kösters, die uns ihr Firmengelände für die Übung zur Verfügung gestellt hat“, so Claudia Löseke.

Text und Fotos: A. Langer

Tierrettung in Steinhorst

Am Montagvormittag kam es in Steinhorst zu einem nicht alltäglichen Einsatz.


Am Steinhorster Becken steckte ein Schaf im Matsch fest und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien.


Kameraden vom Löschzug Lippling und die Besatzung des KEF vom Löschzug Delbrück sicherten zunächst den Bereich mit Steckleiterteilen gegen das eigene Einsinken um dann das Tier mittels Schüppen und Spaten frei zu legen. Das Schaf überstand die Aktion zwar dreckig, aber augenscheinlich unverletzt.


Fotos: Feuerwehr Delbrück

Dachstuhlbrand in Ostenland

Am Sonntagvormittag geriet in Ostenland im Drosselweg der Dachstuhl eines Einfamilienhauses in Brand.


Um kurz vor 11 Uhr wurden die Löschzüge Ostenland und Delbrück zu dem brennenden Objekt alarmiert. Dort stand im rückwärtigen Bereich des Hauses ein Balkon in Vollbrand. Das Feuer mit massiver Rauchentwicklung hatte bereits auf den Dachstuhl und den angrenzenden Innenbreich des Obergeschosses übergegriffen. Bei Eintreffen der ersten Kräfte hatten jedoch schon alle Bewohner das Haus verlassen.


Mehrere Trupps im Innen- sowie über Steckleitern im Außenangriff gingen gegen den Brand vor. Von Außen wurde das Dach an mehreren betroffenen Stellen geöffnet, um besser an den Brandherd zu gelangen. Im Innenbereich und auf dem Balkon musste die Deckenverkleidung entfernt werden. Eine Katze konnte aus dem Haus gerettet werden.


Laut ersten Polizeiaussagen brach der Brand im Bereich des Balkones aus, der Brandort wurde für weitere Ermittlungen beschlagnahmt. Um 12:30 Uhr beendeten die ersten der insgesamt rund 60 eingesetzten Kräfte den Einsatz.


Fotos: A. Langer