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Delbrück: mb Jahrestätigkeitsbericht 2007 der Freiwilligen Feuerwehr Delbrück Löschzug Westenholz
Am 31. Dezember 2007 gehörten dem Löschzug Westenholz 42 aktive Kameradinnen und Kameraden an. Die Altersabteilung besteht aus 19 Mitgliedern.1 Kamerad ist vom aktiven Dienst befreit.Ferner zählt der Löschzug 77 passive Mitglieder.Der Jugendfeuerwehr gehören zur Zeit 12 Mitglieder an. Am 29. Juli verstarb plötzlich und unerwartet unser Löschzugführer Stefan Bolte im Alter von nur 54 Jahren. 20 Jahre lang hatte er den Löschzug Westenholz geleitet. Mit Stefan Bolte verliert die Feuerwehr Delbrück einen Löschzugführer der durch seine ruhige und besonnene Art bei allen Kameradinnen und Kameraden beliebt war. Die Feuerwehr Delbrück und besonders der Löschzug Westenholz werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Im Jahr 2007, wurden wir insgesamt zu 54 Einsätzen gerufen,davon 14 Brandeinsätze und 40 Technische Hilfe Einsätze. Zu über 150 Einsatzstellen, im gesamten Stadtgebiet, wurden alle Löschzüge am 18. Januar beim Orkan Kyrill gerufen. Entwurzelte Bäume, abgedeckte Dächer, einsturzgefährdete Gebäude sowie zahlreiche Gefahrenstellen, galt es zu bewältigen. Besonders gefordert war man auch beim Hochwasser in Delbrück, in der Nacht vom 09. auf den 10. August. Wer es nicht hautnah miterlebt hat kann sich nicht vorstellen welche Regenmassen über dem Raum Delbrück und Hövelhof niedergingen. Wahre Wasserwände stürzten vom Himmel, dazu Blitz, Donner und Sturm. Binnen weniger Minuten glichen weite Teile der Delbrücker Innenstadt einer Seenplatte. Rund 500 Feuerwehrkräfte aus dem gesamten Paderborner Land und Rietberg waren vom 09. bis 10. August im Raum Delbrück und Hövelhof im Einsatz. Unterstützt wurden sie von ca. 150 THW-Kräften aus Paderborn, Büren, Gütersloh und Detmold und ca. 60 Helfern des DRK. Es galt rund 1.000 Einsatzstellen zu bewältigen. Auch bei Alarmübungen wie am 31. Oktober bei der Firma Stöppel wurden die Kameraden gefordert. Es galt Personen unter erschwerten Bedingungen aus Zwangslagen zu befreien. Bei dieser Alarmübung zeigte sich die hohe Motivation und der Ausbildungsstand der Kameraden. Gerade die Ausbildung, auch besonders der jungen Kameraden wurde weiter intensiviert. Hervorzuheben ist, dass man eine große Anzahl an Lehrgängen zur Verfügung hatte. Auch an der Kreisfeuerwehrzentrale in Ahden und dem Institut der Feuerwehr in Münster wurden verschiedenste Lehrgänge und Seminare besucht . 3 Kameraden nahmen erfolgreich an den Modullehrgängen im Frühjahr und Herbst teil. Auch in den verschiedenen Arbeitsgruppen waren Westenholzer Kameraden weiter aktiv. Sei es bei der Absturzsicherung unter Leitung von Jörg Brunnert wie auch der Arbeitsgruppe Atemschutz in der sich Bernhard Börnemeier, Franz Hagenbrock und Karl Heinz Strohmeier verantwortlich zeigten. An zahlreichen Ordnungsdiensten, Sicherheitsdiensten und kirchlichen Veranstaltungen nahm der Löschzug im Jahre 2007 teil. Die Arbeitsstunden für Instandhaltung des Gerätehauses sowie Pflege der Fahrzeuge und Geräte sind im einzelnen nicht festzuhalten. Leistungsnachweis an der KFTZ Mit 2 Gruppen nahm der Löschzug erfolgreich beim Leistungsnachweis an der KFTZ in Büren - Ahden teil. Aufgabenziel war, Retten einer Person aus einem Brunnenschacht . Neben dem praktischen Teil waren auch Knoten und Stiche sowie ein sportlicher Teil gefragt. Unter Ltg. von Frank Hansel konnten die Kameraden gute Ergebnisse erzielen. Auch die Mitglieder des ABC Zuges waren im vergangenen Jahr gefordert. Bei zahlreichen Übungsabenden und den monatlichen Erkunderdienstabenden wurde die Ausbildung vertieft. Am 30. Juni um 13.00 Uhr wurden die Mitglieder des ABC Zuges der Feuerwehr Delbrück zu einer Alarmübung auf dem Hof Osiwacz in Lippling gerufen. Bei dieser Übung bot sich den Atemschutzgeräteträgern die Möglichkeit die jährlich zu absolvierende Übung unter CSA Schutzanzügen zu absolvieren. Gefordert war der ABC Zug durch Aufbau einer kompletten Dekontiminationsstelle Jugendfeuerwehr Die Jugendfeuerwehr besuchte vom 7. bis 10. Juni die Feuerwehr Zossen, Ortswehr Schöneiche in der Nähe von Berlin. Ein interessantes Programm wartete auf die Jugendlichen. Unter anderem eine Spreefahrt, Besichtigung der Hauptstadt Berlin, sowie ein Besuch der Hauptwache der Berufsfeuerwehr Berlin. Auch beim sogenannten Berufsfeuerwehrtag am 6. Oktober. Was soviel hieß wie, einmal wie Berufsfeuerwehrleute Dienst tun, konnten die Jugendlichen ihr Erlerntes zeigen. An dieser Stelle muß betont werden, dass auch diese jungen Kameraden mit Begeisterung bei der Sache sind. Gerade die Jugendfeuerwehr sichert den Nachwuchs der aktiven Reihen. Am 17. Mai konnten die Kameraden des Löschzuges Westenholz beim Vereinsschießen der Westenholzer Vereine mit 761 von 800 möglichen Ringen den 1. Platz erreichen. Beim Vogelschießen am Christi Himmelfahrtstag konnte den erfolgreichen Schützen der attraktive Pokal überreicht werden. Spiel ohne Grenzen der Westenholzer Vereine am 10. Juni 2007 Am Sonntag den 10. Juni hatte der Löschzug Westenholz zu einem Spiel ohne Grenzen eingeladen. Ab 11 Uhr traten zahlreiche Mannschaften von Westenholzer Vereinen im Wettstreit gegeneinander an. Auf dem Außengelände des Sport- und Begegnungszentrums warteten Geschicklichkeitsspiele rund um Wasser, Hindernisparcours, Fahrzeugziehen und ein Schlauchbootrennen auf die Mannschaften. Der Erlös der Spiele ohne Grenzen war für den Förderkreis Feuerwehrgerätehaus bestimmt. Dieser Tag war ein voller Erfolg und soll auf Dauer wiederholt werden. Am 21. September wurde Hubert Beine zum neuen Löschzugführer Westenholz ernannt. Der Leiter der Feuerwehr Delbrück Reinhard Brand und sein Vize Alfons Heisener hatten die Aktiven des Löschzuges Westenholz am Freitagabend ins Feuerwehrgerätehaus eingeladen. Nach einer Gedenkminute für unseren im Sommer verstorbenen Löschzugführer Stefan Bolte hörte die Delbrücker Wehrleitung den Löschzug an, wer für die nächsten sechs Jahre die Funktion des Löschzugführers übernehmen soll. Eignung, Befähigung und fachliche Leistung sowie das Bestehen des Zugführerlehrganges sind dabei unverzichtbare Voraussetzungen. Die Kameraden sprachen sich in einem deutlichen Votum für Brandinspektor Hubert Beine aus, so das Stadtbrandinspektor Brand noch in der laufenden Sitzung die Bestellung des neuen Löschzugführers in Westenholz vornahm.
Die Kameradschaftspflege kam natürlich auch nicht zu kurz. So feierte man im Januar in der Gaststätte Lütkewitte das Kameradschaftsfest. Auch die Besichtigung der Brauerei Krombach war ein voller Erfolg. Beim 60. Geburtstag von Kamerad Klemens Fulhorst im Swin Golf Cafe konnte ihm eine große Anzahl Kameraden gratulieren. Nach der Änderung der Laufbahnverordnung der Ehrenamtlichen Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren im Land Nordrhein Westfalen, besteht die Möglichkeit das engagierte Feuerwehrkameraden ihre Dienstzeit die bisher mit dem 60. zigsten Geburtstag endete bis auf 63 Jahre verlängern können. In der Gesamtwehr Delbrück ist Hauptfeuerwehrmann Klemens Fulhorst der erste Kamerad der hiervon Gebrauch macht.
Bergneustadt Feuerwehrerholungsheim Mit dem Vorstand des Landesfeuerwehrverbandes fühlen sich die Delbrücker nicht zuletzt auf Initiative des Ehren-Kreisbrandmeisters Franz Rickert seit Jahren verbunden und so kam es nicht von ungefähr das zahlreiche Alterskameraden und auch aktive hier mit anfassten, um kostensparende Eigenleistung am beliebten Feuerwehrerholungheim zu erbringen. EhrenabteilungIm Juli machte die Ehrenabteilung des Löschzuges Westenholz eine Mehrtagesfahrt nach Dresden. Bei herrlichem Wetter fand am 1 Tag eine Stadtrundfahrt statt bei der man die Sehenswürdigkeiten des Elb Florenz in Augenschein nahm. Am folgenden Tag wurden bei einer Stadtführung die zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie der Zwinger die wiederaufgebaute Frauenkirche, die Semperoper sowie viele andere Sehenswürdigkeiten besichtigt. Bei gutem Essen und gekühltem Bier wurde des Abends die Kameradschaft gepflegt. Am Sonntag konnte man bei einer interessanten Besichtigung die Meißener Porzellanfabrik in Augenschein nehmen, bevor es wieder in Richtung Heimat ging. Auch beim 70. Geburtstag von Alterskamerad Raimund Strunz in der Reithalle und dem 75. von Paul Hugo Ebbesmeier im Saal Lütkewitte konnte man frohe Stunden verleben. Mit den Nachbarlöschzügen besteht ebenfalls eine weiterhin gute Kameradschaft. So nahm man an der Großübung der FW Rietberg bei der Fa. Grauthoff in Mastholte teil. Hier zeigte sich eine erfolgreiche Zusammenarbeit der Löschzüge auch über die Kreisgrenzen hinaus. Beim Weihnachtsmarkt im Dezember konnte wir wieder unsere Spezialität anbieten. Champignons in der Pfanne. Wie jedes Jahr, kam man damit wieder sehr gut bei den Besuchern des Weihnachtsmarktes an. Abschließend zu diesem Jahresbericht muss hier gesagt werden, das man die Feuerwehr wohl mit kaum einem anderen Verein vergleichen kann, wenn man sieht was hier an uneigennütziger Hilfe bei den vielen und teils schweren Einsätzen für den Nächsten geleistet wurde und wird. Dies war der Jahresbericht 2007 des Löschzuges Westenholz. Möge der Kameradschaftsgeist, die Einsatzbereitschaft und Gesundheitso erhalten bleiben, wie es bisher war, getreu dem Wahlspruch : Gott zur Ehr,dem nächsten zur Wehr. Westenholz im Januar 2008
der Schriftführer Meinolf Brökelmann |