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6. März Traditionelle Sakkos aus Tuch sind funktionalen Blousonjacken gewichen Freiwillige Feuerwehr Delbrück hat ein neues Erscheinungsbild Bericht: Stadtanzeiger Delbrück, Barbara Brunnert Delbrück (bb). Im neuen Gewand zeigen sich seit kurzem die Aktiven aus allen sechs Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr Delbrück. Auslöser für die Anschaffung neuer Uniformen war ein Erlass des Innenministeriums über die einheitliche Regelung der Dienstkleidung der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen von Mai 2009. Obwohl die bisherige Dienst- und Ausgeh-Uniform, die in den 1970er Jahren eingeführt wurde, mittlerweile deutlich in die Jahre gekommen war und vor allem beim Nachwuchs immer unbeliebter wurde und als „altbacken“ galt, fällten die Delbrücker den Beschluss zur Neuanschaffung nicht einfertig. Gründlich wägten sie erst einmal ab, ob eine Umstellung angesichts knapper Stadtkassen auch wirklich notwendig ist. Im „Arbeitskreis Bekleidung“ kamen unter Leitung von Raimund Pamme (Delbrück) auch Jens Fortmeier (Ostenland), Meinolf Brökelmann (Westenholz), Jörg Schindler (Lippling), Jochen Marks (Bentfeld), Christoph Steinkemper (Boke) sowie Rainer Sprenger als Kleiderwart der Gesamtwehr und Vize Uwe Broeker zusammen. Mit der Entscheidung für die Neuanschaffung ging die Arbeit aber erst richtig los. Angebote mehrerer Firmen mussten eingeholt, Schnittmuster miteinander verglichen werden. Erst im Oktober 2010 folgte die endgültige Bestellung von gut 300 neuen Uniformen. Die Ausgabe an die Aktiven seit Mitte Januar in der frisch renovierten Kleiderkammer des Delbrücker Gerätehauses war ein weiteres logistisches Meisterstück. Die alte und neue Uniform im Vergleich präsentieren Oberbrandmeister Mario Lenzmeier aus Bentfeld, Oberbrandmeister Jörg Brunnert aus Westenholz, Unterbrandmeister André Sprenger aus Boke, Hauptfeuerwehrfrau Stefanie Tanger aus Lippling, Hauptbrandmeister Karl Fortmeier aus Ostenland und Oberbrandmeister Rainer Sprenger aus Delbrück (v.l.). Foto: DSA/Brunnert Auf den ersten Blick am stärksten ins Auge fällt der Wechsel der Hemdfarbe von Blau zu Weiß. An den neuen Hemden wie den neuen Jacken sind Schulterstücke vorgesehen, die den Dienstgrad der Kameraden anzeigen und mit Druckknopf befestigt werden. Die bisherigen Sakkos im traditionellen Schnitt sind modernen Blousonjacken gewichen, die auch Zweifler durch Tragekomfort und Funktionalität überzeugen. Von Vorteil sind etwa die vielen Taschen, die wie die Jacke selbst mit Reißverschluss zu schließen sind. Auf der Brusttasche ist in großen Lettern „Feuerwehr“ zu lesen. Auch bei Ärmelwappen wurde diesmal auf den Zusatz „Freiwillige“ verzichtet. Um alle Aktiven gleichzeitig mit den neuen Blousons ausstatten zu können und damit auch weiterhin ein einheitliches Auftreten der Wehr zu sichern, wählten die Verantwortlichen ein ungewöhnliches Finanzierungsmodell: Die Löschzüge strecken die Summe aus Einsatzgeldern und Mitteln der Fördervereine vor, die Stadt erstattet den Betrag in Zukunft aus dem regulären Budget für Feuerwehr-Bekleidung zurück. Freiwillig haben bislang 120 Kameraden auch den bisherigen Bundeswehr-Parka gegen ein moderneres Modell eingetauscht. |