Verkehrsunfall in Westenholz

Drei verletzte Fahrzeuginsassen und zwei Pkw´s mit wirtschaftlichen Totalschäden sind die Bilanz eines Verkehrsunfalls am Montag Abend mitten in Westenholz. Die Ortsdurchfahrt musste für gut 90 Minuten für den Verkehr gesperrt werden. Den Sachschaden schätzten Polizeibeamte vor Ort auf rund 20.000 Euro.

Gegen 19.30 Uhr beabsichtigte eine 55-jährige Fahrerin eines Audi A3 aus Richtung Delbrück kommend von der Westenholzer Straße in Höhe des Abzweigs Suternstraße nach links auf den Parkplatz eines Restaurants abzubiegen. Dabei übersah sie einen aus Richtung Mastholte sich nähernden 5er BMW und nahm diesem die Vorfahrt. Der Audi prallte frontal in Höhe der Vorderachse gegen den BMW, drückte diesen auf den Bürgersteig wo der BMW-Kombi zum Stillstand kam. Der BMW wurde von einem 33-jährigen gefahren. Mit im Fahrzeug befand sich ein 37-jähriger Beifahrer. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte der Audi um 180 Grad herum und blieb völlig zerstört auf der Westenholzer Straße liegen. Alle drei Fahrzeuginsassen hatten großes Glück: Sie konnten sich selber aus ihren Fahrzeugen befreien. Nachdem sie mit Rettungstransportwagen aus Delbrück und Rietberg mit leichten Verletzungen in Krankenhäuser nach Lippstadt und Rheda-Wiedenbrück gebracht wurden, konnten alle drei Unfallbeteiligten die Krankenhäuser noch am Abend nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. Unter der Einsatzleitung von Stefan Schormann-Diekmann rückten rund 20 Feuerwehrleute aus Westenholz an die Unfallstelle mitten im Dorf aus. Sie betreuten zunächst die verletzten Personen, sicherten die Unfallstelle ab und streuten anschließend große Mengen ausgelaufener Betriebsstoffe ab. Beide Fahrzeuge mussten mit Totalschäden abgeschleppt werden. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf etwa 20.00 Euro. Für die Bergung der Fahrzeuge und die Unfallaufnahme blieb die Westenholzer Straße zwischen dem Malvenweg und der Suternstraße bis gegen 21 Uhr gesperrt.

Text und Fotos: Axel Langer

Verkehrsunfall in Lippling

Lippling (al). Zwei schwerverletzte und vier verletzte Fahrzeuginsassen sowie Sachschaden in Höhe von schätzungsweise 20.000 Euro ist die Bilanz eines schweren Verkehrsunfalls im Kreuzungsbereich Kaunitzer Straße / Zur alten Kapelle in Lippling. Zwei Fahrzeuge wurden bei dem Frontalzusammenstoß komplett zertrümmert.

Gegen 19.15 Uhr beabsichtigte ein 22-jähriger mit seinem Opel Astra aus Richtung Delbrück kommend von der Kaunitzer Straße nach links in die Straße „Zur alten Kapelle“ abzubiegen. Nach Angaben der Polizei stoppte er vermutlich auf dem Linksabbiegerstreifen. Mit im Fahrzeug befand sich eine 32-jährige Frau. Der 22-jährige setzte den Abbiegevorgang fort und übersah dabei einen mit vier Personen besetzten Nissan Qashaqi, der sich aus Richtung Steinhorst dem Abzweig näherte. Der Nissan wurde von einem 63-jährigen gefahren. Mit im Fahrzeug befanden sich seine Ehefrau sowie die beiden 7 und 4 Jahre alten Enkelkinder, die sich gut gesichert auf der Rückbank befanden. Im Kreuzungsbereich prallten beide Fahrzeuge frontal gegeneinander oder blieben mit Totalschaden liegen.

Der Löschzug Lippling eilte mit 35 Kräften an die Einsatzstelle. Außerdem wurden Rettungswagen aus Delbrück, Hövelhof, Salzkotten, Schloß Neuhaus und Verl sowie zwei Notärzte, die leitende Notärztin und der organisatorische Leiter Rettungsdienst an die Unfallstelle entsandt. Gemeinsam übernahmen sie die medizinische Erstversorgung der sechs Verletzten, die sich alle selber aus den Fahrzeugwracks befreien konnten. Beide Fahrzeugführer zogen sich schwere Verletzungen zu. Die Feuerwehrkräfte stellten vor Ort den Brandschutz sicher und unterstützten den Rettungsdienst bei der Versorgung und Betreuung der Verletzten. Alle Verletzten wurden in Krankenhäuser nach Paderborn, Lippstadt und Verl gebracht.

Die beiden Fahrzeuge wurden mit wirtschaftlichem Totalschaden abgeschleppt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 20.000 Euro. Für die Versorgung der Verletzten, das Abschleppen der Fahrzeuge sowie die Unfallaufnahme blieb die Kaunitzer Straße bis in den späten Abend voll gesperrt.

Kaminholz fängt in Kulturtreff an zu brennen

Delbrück (al). Zu einer unklaren Rauchentwicklung wurde am Vorabend des Heiligen Abend die Delbrücker Feuerwehr um 18.13 Uhr in die Innenstadt gerufen. In einem Kulturtreff am historischen Kirchplatz hatte Kaminholz Feuer gefangen. Schnelles Eingreifen der Feuerwehr verhinderte einen größeren Brand an schwer zugänglicher Stelle.

Das Scheitholz war in einem Warmhaltefach eines Kaminofens oberhalb der Brennkammer aufbewahrt. Der Kamin war in Betrieb und durch die aufsteigende Wärme entzündete sich das Holz. Die Rauchentwicklung löste in dem historischen und mehrere Jahrhunderte alten Fachwerkhaus die Rauchmelder aus. Die Bewohnerin der Dachgeschosswohnung hörte den Rauchmelder und nahm gleichzeitig Brandgeruch aus dem im Erdgeschoss gelegenen Kulturtreff wahr. Unverzüglich alarmierte sie die Feuerwehr. Rund 45 Feuerwehrleute des Löschzuges Delbrück rückten an den Kirchplatz aus. „Das ging richtig fix. Ich hatte die Lage kaum erkundet, da standen auch schon die ersten Einsatzkräfte unter Atemschutz zur Verfügung. Großes Kompliment“, war Einsatzleiter Johannes Grothoff über das schnelle Eintreffen sehr froh und lobte die schnelle und richtige Reaktion der Bewohnerin.

Mit einem Kohlendioxidlöscher wurde dem Entstehungsbrand schnell ein Ende bereitet und die Brandlast aus den Räumlichkeiten des gerade erst frisch sanierten Kulturtreffs ins Freie gebracht. Anschließend wurden die Räume gründlich belüftet und mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Verletzt wurde glücklicher weise niemand. Nach knapp 45 Minuten konnten die Feuerwehrkräfte wieder abrücken.

Zwei neue Gerätewagen Logistik für die Feuerwehr Delbrück

Ostenland/Bentfeld. Es ist für Feuerwehrleute immer ein besonderer Moment, ein neues Fahrzeug in Empfang zu nehmen. Einen bislang in der Geschichte der Delbrücker Feuerwehr einmaligen Moment konnten nun einige Feuerwehrleute aus Ostenland und Bentfeld erleben.Sie holten zwei fast identische neue Gerätewagen Logistik beim Hersteller in Rendsburg (Schleswig-Holstein) ab und überführten die nagelneuen Einsatzfahrzeuge nach Delbrück. Am Feuerwehrgerätehaus in Ostenland nahm der Leiter der Feuerwehr, Johannes Grothoff, die Neuankömmlinge in Empfang. Die Stadt investiert mit den Fahrzeugen etwa 760.000 Euro in den Schutz der Bevölkerung.

„Das sind richtig tolle Fahrzeuge. Die Konzepte für die Fahrzeuge wurden in den Löschzügen erarbeitet. Hier hat man sich viele Gedanken gemacht. Dafür herzlichen Dank an alle Beteiligten“, ist Johannes Grothoff begeistert. In Ostenland wird der Gerätewagen Bestandteil des Wassertransportzuges, in Bentfeld ist der neue 17-Tonner Teil des Wasserrettungszuges. Beide Fahrzeuge verfügen über einen 320 PS starken Motor, besitzen einen Allradantrieb und sind geländegängig. Der Hersteller Ziegler hat jeweils auf einem Scania-Fahrgestell fast identische Gerätewagen aufgebaut. Beide Fahrzeuge bieten sechs Feuerwehrleuten in der Fahrerkabine Platz.

Allerdings gibt es beim Ausbau der beiden Fahrzeuge kleine Unterschiede. So verfügt das Ostenländer Fahrzeug über ein seitliches Fach, in dem 1300 Meter B-Schläuche zusammengekoppelt verlastet sind. Diese können im Einsatzfall bei langsamer Fahrt ausgerollt werden. „Das bringt große Zeitersparnis, wenn im Einsatz eine lange Wegestrecke mit Schlauchleitungen aufgebaut werden muss“, sagt Ostenlands Zugführer Peter Bathe. Auf der Ladefläche verfügen beide Fahrzeuge über ein separates Gerätefach sowie eine große Ladefläche mit Ladebordwand. Bis zu fünf Rollcontainer finden in den Fahrzeugen Platz. Weitere B-Schläuche sind in einem der Container verladen. Außerdem sind Materialien zur Beseitigung von Ölspuren sowie ein Container mit Gerätschaften zum Hochwasserschutz wie Tauchpumpen und Flitschen dabei. Beide Fahrzeuge verfügen über eine LED-Umfeldbeleuchtung.

Mit der Anschaffung der beiden Gerätewagen Logistik folgt die Stadt den Anforderungen des aktuellen Brandschutzbedarfsplanes. Die Planung der Fahrzeuge hat vor drei Jahren begonnen. „Wir haben uns verschiedene Fahrzeuge angesehen und Ideen gesammelt. Daraus kristallisierte sich dann ein Konzept für die Fahrzeuge heraus“, freut sich auch Bentfelds Zugführer, Stefan Peitz, über die Verstärkung im Fuhrpark. Der Ostenländer Gerätewagen steht künftig in einer Halle im Gewerbegebiet Osterloher Straße und wird im zweiten Abmarsch besetzt. „Das Fahrzeug ist für unser Gerätehaus einfach zu groß und kann erst im neuen Gerätehaus vor Ort stationiert werden“, sagt Peter Bathe.

Text/Foto: Axel Langer

Löschzug Ostenland spendet im Doppelpack

Gleich zwei symbolische Spendenschecks in Höhe von jeweils 500 Euro konnte der Löschzug Ostenland in diesen Tagen übergeben. Zum einen unterstützt der Löschzug die Gestaltung des neuen Dorfplatzes in Ostenland. Hier gehen 500 Euro an die Dorfwerkstaat des Heimatvereins Ostenland. Weitere 500 Euro kommen den Betroffenen der Flutkatastrophe zu Gute. Das Geld wird der Feuerwehr in Schleiden im Kreis Euskirchen zur Verfügung gestellt. Die Schleidener Feuerwehr war im Sommer schwer von den Wassermassen betroffen. Diese Spende wird von der Feuerwehr zum Wiederaufbau eingesetzt. „Wir setzen damit ein Zeichen der Solidarität, vor Ort, aber auch in den Hochwassergebieten“, so Löschzugführer Peter Bathe. Die Spenden stellten für den Löschzug Ostenland der Zugführer Peter Bathe (von links), Kassierer Dietmar Neiske, Schriftführer Stefan Großekämper und der stellvertretende Zugführer Jörg Rodehutskors bereit. al / Foto: Axel Langer

Hohe Auszeichnungen beim Leistungsnachweis

Am vergangenen Samstag konnten sich die Feuerwehren des Kreises Paderborn beim Leistungsnachweis am Airport-Forum am Flughafen Paderborn/Lippstadt coronakonform messen. Dabei galt es verschiedene Disziplinen zu absolvieren. Dazu gehören ein Löschangriff an einer offenen Wasserentnahmestelle, Knoten und Stiche, eine Übung zur Ersten Hilfe sowie das Beantworten von Fragen zu feuerwehrtechnischen Themen sowie zum Allgemeinwissen.

Die Löschzüge der Feuerwehr Delbrück waren mit mehreren Gruppen vor Ort und legten die Prüfungen erfolgreich ab. Ganz besondere Auszeichnungen wurden an die Gruppe des Löschzuges Ostenland verliehen. Der ehemalige Löschzugführer Paul Bathe nahm bereits zum 40. mal erfolgreich an den Wettkämpfen teil. Auch Jens Fortmeier von der Ostenländer Wehr konnte mit der 30. Teilnahme ein Jubiläum feiern.

Ostenländer Feuerwehr bei 75 Einsätzen im Jahr 2020 gefordert

Ostenland (al). Eigentlich würde in diesen Tagen die Jahreshauptversammlung des Löschzuges Ostenland stattfinden, eigentlich. Durch die Coronavorgaben können nicht alle Teile der Versammlung stattfinden. Wahlen, Beförderungen sowie die Kassenberichte finden hoffentlich im Laufe des Jahres statt. Den Jahresbericht und einen Film sowie ein paar Leckereien konnten jetzt coronaconform an die Feuerwehrleute der aktiven Abteilung sowie der Ehrenabteilung übergeben werden. „Wir möchten mit dieser Form der Versammlung allen eine kleine Freude machen und ein Zeichen setzen, dass es immer irgendwie weiter geht“, so Löschzugführer Peter Bathe.

Ein achtköpfiges Vorbereitungsteam hatte die Jahreshauptversammlung „to go“ vorbereitet. Den Jahresbericht geschrieben sowie einen filmischen Jahresrückblick zusammengestellt. Ein wenig „Marschverpflegung“ war ebenfalls in den Tüten enthalten, die die Feuerwehrleute am „Drive in“ rund um das Ostenländer Feuerwehrgerätehaus abholen konnten. Außerdem erhielten die Mitglieder der aktiven Abteilung als besondere Überraschung neue Softshell-Jacken ausgehändigt. „Die Versammlung wie auch die neuen Jacken sind durch finanzielle Unterstützung zahlreicher Sponsoren sowie unserer Fördermitglieder möglich“, dankt der stellvertretende Zugführer Jörg Rodehutskors für die tolle Unterstützung.

Der von Sven Tewes und Stefan Großekämper zusammengestellte Jahresbericht weist für das Jahr 2020 insgesamt 75 Einsätze aus. Dabei wurden 1.594 Stunden im Einsatz absolviert. Schwerpunkte des Einsatzgeschehens waren die Beseitigung von Sturm- und Unwetterschäden sowie verschiedene Brandeinsätze. Im Vergleich zu anderen Jahren wurden allerdings nur relativ wenige Stunden für die Aus- und Fortbildung gezählt. Coronabedingt wurden Dienstabende zeitweise ausgesetzt und Lehrgänge verschoben, um eine mögliche Ansteckung mit Corona zu verhindern. 953 Stunden wurden hier gezählt. Auf hohem Niveau blieben allerdings die Stundenzahlen für die Wartung und Reinigung der Fahrzeuge, der Geräte und des Gerätehauses. Hier trugen die Ostenländer Feuerwehrleute 1.533 Stunden zusammen. Insgesamt kamen unter dem Strich 4.080 Stunden im Dienst für den Nächsten zusammen. Der Löschzug Ostenland zählt 61 Mitglieder im aktiven Dienst, davon fünf Frauen. In der Alters- und Ehrenabteilung sind 20 Feuerwehrleute organisiert und die Jugendfeuerwehr zählt 14 Mitglieder, davon ein Mädchen.

Alle weiteren Regularien der Jahreshauptversammlung sollen, wenn möglich, im vierten Quartal nachgeholt werden.

Text und Fotos: Axel Langer

Neues HLF 20 und neuen Kommandowagen in Dienst gestellt

Boke (al). Für die 37 Mitglieder des Löschzuges Boke war es ein großer Tag: Nicht nur dass Ehrungen und Beförderung der im Frühjahr ausgefallenen Jahreshauptversammlung im festlichen Rahmen nachgeholt werden konnten oder der neugegründete Löschzug im Jahr 2005 seinen Dienst aufnahm, auch zwei neue Feuerwehrfahrzeuge konnten gesegnet und offiziell in Dienst gestellt werden. „Die Indienststellung war eigentlich im Rahmen eines Tages der offenen Tür geplant, doch musste dieser auf Grund der Coronasituation abgesagt werden“, so Löschzugführer Bernhard Grothoff-Wessels. In die beiden Fahrzeuge investierte die Stadt 420.000 Euro.

Dabei war die Beschaffung des neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges 20 (HLF 20) eine Besondere: „Wir durften erst 2018 ein Großfahrzeug in Dienststellen. Die Neubeschaffung des HLF war ursprünglich mal für 2016 geplant, wurde dann aber ins Jahr 2021 verschoben. Nur wenige Wochen nach der Indienststellung des ersten Fahrzeuges erlitt das 28 Jahre alte Einsatzfahrzeug einen Defekt an der Achsaufhängung. Eine Reparatur wäre unwirtschaftlich gewesen. Glücklicherweise konnten wir binnen weniger Wochen ein neuwertiges Vorführfahrzeug erwerben. Angesichts von 24 Monaten Lieferzeit ein echter Glücksfall. Allen daran beteiligten gilt mein Dank. Wir sind stolz, dieses hochmoderne Fahrzeug bekommen zu haben“, erläuterte Bernhard Grothoff-Wessels die Hintergründe des neuen HLF. Das Fahrzeug verfügt über einen 2.000 Liter Löschwasser fassenden Tank sowie einen Tank für 120 Liter Schaumlöschmittel. Die Pumpe verfügt über eine Pumpleistung von 3.000 Liter Wasser pro Minute. Als einziges Löschfahrzeug in Delbrück verfügt es über ein automatisches Schaumzumischsystem. Beladen ist das HLF mit Technik für die Brandbekämpfung genauso wie für die technische Hilfeleistung. Die Kabine bietet Platz für neun Feuerwehrleute. Am Heck führt das HLF eine Verkehrssicherungshaspel sowie eine Schlauchhaspel mit. Auf dem Fahrzeug ist außerdem ein mobiler Schaum- / Wasserwerfer sowie das Beleuchtungssystem Powermoon verlastet.

Planmäßig konnte im Jahr ein neuer Kommandowagen beschafft werden. Das Fahrzeug auf Basis eines Mercedes Sprinter verfügt über eine umfangreiche funktechnische Ausstattung und als Einsatzleitfahrzeug. Zudem ist das Fahrzeug mit Messsystemen ausgestattet, mit denen Radioaktivität aufgespürt werden kann und verschiedene Gefahrstoffe gemessen werden können. Der Kommandowagen ist Teil des kreisweiten Messzuges und gehört auch zum Warnzug des Kreises Paderborn. Zu diesem Zweck kann kurzfristig eine mobile Warnanlage installiert werden. „So kann die Bevölkerung durch Sprachdurchsagen und verschiedene Sirenensignale gewarnt werden“, erklärte Bernhard Grothoff-Wessels. „Nach 17 Fahrzeugen in 15 Jahren stellen die neuen Fahrzeuge für uns ein Sahnehäubchen dar“. Wehrführer Johannes Grothoff versprach, die neuen Fahrzeuge immer sorgsam zu pflegen um den Menschen einen größtmöglichen Schutz zu bringen. „Auch die Vorgängerfahrzeuge waren in Boke in guten Händen. Es macht mich Stolz was hier in 15 Jahren entstanden ist“, so Johannes Grothoff.

In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Werner Peitz, dass der Feuerschutz und die Gefahrenabwehr eine Pflichtaufgabe der Kommune sei. Dieser Aufgabe stellten sich die freiwilligen Kräfte mit hoher Motivation, Engagement und viel Fachwissen. „Dazu braucht die Feuerwehr eine zeitgemäße Ausstattung um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden“, lobte Peitz die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute. Pastor Martin Göke unterstich in seiner kurzen Predigt das wirken zum Wohl der Bevölkerung, ehe er Fahrzeuge und Feuerwehrleute segnete.

Geehrte und Beförderte des Löschzuges Boke:

Mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25-jährige Mitgliedschaft bei der Feuerwehr wurde Unterbrandmeister Frank Jürgensmeier geehrt. Zum Oberbrandmeister wurde Jens Yanik, Rebekka Wübbe und Mike Achtzehn zu Unterbrandmeistern, Svea Puls zur Oberfeuerwehrfrau, Florian Schuszter zum Oberfeuerwehrmann sowie Rene Mielemeier, Daniel Peitz, Malte Puls und Dustin Scharley nach Übernahme aus der Jugendfeuerwehr zu Feuerwehrmännern befördert. Außerdem wurde Jens Yanik für sechs Jahre zum Gerätewart Atemschutz und Florian Schuszter für sechs Jahr zum stellvertretenden Gerätewart Atemschutz ernannt. Neue Dienstgradabzeichen erhielten die beiden Löschzugführer Bernhard Grothoff-Wessels und Frank Brüggemeier. (al)

Jahreshauptversammlung LZ Bentfeld

Bentfeld (al). „Wenn der Löschzug Bentfeld angefordert wird, folgt ein sehr professioneller Auftritt. Das wurde bei einer Vermisstensuche in Rheda-Wiedenbrück in den letzten Tagen erst wieder deutlich. Ihr seid für ein kleines Dorf wie Bentfeld mit 1.350 Einwohnern ein sehr starker Löschzug“, brachte Wehrführer Johannes Grothoff lobende Wort mit zur Jahreshauptversammlung des Löschzuges Bentfeld im Haus Nolte.

Zugführer Stefan Peitz konnte neben den 47 Aktiven des Löschzuges zahlreiche Förderer und Ehrengäste begrüßen. „Mein Dank gilt allen Kameradinnen und Kameraden für ihren zuverlässigen Einsatz und die vielen zusätzlichen Aufgaben, die von Euch übernommen werden“, wandte sich Stefan Peitz an die Feuerwehrmitglieder. In den letzten Monaten konnte gleich vier Quereinsteiger sowie ein Mitglied aus der Jugendfeuerwehr beim Löschzug begrüßt werden. Im Jahr 2019 wurde die fachkundige Hilfe bei 57 Einsätzen gefordert. Schwerpunkt waren dabei die Technischen Hilfeleistungen sowie Brandsicherheitswachen bei Veranstaltungen im Dorf. Insgesamt 912 Einsatzstunden kamen so zusammen. Weitere 2.060 Stunden kamen durch Ausbildung und Dienstabende zusammen. „Im Durchschnitt sind dies 64 Stunden oder acht Arbeitstage pro Person“, stellte der stellvertretende Schriftführer Moritz Zwingmann fest.

In seinem Kassenbericht konnte Meinolf Neiske berichten, dass Kleidung für die Feuerwehrleute ebenso angeschafft wurden wie ein Rednerpult. Die Kasse des Fördervereins wies ein kleines Plus aus. „Der Feuerwehren im Delbrücker Land sind immer bereit, Menschen Hilfe zu bringen. Davon habe ich mich bei Orkantief Sabine selber überzeugt“, unterstrich Bürgermeister Werner Peitz in seinem Grußwort. Die vorsorglich besetzten Gerätehäuser war er selber abgefahren. „Ihr tretet Tag für Tag den Beweis an, dass der Löschzug absolut lebendig ist und auch in der Dorfgemeinschaft Verantwortung übernimmt“, so Peitz. Die Einsätze forderten immer mehr Spezialwissen, das sich auch in der Komplexität der Fahrzeugausrüstung wiederspiegelt. „Der Einsatz der Feuerwehrleute verdient unser aller Respekt“, betonte Werner Peitz, der auch zur Gefahr durch das Coronavirus Stellung nahm. „Wir haben für den Fall der Fälle vorsorglich einen kleinen Krisenstab gebildet. Wichtigster Bestandteil der Vorsorge ist regelmäßiges Händewaschen. Ab Montag werden wir auf der Homepage der Stadt weitere Verhaltenshinweise veröffentlichen. Außerdem verzichten die Mitarbeiter der Stadtverwaltung aktuell auf den Handschlag“, gab Peitz erste Vorsichtsmaßnahmen bekannt.

Wehrführer Johannes Grothoff stellte die funktionierende Dorfgemeinschaft heraus. „Hier kümmert man sich umeinander und verlässt sich auf den anderen und vor allem auf die Feuerwehr. Dass auf Euch Verlass ist, zeigt auch die Stationierung des neuen Löschfahrzeuges Katastrophenschutz des Kreises in Bentfeld“, so Grothoff. Weitere Fahrzeuganschaffungen seien für dieses Jahr vorgesehen. Außerdem liege zwischenzeitlich die Baugenehmigung für den Anbau an das Feuerwehrgerätehaus vor.

Bei den Wahlen zum Vorstand des Fördervereins wurde Mario Lenzmeier zum Nachfolger von Tobias Lenzmeier gewählt. Meinolf Neiske wurde als Kassierer bestätigt. Außerdem konnten Wehrführer Johannes Grothoff und seine beiden Stellvertreter Ralf Fischer und Johannes Appelbaum eine Reihe von Beförderungen vornehmen. So wurde Claudia Heisener zur ersten Brandmeisterin der Delbrücker Feuerwehr befördert. Zu Hauptfeuerwehrmännern und -Frauen wurden Sabrina Peitz, Marcel Mertens, Tobias Münsterteicher und Marius Nettelnbreker befördert. Neue Oberfeuerwehrmänner sind Simon Brockmeier und Max Klocke. Als Feuerwehrmann wurde Niklas Kleine aus der Jugendfeuerwehr übernommen. Neu in den Löschzug wurden Raphael Kleine, Kevin Klocke, Christian Schüttemeier und Steffen Becker als Feuerwehrmannanwärter aufgenommen.

Text und Foto: Axel Langer

Jahreshauptversammlung LZ Westenholz

Westenholz (al). „Es ist schon etwas Besonderes, gleich so viele neue Mitglieder eines Löschzuges auf einmal aufnehmen zu dürfen“, war Wehrführer Johannes Grothoff die Freude über gleich acht neue Feuerwehrleute deutlich anzumerken. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Löschzuges Westenholz im Feuerwehrgerätehaus konnten fünf neue Mitglieder aufgenommen werden und drei weitere Feuerwehrleute konnten aus der Jugendfeuerwehr übernommen werden.

Auf hohem Niveau hielt sich das Einsatzaufkommen für die inzwischen 63 Aktiven des Löschzuges. 1.326 Einsatzstunden im Jahr 2019 verteilten sich auf 73 Einsätze. Besonders technische Hilfeleistungen forderte das Fachwissen der Feuerwehrleute. 39 Mal wurden die Feuerwehrleute zur technischen Hilfe gerufen, weitere 15 Brände sowie sieben Notfallhelfereinsätze wies der Jahresbericht von Schriftführer Michael Bolte aus. Weitere 2.458 Stunden wurden bei Übungsdiensten und 1.126 Stunden bei Ausbildungslehrgängen geleistet. Löschzugführer Jörg Brunnert dankte den Aktiven für ihren zuverlässigen Dienst. „Hinter jeder Beförderung stehen Lehrgänge oder viele Einsatzstunden. Dafür ein großes Dankeschön“, so Brunnert.

Ein großes Vorbild sieht Bürgermeister Werner Peitz im Engagement der Feuerwehr. „Mit großer Motivation helft ihr in Eurer Freizeit den Menschen und stellt Euch ungewissen Situationen. Ihr seid immer zur Stelle um Menschen zu schützen und zu retten“, dankte Werner Peitz. „Die Ausrüstung, die Ausstattung und die Ausbildung der Feuerwehrleute dient dem Schutz der Menschen in unserer Stadt“, machte Peitz deutlich. Wehrführer Johannes Grothoff dankte für die professionelle Einstellung bei vielen, auch fordernden Einsätzen. „Dank der umsichtigen Führung, hat sich im vergangenen Jahr kein Feuerwehrmann ernsthaft verletzt. Das hat auch was mit guter Ausbildung und guter technischer Ausstattung zu tun“, machte Grothoff deutlich. Er hofft, dass noch in diesem Jahr ein neues Löschgruppenfahrzeug an den Löschzug übergeben werden kann. Klare Worte fand Wehrführer Johannes Grothoff zu Tendenzen im Deutschen Feuerwehrverband: „Wir werden in unserer Feuerwehr kein rechtsextremes Gedankengut hinnehmen, sondern dies im Keim ersticken!“ Löschzugführer Jörg Brunnert unterstrich: „Wie geben jedem die Hilfe, die er benötigt. Ohne Ansehen von Kultur oder Staatszugehörigkeit.“

Mit der bronzenen Ehrennadel des Stadtfeuerwehrverbandes konnte dessen Vorsitzender Bernhard Grothoff Ricardo Knaup auszeichnen. Ricardo Knaup wurde 2005 Mitglied der Feuerwehr. Seit 2014 ist er Jugendwart. „Dank des handwerklichen Geschicks wartet er die Fahrzeuge und ist auch Gerätewart des Dekon-Zuges. Auch der Arbeitsgruppe Atemschutz gehört Ricardo Knaup an“, dankte Bernhard Grothoff für den Einsatz.

Zahlreiche Beförderungen zeugen vom hohen Ausbildungsstand des Löschzuges Westenholz, so wurde Michael Bolte zum Oberbrandmeister befördert. Neuer Unterbrandmeister ist Christian Börnemeier. Zu Oberfeuerwehrmännern wurden Pascal Döring und Andre Klostermann befördert. Die Schulterklappen eines Feuerwehrmannes oder einer Feuerwehrfrau erhielten Anna Kalek, Manuel Knaup und Jonas Rübbelke. Als Anwärter wurden Hanna Brunnert, Jessica Klaas, Eduard Dors, Max Schienstock und Janek Schormann-Diekmann neu in den Löschzug aufgenommen.

Text und Foto: Axel Langer