Bericht: FW mb

20. Juni, Delbrück Westenholz

Schwerer Verkehrsunfall Mühlenheiderstraße.

Um 18.26 Uhr wurde der Löschzug Westenholz zu einem schweren Verkehrsunfall auf die Mühlenheiderstraße gerufen. Der eingeklemmte Fahrer eines PKW mußte mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Fahrzeug geborgen werden.

Im Einsatz: Lz. Westenholz, Lz. Delbrück, RTW, Notarzt, Notfallhelfer, Polizei.

Bericht: Westfälisches Volksblatt

Westenholz trauert

Zwei Dorfbewohner kommen bei tragischen Verkehrsunfällen ums Leben

Westenholz (WV). Ein ganzes Dorf trägt Trauer: Bei Unfällen sind am Wochenende zwei Westenholzer ums Leben gekommen.

Ein 35-jähriger Motorradfahrer stirbt Samstagmittag auf dem Weg zum Sommerfest seines Clubs. Auf Rollsplitt gerät Sonntagabend der Rover eines 49-Jährigen ins Schleudern. Der Junggeselle prallt gegen einen Baum. Er ist sofort tot.

Tiefe Trauer und Bestürzung löst der erste Unfall bei den 55 Mitgliedern des Motorradclubs aus. Sie feiern aus Anlass ihres 30-jährigen Bestehens mit 300 Bikern aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland. Als sich die Nachricht vom Tod des Vereinskameraden verbreitet, wird das Sommerfest auf dem Clubgelände an der Suternstraße sofort abgebrochen.

Der 35-Jährige ist auf dem Weg dorthin, als er aus bislang ungeklärter Ursache stürzt. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Samstagmittag scheint die Sonne, die Grubebachstraße, auf der sich der Unfall ereignet, ist trocken. Kurz hinter der Abzweigung zum Gewerbegebiet kommt der Mann auf seiner Ducati-Sportmaschine ins Schleudern. Auf einer Länge von 190 Metern stellt die Polizei später Spuren des dramatischen Sturzes sicher. Das Motorrad bleibt erst kurz hinter der Abzweigung zum Grasweg liegen. »Wir haben bislang noch keine Vorstellung, wie es zu dem Unfall gekommen ist«, sagt ein Polizeibeamter vor Ort. Ein Zeuge beobachtet zwar den weiteren Verlauf des Unglücks, den Sturz selbst hat er aber nicht gesehen. Als der Notarzt eintrifft, ist das Unfallopfer schon nicht mehr ansprechbar.

Verzweifelt kämpfen die Rettungskräfte um das Leben des Westenholzers. Rettungshubschrauber »Christoph 8« wird aus Lünen angefordert. Auch das hilft dem Mann nicht mehr. Er ist so schwer verletzt, dass er wenig später in einer Klinik stirbt.Die Polizei stellt die Ducati sicher. Ein Sachverständiger soll sie in dieser Woche untersuchen und so helfen, die Unfallursache zu klären.

Es ist Sonntagabend, 18.30 Uhr, als ein 49-jähriger Junggeselle mit seinem silbernen Rover 400 vor einen Baum prallt. Polizei und Rettungskräfte werden ein zweites Mal an diesem Wochenende nach Westenholz gerufen. Die Mühlenheider Straße ist frisch mit Rollsplitt gestreut. Vermutlich ist der Mann schneller als die erlaubten 40 Stundenkilometer unterwegs, als er einen Bus überholt. Dabei kommt er von der Straße ab und prallt gegen eine Linde - ihr Stamm ist 50 Zentimeter dick. Das Auto wickelt sich um den Baum. Der Westenholzer ist sofort tot. Feuerwehrleute trennen das Dach des Wagens ab, bergen den Toten aus dem Autowrack. Der Linienbus ist leer. Der Fahrer kommt mit dem Schrecken davon. Das vollkommen beschädigte Auto wird von der Polizei sichergestellt.

Notfallhelfer und Pfarrer Jürgen Hülseweh kümmern sich nach dem tragischen Wochenende um die Angehörigen der Opfer und die Feuerwehrleute aus dem Dorf. »Es ist schlimm, wenn man Menschen tot bergen muss, die man selbst kennt«, sagt der Westenholzer Vize-Löschzugführer Bernhard Horst. Ihn und viele seiner Kameraden haben die Ereignisse stark mitgenommen.

Bericht: Stadtanzeiger Delbrück

Westenholz: Sommerwochenende endet in tiefer Trauer

Zwei tödliche Unfälle in kurzer Zeit – 39-jähriger Motorrad- und 49-jähriger Autofahrer sterben

Vermutlich war überhöhte Geschwindigkeit die Ursache, dass ein 49-jähriger Roverfahrer am vergangenen Sonntagabend auf der Mühlenheider Straße tödlich verunglückte. Frischer Rollsplitt – das bedeutete ein Tempolimit von 40 Stundenkilome- tern in dem Bereich, in dem der Fahrer gegen einen Baum prallte. Der Mann hatte zuvor einen Linienbus überholt. Dessen Fahrer musste das Geschehen mit ansehen, wurde selbst aber körperlich nicht verletzt. Fahrgäste befanden sich nicht im Bus.

Der Rover wurde bei dem Aufprall vollkommen zerstört, Helfer der Feuerwehr mussten Schneidgerät einsetzen, um den Autofahrer, der vermutlich sofort tot war, zu bergen. Notfallhelfer und Pfarrer Jürgen Hülseweh wurden hinzugezogen, sie betreuen nicht nur die Angehörigen der Opfer, sondern auch die Helfer, denen die Getöteten bekannt waren. Für die Feuerwehrkameraden bedeuteten die beiden Unfälle Einsätze bis über die Grenzen der Belastbarkeit.

Fotos: fw