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Delbrück-Bentfeld, 3. Februar 2008 Großbrand auf Reiterhof Bericht: mb /Fotos wbal Um 05.35 Uhr wurde der Löschzug Bentfeld über Sirene und Funkmeldeempfänger zu einem Brand auf einem Reiterhof an der Scharmederstr. in Bentfeld gerufen. Zeitgleich wurden die Sonderfahrzeuge des Löschzuges Delbrück-Mitte in Marsch gesetzt. Da von weitem schon starker Flammenschein zu sehen war wurde das Einsatzstichwort unverzüglich auf Feuer 4 Gesamtwehralarm erhöht. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Scheune in der im unteren Gebäudeteil Pferde untergebracht waren in Vollbrand. 18 Pferde konnten in letzter Sekunde aus dem brennenden Gebäude gerettet werden. Aufgrund des Vollbrandes wurden weitere Einsatzverstärkungen der Feuerwehr Paderborn und des Löschzuges Sande angefordert. Durch einen umfassenden Löschangriff konnte eine Ausbreitung auf das angrenzende Wohnhaus verhindert werden. Aufgrund der starken Rauchentwicklung konnten die Löscharbeiten teilweise nur unter schwerem Atemschutz vorgenommen werden. Das THW, Ortsgruppe Paderborn war mit schwerem Räumgerät vor Ort, um Stroh und Heu auf offenes Feld abzutransportieren, wo dieses gezielt abgelöscht wurde. Zur Ermittlung der Brandursache war die Polizei vor Ort. Bericht: Neue Westfälische VON RALPH MEYER Delbrück-Bentfeld. In Bentfeld macht sich Angst breit: Zum zweiten Mal innerhalb von nur zwölf Tagen wurde ein Reiterhof an der Scharmeder Straße durch ein Großfeuer zerstört. Diesmal traf es den Hof Klocke, auf dem seit fünf Jahren im Spätsommer das Ranch Rodeo stattfindet. Über 100 Feuerwehrleuten aus Delbrück und Paderborn gelang es, das renovierte Wohnhaus aus dem Jahr 1904 zu retten. Scheune und Stallungen nebst umfangreichen Heu- und Strohvorräten brannten jedoch vollständig nieder. Um 05.36 Uhr wurde der Löschzug Bentfeld nach dem Notruf eines Nachbarn von der Kreisfeuerwehrzentrale über Sirene und Funkmeldeempfänger alarmiert. Zeitgleich wurden die Sonderfahrzeuge des Löschzuges Delbrück-Mitte in Marsch gesetzt. Da von weitem schon starker Flammenschein zu sehen war, wurde das Einsatzstichwort unverzüglich auf Feuer 4 - Gesamtwehralarm - erhöht. Die Brandstelle liegt nur wenige hundert Meter vom Gnadenhof Niklaus entfernt, der am 23. Januar vernichtet wurde. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Scheune, in der auch Pferde untergebracht waren, bereits in Vollbrand. Dieter Klocke (45) hatte das Drama, das sich wenige Meter von seinem Nachtlager abspielte, noch gar nicht bemerkt. Er musste erst von Helfern geweckt werden. Seine Frau und Kinder waren in der Nacht nicht zu Hause. Gemeinsam mit den Feuerwehrleuten gelang es Klocke wenig später, alle 18 Pferde aus dem brennenden Gebäude zu retten. Aufgrund der Brandausdehnung forderte Einsatzleiter Reinhard Brand, der Leiter der Delbrücker Feuerwehr, weitere Einsatzverstärkungen der Feuerwehr Paderborn und des Löschzuges Sande an. Durch einen umfassenden Löschangriff konnte eine Ausbreitung auf das angrenzende Wohnhaus in letzter Sekunde verhindert werden. Auf Grund der starken Rauchentwicklung mussten die Löscharbeiten unter schwerem Atemschutz vorgenommen werden. Gegen 6.30 Uhr alarmierte die Einsatzleitung auch die Ortsgruppe Paderborn des Technischen Hilfswerks (THW).Mit Radladern wurde das glimmende Stroh und Heu vom Heuboden auf das offene Feld abtransportiert, wo es gezielt abgelöscht wurde. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Hofbesitzer Klocke teilte mit, dass die 18 mal 23 Meter große Scheune rund zur Hälfte im Obergeschoss mit Heu und Stroh gefüllt war. Der Sachschaden wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt. Die Nachlöscharbeiten dauerten den ganzen Vormittag über an. Den Einsatzkräften stand dabei die Zeit im Nacken, da die Straßenzufahrt zum Scharmeder Karnevalszug durch die Löscharbeiten blockiert war. Außerdem mussten die Delbrücker Kräfte am Sonntagnachmittag die Sicherung des Kinderzuges übernehmen. Für die Delbrücker Feuerwehr war es ohnehin ein hartes Wochenende, denn viele Feuerwehrleute hatten bereits stundenlange Sicherheitswachen bei den vielen Karnevalsveranstaltungen in den Knochen, als sie durch Melder und Sirene in den Einsatz gerufen wurden. |
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Fotos: NW R.Meyer
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Bericht: Westfälisches Volksblatt vom 4. FebruarErneuter Großbrand an der Scharmeder Straße hält Feuerwehr in AtemSchnelles Eingreifen rettet Wohngebäude und 18 Pferde Bentfeld (al). Es liegt erst eineinhalb Wochen zurück, als die gesamte Delbrücker Feuerwehr zum Brand eines Heulagers an die Scharmeder Straße zwischen Bentfeld und Scharmede gerufen wurde. Am frühen Sonntag Morgen wurden die Einsatzkräfte erneut in die Scharmeder Straße beordert. Als in Bentfeld um 5.35 Uhr die Sirene ertönte, brannte ein rund 20 mal 30 Meter großer Pferdestall nur wenige hundert Meter von der letzten Einsatzstelle entfernt. Schon auf der Anfahrt sahen die ersten Kräfte weithin sichtbaren Feuerschein aus den Stallungen an der Cowboy´s Heaven Ranch von Dieter Klocke (44) aufsteigen. Sofort wurde Gesamtwehralarm ausgelöst und der Löschzug Sande und weitere Kräfte aus Paderborn angefordert. Das erste Augenmerk von Dieter Klocke und den Feuerwehrkameraden galt den 18 im Stall untergebrachten Pferden. Die Tiere konnten unverletzt gerettet werden. Bekannt wurde die Cowboy´s Heaven Ranch durch das jährliche Ranch Rodeo, bei dem sich Western Reiter aus ganz Deutschland in Bentfeld trafen und ihr Geschick im Umgang mit Westernpferden und Rinden unter Beweis stellten.
Die nächste große Sorge galt dem nur durch eine Brandschutzmauer von den Stallungen getrennten Wohnhaus. Durch den schnellen und massiven Löscheinsatz über eine Drehleiter sowie im Außenangriff konnte ein Übergreifen auf das 1904 erbaute und in den letzten Jahren gründlich renovierten Wohnhaus verhindert werden. Die Ehefrau und die beiden kleinen Kinder von Dieter Klocke waren zum Unglückszeitpunkt nicht im Haus. Trotz der rund 100 Einsatzkräfte wurden die Stallungen ein Raub der Flammen und brannten bis auf die Grundmauern aus. Aufgrund der starken Rauchentwicklung konnten die Löscharbeiten teilweise nur unter schwerem Atemschutz vorgenommen werden. Das Löschwasser wurde aus drei Hydranten genommen und im Pendelverkehr mit Feuerwehrfahrzeugen herangeführt. Ein Rauchwolke nebelte das ganze Lippedorf ein. Neben den Temperaturen unter dem Gefrierpunkt gestaltete sich auch das Ablöschen des im Dachgeschoß gelagerten Stroh und Heu als schwierig. In mühsamer Handarbeit mussten Stroh und Heu von den Feuerwehrkameraden mit Feuerhaken aus dem Dachgeschoß herausgezogen werden, ehe das THW mit einem Radlader Stroh und Heu zum Ablöschen auf ein angrenzendes Feld fahren konnten. Die Nachlöscharbeiten dauerten den gesamten Sonntag an. Die Polizei vermutete zunächst eine möglicherweise sechsstellige Schadenssumme. In die Ermittlungen zur Brandursache wurde die Kriminalpolizei und ein Brandsachverständiger eingeschaltet.
Für die ersten Stunden des Einsatzes wurde die Scharmeder Straße vollgesperrt. Da die Straße aber als Umleitungsstrecke für den Scharmeder Ortskern und den dort anstehenden Karnevalsumzug benötigt wurde, war Eile geboten. Gegen Mittag konnte die Sperrung aufgehoben werden. |
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Nachlöscharbeiten bis in die späten Abendstunden, im Einsatz THW und Einheiten aller Löschzüge
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Bericht: Neue Westfälische 5. Februar pdf
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Bericht: Polizei POL-PB: Nach Großbrand auf Pferdehof - Polizei warnt vor Brandstifter Delbrück/ Paderborn (ots) - (mb) Die Ermittlungen zur Brandursache nach dem Feuer auf dem Pferdehof an der Scharmeder Straße in Bentfeld dauern derzeit weiter an. Ein Sachverständiger und Polizeispürhunde sollen am Dienstag bei den weiteren Untersuchungen helfen. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand und den vorliegenden Erkenntnissen der Kriminalbeamten wird jedoch Brandstiftung vermutet. Dem Hofbesitzer war am Samstag mit der Briefpost ein Kuvert mit einem Drohbrief zugestellt worden (siehe Foto). Das Opfer erstattete Anzeige bei der Polizei, die darauf ihre Streifentätigkeit im Bereich Bentfeld erhöhte. Dennoch kam es in der Nacht zum Sonntag zu einem Brand. Auch der Brand vor wenigen Tagen in der unmittelbaren Nachbarschaft ist nach Angaben der Polizei mit großer Wahrscheinlichkeit auf Brandstiftung zurückzuführen. Die Untersuchungen diesbezüglich sind noch nicht abgeschlossen. Ein Zusammenhang kann nicht ausgeschlossen werden.
Die Polizei bittet deswegen alle Einwohner im Raum Delbrück, vornehmlich aber alle Hofbesitzer um erhöhte Aufmerksamkeit, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Brandstifter noch einmal aktiv wird. Die polizeiliche Bestreifung wurde bis auf Weiteres nach Anordnung von Polizeidirektorin Ursula Wichmann deutlich erhöht. Wichmann: "Wir wollen mit allen polizeilichen Mitteln, insbesondere aber mit Hilfe der Bevölkerung, so schnell wie möglich dem Brandstifter das Handwerk legen." Deswegen sollten verdächtige Personen oder Fahrzeuge zukünftig so schnell wie möglich der Polizei gemeldet werden, um eine sofortige Überprüfung zu ermöglichen. Alle Zeugen, die im Zusammenhang mit dem Brand vom Sonntagmorgen oder dem Feuer am Mittwochabend, den 23. Januar 2008, verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Auch vermeintlich unwichtige Details könnten dabei von Bedeutung sein. Sachdienliche Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen. Die Polizei ist in Paderborn unter der Rufnummer 05251/3060 erreichbar. |