Delbrück Westenholz: mb/rb

27. Oktober, Delbrück Westenholz

Großbrand eines landwirtschaftlichen Wirtschafts- und Wohngebäudes

Am Mittwochabend um 19.55 Uhr wurden der Löschzug Westenholz und die Sonderfahrzeuge aus Delbrück zu einer noch unklaren Rauchmeldung in einem grossflächigen landwirtschaftlichen WIrtschafts- und Wohngebäudes am Bogenweg alarmiert. Schnell meldeten weitere Anrufer einen ausgedehnten Dachstuhlbrand. Beim Eintreffen der ersten beiden HLF des LZ Westenholz stand ein Großteil des Dachstuhl in dem großverwinkelten Gebäudetrakt in Flammen. Diese bewegten sich unmittelbar auf das Wohnhaus zu.

Die Delbrücker Feuerwehr löste Vollalarm für alle 6 Züge der Gesamtwehr aus. Wegen der schwierigen Löschwasserversorgung im Aussenbereich kam auch nachbarschaftliche Hilfe aus Rietberg und Hövelhof. Unverzüglich wurde erfolgreich eine Riegelstellung zum neuen Wohnhaus installiert. Wehrleute unter schwerem Atemschutz bahnten sich einen Weg im Innenangriff, öffneten die Dachhaut und brachten im Aussenangriff sofort die Delbrücker Drehleiter in Stellung, während die Löschwasserführenden EInsatzfahrzeuge im Pendelverkehr das Löschwasser heranschafften.

Gleichzeitig wurde eine mehrfache B-Leitung als Lange-Wegestrecke zur Löschwasserversorgung verlegt. Mit zwei weiteren Drehleitern wurde das Feuer im Dachstuhl schnell gelöscht. Delbrücks Wehrführer Reinhard Brand und die beiden Vize Lothar Mühlbrandt und Alfons Heisener waren mit dem schnellen Löscherfolg ebenso zufrieden, wie der Westenholzer Löschzugführer Hubert Beine.

Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten verletzt und verblieb in einem Paderborner Krankenhaus.



Bericht: Polizei

Scheune am Wohnhaus ausgebrannt

Delbrück-Westenholz: Ein Scheunenbrand auf einem Hof am Bogenweg richtete am Mittwochabend hohen Sachschaden an. Gegen 20:00 Uhr bemerkten Nachbarn Feuer aus dem Dach einer am Wohnhaus angebauten Scheune. Sie alarmierten den Hofbesitzer und die Feuerwehr. Alle Bewohner konnten das Haus unbeschadet verlassen. Zu den Löscharbeiten wurden Löschzüge aus Delbrück, Rietberg und Hövelhof eingesetzt. Die Scheune und darin abgestellte landwirtschaftliche Geräte sowie Traktoren wurden stark beschädigt. Das Wohnhaus konnte jedoch gerettet werden. Der Sachschaden wird vorläufig auf etwa 100.000 Euro geschätzt. Am Donnerstagvormittag wurde die Brandstelle von Brandermittlern der Paderborner Polizei untersucht. Als Brandursache wurde ein technischer Defekt an einem der Traktoren festgestellt.





Neue Westfälische

Großbrand zerstört Scheune

Pendelverkehr mit zehn Tanklöschfahrzeugen in Westenholz

VON REGINA BRUCKSCH

Delbrück-Westenholz. 120 Einsatzkräften der Löschzüge aus Delbrück, Hövelhof und Rietberg gelang es am Mittwochabend innerhalb von einer Stunde den Scheunen-Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen am Bogenweg in Westenholz zu löschen und gleichzeitig ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Wohngebäude zu verhindern.

"Das verlangt viel Disziplin und eine hervorragende Koordination", zeigten sich Wehrführer Reinhard Brand und der Westenholzer Löschzugführer Hubert Beine zufrieden. "In Delbrück setzen wir zur akuten Brandbekämpfung auf den schnellen Pendelverkehr von zehn leistungsstarken Löschfahrzeugen. Außerdem wurde Wasser über eine 800 m lange Schlauchleitung gefördert. Die Vorgehensweise hat sich gerade im Außenbereich bewährt.

"Der Pendelverkehr garantierte sofort über 1.000 Liter Löschwasser in der Minute", so Brand. Um 19.55 Uhr beim Eintreffen der beiden Westenholzer Fahrzeuge standen bereits große Flächen des Dachstuhls in Flammen. Brand löste umgehend Vollalarm für alle sechs Löschzüge aus und bat um Hilfe aus Hövelhof und Rietberg.






"Wir haben nichts bemerkt. Unsere Nachbarn sind durch ihren bellenden Hund aufmerksam geworden. Sie haben die Feuerwehr alarmiert und bei uns Sturm geschellt, und da stand auch schon der Feuerwehrarzt Dr. Johannes Fahl", berichten Stefan und Sabine Knaup auf Anfrage der NW. Ihr Anbau, den sie mit den drei Kindern bewohnen, grenzt direkt an die abgebrannte Scheune. Nebenan im alten Wohnhaus leben die Eltern und die Schwester des Familienvaters. Alle Bewohner mussten eilig die Gebäude verlassen, nahmen aber geistesgegenwärtig noch ihre wichtigsten Unterlagen mit.

"Stefan Knaup hat uns sofort auf Gefahren aufmerksam gemacht", lobte Brand. "In unmittelbarer Nähe befindet sich ein großer Diesel-Tank, und aus der Scheune konnten wir rechtzeitig ein Schweißgerät mit Gasflaschen herausholen." Das Ehepaar bekundete seine Erleichterung über den glimpflichen Ausgang des Großbrandes. "Fünf Minuten später, und unser Haus wäre zerstört worden. Im Wohnzimmer ist es ein wenig feucht, und das Zimmer unserer jüngeren Tochter ist verraucht."

Erschrocken über den Großeinsatz zeigte sich auch der 16-jährige Ricardo Knaup, selbst aktiv in der Jugendfeuerwehr. "Wir haben gesehen, wie gefährlich die Arbeit der Feuerwehrleute ist", waren sich alle Betroffenen einig. "Die sind mit Atemschutz in die Scheune, haben das Dach geöffnet, Drehleitern ausgefahren und auch noch von oben gelöscht."