Delbrück: mb

2. März, Spänebunkerbrand Industriegebiet Boke.

Um kurz nach 10.00 Uhr kam es im Technikraum unterhalb eines ca. 20 Meter hohen Späneturmes eines Betriebes im Boker Industriebereich Töllen Linde zu einer Verpuffung. Dabei schlugen die Flammen bis in den Späneturm zurück und lösten einen lang andauernden Spänebunkerbrand aus.

Im Einsatz: Lz. Boke, Lz. Delbrück, Lz. Bentfeld, Lz. Ostenland, Lz. Westenholz, THW Paderborn.

Bericht: Neue Westfälische

Schweiß treibender Einsatz für Delbrücker Wehr

Delbrück-Boke (my). Zum zweiten Mal innerhalb von knapp zwei Monaten mussten gestern Einsatzkräfte der Delbrücker Feuerwehr zur Reker Holzverarbeitung GmbH im Gewerbegebiet Töllen Linde ausrücken. Dort stand erneut der Spänebunker in Flammen.

Gegen 10 Uhr wurden die Löschzüge Delbrück und Boke nach einer Verpuffung im Technikraum alarmiert. Sie ereignete sich beim Wiederanfahren der Heizungsanlage. Sekunden später schlugen bereits Flammen aus dem Spänebunker, berichtete Reinhard Brand, Leiter der Delbrücker Feuerwehr. Die Folge war ein ausgedehnter Brand in dem Spänebunker.

Nachdem die Brandstelle erkundet und eine Rückzündung in den Betrieb ausgeschlossen war, pumpte die Feuerwehr mit Hilfe der Drehleiter und über eine Steigleitung Wasser in den Bunker, in dem sich mehrere Glutnester gebildet hatten. Per Hand mussten die Einsatzkräfte der Löschzüge rund 60 Kubikmeter Späne aus dem Bunker schaufeln - trotz der kühlen Temperaturen eine wahrhaft Schweiß treibende Angelegenheit. Da die Feuerwehrleute wegen der erheblichen Staubentwicklung nur unter schwerem Atemschutz vorgehen konnten, wurden später auch noch Atemschutzträger der Löschzüge Ostenland, Bentfeld und Westenholz eingesetzt, die sich untereinander abwechselten. "Nach einem Durchgang im Bunker haben wir die Kräfte nach Hause geschickt ", sagte Brand.

Der Abrollbehälter Atemschutz der Kreisfeuerwehrzentrale sorgte für den nötigen Nachschub an Atemschutzgeräten. Das Technische Hilfswerk (THW) aus Paderborn und ein Landwirt unterstützten die Räumarbeiten, bei denen insgesamt rund 50 Feuerwehrleute eingesetzt wurden, mit zwei Radladern. Die Löscharbeiten dauerten bis gegen 16 Uhr.




Fotos: fw,mb