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28. Oktober 2009 Bericht: Stadtanzeiger Delbrück Stadt hat kein Geld: Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Westenholz vorerst auf Eis gelegt W e s t e n h o l z (stl). Lange warten sie schon darauf, dass der erste Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus in Westenholz endlich über die Bühne geht, aber sie werden wohl noch länger warten müssen.
Doch der Rat entschied anders. Die Summe für Planung und Bau, satte 500.000 Euro, wird tatsächlich auf Eis gelegt und taucht im Haushalt zunächst nicht mehr auf. Auf Anregung von Meinolf Päsch (CDU) entschlossen sich die Kommunalpolitiker aber, das Geld für den Grundstückserwerb dennoch bereitzustellen, immerhin 250.000 Euro, wie die Kämmerin vorrechnet. Dafür gebe es gute Gründe, so Päsch gegenüber dem Stadtanzeiger: „Es gibt nur ein gewisses Zeitfenster, in dem man über Grunderwerb verhandeln kann. Irgendwann ist die Möglichkeit vertan.“ Zu würdigen sei damit auch „die hohe Qualität an bürgerschaftlichem Engagement.“ Nur: Gleichzeitig ist aus Westenholz zu hören, so einfach sei das nun doch nicht mit dem Kauf. Der Eigentümer der Fläche habe andere Vorstellungen als die Stadt. Das könnte bedeuten: Womöglich reicht die Viertelmillion nicht, die der Rat bereitstellen will.Während Robert Oelsmeier zuletzt bei einem Pressegespräch in aller Öffentlichkeit bezweifelte, ob denn ein neues Feuerwehrgerätehaus in Westenholz wirklich so dringend gebraucht werde, schlägt sein Nachfolger versöhnlichere Töne an. Er habe bei vielen Feuerwehrleuten „Frust und Traurigkeit“ erlebt, nachdem der Rat beschlossen habe, Planung und Bau erst einmal aufzuschieben, sagt Werner Peitz. Da sei es doch gut, dass man mit dem geplanten Grundstückskauf die Tür nicht ganz zugeschlagen habe: „Sie ist sogar ein Stück aufgegangen.“ Es gebe aber noch viele andere Projekte im Stadtgebiet, über die nachgedacht werden müsse. Wenn sich beispielsweise herausstellen sollte, dass etliche Klassenräume fehlten, wie zuletzt immer wieder beklagt worden sei, so habe natürlich die Bildung Vorrang, „und wir müssten die Maßnahme in Westenholz noch einmal schieben.“ Überlegungen, mit Hilfe von Krediten den Bau zu ermöglichen, erteilte Peitz im Gespräch mit Förderkreis und Feuerwehr eine deutliche Absage: „Das bietet sich in diesem Fall nicht an.“ Die Westenholzer haben verstanden, dass im Moment nichts zu machen ist, das räumt Gerd Meiwes unumwunden ein: „Wir arbeiten an einem neuen Konzept, wie man noch kostensparender bauen könnte.“ Es soll Anfang des kommenden Jahres vorliegen. Der Bürgermeister macht den Westenholzern weiter Hoffnung: „Prima, wenn Ihre neuen Pläne vorliegen, sollten wir anschließend in aller Ruhe darüber sprechen.“ |