.: Vorstellung Gerätehauserweiterung und Dämmerschoppen bei der Feuerwehr :.



Bericht: Westfälisches Volksblatt

  Fuhrpark unter einem Dach

Gerätehaus in Westenholz erweitert -

1800 Arbeitsstunden geleistet

von Eva Brinkmann

Westenholz (WV). Nach der Arbeit und an Samstagen noch schnell zum Bau,
schuften, ackern, insgesamt knapp 1800 Stunden lang ­ mehr als ein halbes
Jahr lang Alltag für viele Westenholzer Feuerwehrleute. Doch die Mühe hat
sich gelohnt: Der Löschzug hat sein Gerätehaus umgebaut und erweitert, so
dass nun alle vier Fahrzeuge dort untergebracht werden können.
Möglich wurde die Erweiterung, weil die Grundschule Westenholz, die direkt
an das Gerätehaus grenzt, der Feuerwehr ein Klassenzimmer und einen
ehemaligen Büro-/Bibliotheksraum zur Verfügung gestellt hat. Der Löschzug
hat den Klassenraum zu einer Fahrzeughalle umgebaut, in der nun der
Einsatzleitwagen/Mannschaftstransportwagen abgestellt ist. Auch Spinde für
die Jugendfeuerwehr wurden dort angebracht.
Somit wurde ein Stellplatz frei, den das ABC-Fahrzeug (eingesetzt im
Katastrophenschutz) einnehmen sollte, das seit seiner Anschaffung 2001 auf
dem Gelände des Westenholzer Einrichtungshauses Hansel ausgelagert war.
Doch es gab noch ein weiteres Problem: Die alte Fahrzeughalle war eng.
»Hinter und vor den Großfahrzeugen hatten wir gerade einen halben Meter
Platz«, berichtete Löschzugführer Stefan Bolte. Daher hat seine Truppe die
Halle um drei Meter verlängert.
Die Stadt Delbrück hat der Feuerwehr für die Baumaßnahme 20000 Euro zur
Verfügung gestellt. 10000 Euro kamen durch Materialspenden Westenholzer
Firmen dazu. Den Rest hat der Löschzug komplett in Eigenleistungen erbracht.
Ein beachtlicher Teil der 40 Aktiven war bei den Arbeiten ständig mit dabei,
unterstützt von den älteren Mitgliedern der Jugendfeuerwehr. Auch ihre
Frauen halfen mit, indem sie für ausreichend Verpflegung sorgten.
Trotz vollendeter Erweiterung: Zufrieden sind die Westenholzer
Feuerwehr-Kameraden mit der jetzigen Lösung nicht. »Es ist nur eine
Übergangslösung, weil das Gerätehaus zu eng wurde«, sagte Stefan Bolte. »Wir
planen einen Neubau an einem anderen Standort, weiter entfernt von den
Schulen.« Denn an der benachbarten Grund- und Hauptschule herrsche morgens
und mittags starker Verkehr, der die Feuerwehr bei Einsätzen behindern
könne.
Als Wunsch-Standort hat die Feuerwehr ein Grundstück am Friedhof an der
Westenholzer Straße ins Auge gefasst. Nach Angaben des stellvertretenden
Löschzugführers Hubert Beine habe die Stadt bereits einen entsprechenden
Flächennutzungsantrag gestellt, wolle das Grundstück allerdings erst kaufen,
wenn die Finanzierung des Baus sicher gestellt ist.
Etwa zehn Prozent der Baukosten möchte der Förderverein »Neues Gerätehaus
Westenholz« übernehmen, der seit längerem eifrig Spenden sammelt. Der
Löschzug selbst hat schon mehrere Aktivitäten in den Dienst dieses Projektes
gestellt. Auch andere Westenholzer Vereine tragen, zum Beispiel durch den
Verkauf von Speisen und Getränken, dazu bei, dass sich der Spendentopf
füllt.
Diesen Samstag, 3. Juli, möchte die Feuerwehr ihr umgestaltetes Gerätehaus
der Bevölkerung vorstellen. Für 19.30 Uhr sind insbesondere alle passiven
Mitglieder, Freunde und Förderer zum Dämmerschoppen eingeladen.




 Dämmerschoppen  beim Löschzug Westenholz

 Am 3. Juli  konnte der Löschzug zahlreiche Besucher bei der Vorstellung des Gerätehausanbaues, verbunden mit einem Dämmerschoppen begrüßen. In seinen Grußworten dankte Löschzugführer Stefan Bolte dem Rat und der Stadt Delbrück für die finanzielle Unterstützung bei der Gerätehauserweiterung. Ein weiterer Dank ging an die Wehrführung sowie an alle Freunde und Gönner der Feuerwehr. Bürgermeister Robert Ölsmeier sprach seinerseits den Kameraden Anerkennung aus für ihr Engagement beim Gerätehausanbau den man trotz angespannter finanzieller Lage von Land und Kommunen realisieren konnte.

Hier einige Fotos des gelungenen Abends.

 Bericht: Chr.Horst

 






















Das Gerätehaus nach dem Anbau:
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