Bericht: Westfälisches Volksblatt

Feuerwehr bekommt mehr Platz

Förderverein unterstützt Neubauprojekt - Selbsthilfe durch Eigenleistung

Westenholz (WV). Am Feuerwehrgebäude in Westenholz steht ein Gerüst - was für Irritationen gesorgt hat. »Natürlich wird an anderer Stelle ein neues Feuerwehrgerätehaus in Westenholz gebaut«, beruhigt Gerd Meiwes als Vorsitzender des Förderkreises Neubau.

»Im nächsten Jahr wollen wir mit dem Bau beginnen«, ergänzt Johannes Börnemeier, stellvertretender Zugführer des Löschzuges Westenholz und ebenfalls Vorstandsmitglied im Förderkreis.

Warum jetzt noch Teile des Daches saniert werden, hat folgenden Grund: »Die Renovierungsarbeiten erstrecken sich auf das Dach von Grundschule und Feuerwehrgerätehaus. Nach dem Umzug der Feuerwehr sollen die Räume für schulische Zwecke weitergenutzt werden«, sieht Gerd Meiwes, Mitglied im Arbeitskreis Schulentwicklung, in der jetzigen Renovierung eine Investition in den Schulstandort Westenholz.

Auf Einladung des CDU-Ortsverbandes informierte sich Bürgermeisterkandidat Klaus Rehkämper vor Ort über den Stand der Planungen. Noch für dieses Jahr hat die Stadt 100 000 Euro an Planungskosten für den Bau des Gerätehauses eingeplant. 400 000 Euro Baukosten sind für 2010 im Haushalt vorgesehen. Bereits mehr als 120 000 Euro hat der Förderverein schon gesammelt.

Blicken für den Löschzug und Westenholz optimistisch in die Zukunft (von links): Stellvertretender Löschzugführer Johannes Börnemeier, Reinhold Strohmeier, Hans-Theo Sasse, Norbert Börnemeier, Gerd Meiwes und Klaus Rehkämper.

Weitere Spenden sind nach Auskunft von Gerd Meiwes und Ratsmitglied Hans-Theo Sasse für den Baubeginn in Aussicht gestellt worden. Dann werde die Westenholzer Dorfgemeinschaft das Projekt auch wieder mit großer Eigenleistung unterstützen, sind Feuerwehr und CDU zuversichtlich. Ausdrücklich würdigte Klaus Rehkämper das Engagement und den mit den Aufgaben gewachsenen hohen Ausbildungsstand der Freiwilligen Feuerwehr in Delbrück. Die Unterbringung und Ausrüstung der Wehr müsse sich entsprechend an der Arbeit der Feuerwehr ausrichten.

Notwendig geworden ist der Westenholzer Umzug in einen Neubau aus einer ganzen Reihe von Gründen. Für die umfangreicher und auch größer gewordene Ausrüstung des Löschzuges reicht der Platz am alten Standort nicht mehr. Aus Platzgründen können auch die für Feuerwehrfrauen vorgeschriebenen getrennten Sanitärräume nicht eingerichtet werden. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Gerätehaus liegen inzwischen zwei Kindergärten, das Sport- und Begegnungszentrum sowie Grund- und Hauptschule - nicht der ideale Anfahrtsweg für die Einsatzkräfte bei einer Alarmierung.

Für Norbert Börnemeier, Vorsitzender der Westenholzer CDU, hat der Umzug einen doppelten Nutzen: »Zur weiteren Sicherung und zum Ausbau des Schulstandortes Westenholz schlagen wir die Umnutzung des freiwerdenden Feuerwehrhauses vor.«

Übermittagsbetreuung oder Ganztagsunterricht seien zwei Stichworte, die den zusätzlichen Raumbedarf verdeutlichen. Die derzeitige Hauptschule Westenholz solle auch künftig als weiterführende Schule für Kinder und Jugendliche auch aus Nachbargemeinden zur Verfügung stehen. So wolle man von Seiten der CDU die Einrichtung einer Verbundschule (Angebot von Hauptschul- und Realschulunterricht unter einem Dach) prüfen, sobald es rechtlich möglich sei und es die Schülerzahlen erforderlich machen.