:: Einsätze / Chronik ::


Einsätze
2002
Großeinsatz-Chronik








.: Großbrand / Möbelfabrik Thielemeyer 1999
.: Großbrand / Peitz 1981
.: Großbrand / Köckerling 1976
.: Hubschrauberabsturz 1975
.: Großbrand / Ottensmeier 1973
.: Großbrand / Ackfeld 1972
.: Brand / Klinkemeier 1962

Großbrand Köckerling am 7. Juli 1976

Westenholz. Die Hitze ist vermutlich auch daran Schuld, dass auf dem Hof des Landwirts Johannes Köckerling 20 ausgewachsene Mastbullen über 50 Schweine und über 1000 Hühner bei lebendigem Leibe qualvoll verbrennen und ersticken mussten. Die Feuerwehrleute aus dem Raum Delbrück und aus dem benachbarten Kreis Gütersloh mussten sich bei dem Brand des Köckerling-Hofes damit begnügen, ein Übergreifen auf den noch übriggebliebenen Wohntrakt zu verhindern. Gegen die völlige Zerstörung der anderen sechs Gebäude waren die Löschgruppen einfach machtlos.
Hofbesitzer Johannes Köckerling wurde mit Frau und Kind am Rhein von der Hiobsbotschaft überrascht. Verwandten war es nach zahllosen Telefonaten gelungen, den Hausherrn in Köln zu erreichen. Als er von dem Feuer hörte, setzte er sich sofort in sein Auto und raste nach Hause.
Hier mußte er mit ansehen wie die Feuerwehrleute nur unter erschwerten Bedingungen für den nötigen Wasservorrat sorgen konnten. Das Löschwasser wurde aus einer mehrere hundert Meter entfernten Zisterne einer Möbelfabrik entnommen. Die Zisterne wurde fast vollständig trockengelegt.
Über den entstandenen Schaden gibt es bisher nur grobe Schätzungen.
Paderborns Kripochef Hans Gellrich: Mindestens 300.000 DM. Der Delbrücker Ordnungsamtschef Rudolf Lisson: Die Zahl der getöteten Tiere wird sich noch erhöhen.
Von den bisher geretteten Bullen müssen sicher noch einige notgeschlachtet werden. Der genaue Schadensumfang ist erst nach den Aufräumungsarbeiten abzuschätzen.
Auch hier haben die Helfer große Probleme mit der Beseitigung der teilweise vollständig verkohlten Kadaver.
Auch die Brandursache ist noch unklar. Hans Gellrich: Brandstiftung - fahrlässige und vorsätzliche - ist nicht auszuschließen. Es kann sich aber auch um eine natürliche Brandursache handeln.
Das Gehöft wurde von der Polizei vollständig abgeriegelt, um die Untersuchung der Experten nicht zu stören.

Bericht: © Westfälisches Volksblatt
das Anwesen vor dem verheerenden Großbrand
nach dem verheerenden Großbrand
Augenzeugenbericht
Schon von weitem konnte man einen riesigen dunkelgelb-schwarzen Rauchpilz sehen. An diesem Tag herrschte auch eine fürchterliche Hitze, die erschwerend hinzukam.
Als erstes war die Feuerwehr Westenholz vor Ort, die sich angesichts dieses katastrophalen Großbrandes zunächst nur auf die Rettung der Tiere und ein Verhindern des Übergreifens des Feuers auf das Wohnhaus kümmern konnte. Es war ein Bild des Grauens: die Tore des Mastbullenstalles standen offen und von außen konnte man sehen, wie brennende Strohbunde durch die durchgebrannte Balkenlage nach unten zwischen die angeketteten Bullen fielen. Alle Rettungsversuche waren angesichts des Vollbrandes des Gebäudes und des unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruchs sinnlos. Zunächst stand nur diese große Stallung in Vollbrand - aber bereits beim Eintreffen der ersten Löschfahrzeuge kam es aufgrund der ungeheuren Hitzeentwicklung zu einer schlagartigen Entzündung der direkt danebenstehenden Stallungen. Diese standen gleichfalls in kürzester Zeit in Vollbrand. Die Feuerwehrmänner und die herbeigeeilten Nachbarn versuchten nun alles was möglich war, um das Vieh aus den Ställen herrauszubekommen. Es war grausam anzusehen, wie das gerettete Vieh teilweise mit schlimmsten Brandverletzungen herausgeholt wurde.
Zwischenzeitlich waren die angeforderten anderen Feuerwehren auch vor Ort und mussten mit ansehen, wie die Stallung der Mastbullen in sich zusammenbrach. Das Schreien der Tiere wird wohl keiner vergessen, der dabei war. Feuerwehrleute, Nachbarn und alle Helfer gaben ihr letztes aber angesichts diese Feuerinfernos war nichts zu machen. Mit aller Kraft konnte zumindest der Wohntrakt vor dem Feuer bewahrt werden.