CSA-Übung der Feuerwehr Delbrück – 28.8.04


Am Freitag und Samtag, den 27./28. August hatten die Kameraden der Feuerwehr Delbrück die Möglichkeit ihre jährlich zu absolvierende CSA-Übung durchzuführen. Laut der im Jahr 2002 erschienen FwDV 7 Atemschutz sind die Träger von CSA ergänzend ausgebildet und müssen einmal im Jahr eine Fortbildung unter Einsatzbedingungen durchführen.

In der Waschhalle wurden ein PKW und LKW abgestellt. Ergänzend wurde eine Verrauchung der Halle mit einer Nebelmaschine simuliert. Aufgabe war es eine Menschrettung (Willi Sandsack) durchzuführen. Hierbei kam es jetzt darauf an, dass sich die Kameraden unter den erschwerten Sichtbedingungen zusammen halten und mit Hilfe der Handlampen den nahen Sichtbereich erkunden. Nach Auffinden der Person musste diese auf einer Trage aus der Halle getragen werden. Ein Ausbilder war ständig möglichst dicht bei den CSA-tragenden Kameraden, damit in einem Fall von Unklarheiten oder evtl. auftretenden Panik im CSA sofort Hilfestellung gegeben werden konnte.

 Als zweite Aufgabe war das Umpumpen von Flüssigkeiten gefordert. An der Absperrgrenze lagen diverse Ausrüstungsgegenstände (Handmembranpumpe mit Pumphebel, PVC-Spiral-Schläuche, Kupplungsschlüssel und Saugrohr) bereit. Dieses mussten nun zum Einsatzort getragen, vor Ort zusammengekuppelt und in Betrieb genommen werden. Als Flüssigkeit stand in einem offenen Behälter Wasser zur Verfügung. Nach dem jeder Kamerad die Handmembranpumpe zu zweit bedient hatte, wurde die Einsatzstelle an den nächsten CSA-Trupp übergeben. Diese  bedienten zuerst die Pumpe, bauten anschließend die Ausrüstung auseinander und brachten alles wieder an die Absperrgrenze zurück.

Nebenbei wurde natürlich auch das korrekte und vollständige An- und Ablegen des CSA aufgefrischt. Jeder Kamerad hatte unter anderem darauf zu achten, dass die Scheiben mit dem Anti-Beschlagmittel einzureiben sind, die Atemschutz-ausrüstung einsatzbereit gemacht wird, sowie das Anlegen der Helmsprechgarnituren erfolgte. Hierzu standen meist die Kameraden zur Verfügung, die als nächste den CSA tragen durften. Für ausreichend Mineralwasser der CSA-Träger nach dem Einsatz war ebenfalls gesorgt.

Durch die Einrichtung von vorher fest gesetzten Terminen konnten lange Wartezeiten vermieden werden.

Nun mehr steigt die Zahl der im Übungsdienst fortgebildeten CSA-Träger von 22 auf 42 Kameraden.

Durch Einsätze, wie z.B. bei der Fa. Westfleisch in Paderborn, konnten weitere Kameraden der CSA-Trage-Pflicht entsprechen. Somit ist gerade für den ABC-Zug Delbrück ein wichtiger Schritt in Richtung Aus- und Fortbildung für dieses Jahr getan.

Bericht: Uwe Bröker


Informationen zum Chemikalien-Schutzanzug (CSA)

Der Chemikalienschutzanzug dient zum Schutz vor giftigen Stoffen in Form von Gasen und Dämpfen, die über die Haut in der Körper gelangen können. Er wird über der persönlichen Schutzausrüstung (+Atemschutz!) getragen, wobei der CSA-Träger beim An- und Ausziehen Hilfe benötigt. Bei Unfällen in Chemieanlagen oder bei Verkehrsunfällen mit chemischen Gefahrgut wird dieser Schutzanzug verwendet. Das Gewicht liegt bei ca. 8 kg.