Delbrück :mb

19. Januar 2011

Großbrand Geflügelhof, Boke Taubenweg.

Um 11.22 Uhr wurden die Löschzüge Delbrück und Boke über Funkmeldeempfänger und Sirene zum Brand eines Stallgebäudes in Boke am Taubenweg gerufen.

Bereits von weitem war eine sehr starke Rachentwicklung zu erkennen. Der Erstangriff erfolgte im Innen und Außenangriff über Steckleitern und schweren Atemschutz. Aufgrund hohen Bedarfes an Atemschutzgeräteträgern und der Gefahr einer weiteren Ausbreitung wurden unverzüglich die Erstangriffsfahrzeuge der Löschzüge Bentfeld, Lippling, Ostenland und Westenholz nachalarmiert. Unklar war ob möglicherweise eine Gasleitung in dem Gebäude explodieren könnte. Aus einem Rohr schoß eine 2 Meter lange Stichflamme. Die Leitung konnte jedoch schnell abgesperrt werden.

Um die Brandnester gezielt bekämpfen zu können mußte die Dachhaut ( Pfannen) großflächig entfernt werden. Eine dichte Rauchwolke zog zwischenzeitlich über die Boker Straße die komplett gesperrt wurde. Aufgrund der beengten Verhältnisse an der Einsatzstelle konnte die Drehleiter nicht zum Einsatz kommen. Zur Versorgung mit Atemluftflaschen und Geräten war der AB Atemschutz (Abrollbehälter) von der Kreisfeuerwehrzentrale vor Ort. Die Wasserversorgung wurde durch Hydranten eines nahegelegenen Betriebes sichergestellt.

Bericht / Fotos: FW mb





Fotos: Marc Köppelmann


Westfälisches Volksblatt

Großaufgebot der Delbrücker Feuerwehr löscht Brand auf Boker Geflügelhof

Von Heinz-Peter Manuel

Boke (WV). Brandalarm in Boke: Mit einem Großaufgebot ist die Delbrücker Feuerwehr gestern Mittag zu einem Brand am Ortsrand ausgerückt. Der noch leer stehende Stall eines Geflügelhofes am Taubenweg brennt Heute sollten dort 2000 Küken einziehen.

Als die ersten Wehrmänner am Einsatzort nahe der Boker Straße eintreffen, schlägt ihnen dichter Rauch entgegen. »Zuerst haben wir überhaupt nichts gesehen«, schildert Löschzugführer Peter Schniedertüns erste Eindrücke. Doch dann hätte es gefährlich werden können. Denn als Feuerwehrmänner unter Atemschutz in den mittleren Teil der rund 50 Meter langen und fünf Meter breiten Scheune vordringen, schlägt ihnen plötzlich eine zwei Meter hohe Stichflamme aus einer Gasleitung entgegen, von der die Einsatzkräfte gar nichts wussten.

»Das hätte leicht zu einer brenzligen und bedrohlichen Situation führen können«, wissen Schniedertüns und Stadtbrandinspektor Reinhard Brand. Das Gas kommt aus einem Flüssiggastank nur wenige Meter entfernt.

Bevor weitere Löschversuche gestartet werden, muss zunächst die Gaszufuhr in den leer stehenden Stall unterbrochen werden. Danach rücken die Einsatzkräfte aus den Löschzügen Delbrück und Boke, unterstützt von den Erstangriffsfahrzeugen aller Löschzüge des Stadtgebietes, gegen das Feuer vor, das seine Nahrung vor allem in Strohresten in der Scheune findet. Auf etwa einem Drittel der Scheunenlänge brennt es. Vor Ort ist auch der Atemschutzcontainer aus Ahden. Parallel öffnen weitere Kameraden das Dach der Scheune, um den dichten Rauch abziehen zu lassen. Dazu reißen sie etliche Dachziegel heraus. Mehrere Lüfter sorgen zusätzlich dafür, dass die Männer die für ihre Löscharbeiten erforderliche Sicht haben. Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt der Zwischendecke, die ebenfalls Feuer gefangen hat. Nach gut einer Stunde rücken die ersten Einsatzkräfte wieder ab. Die Nachlöscharbeiten ziehen sich bis weit in den Nachmittag hinein. Zwischenzeitlich muss die Boker Straße für den Fahrzeugverkehr komplett gesperrt werden.

Die Ursache des Feuers steht am Abend noch nicht fest. Menschen und Tiere kommen nicht zu Schaden, weil der Stall nicht belegt war. Die Schadenshöhe beträgt nach Mitteilung der Paderborner Polizei etwa 10 000 Euro. Wie der Betriebsinhaber auf Anfrage des WV mitteilte, habe er den Stall vorheizen wollen. Denn heute sollten 2000 Küken in das Gebäude einziehen.



Bericht: Polizei

Brand auf Geflügelhof

Delbrück-Boke (ots) - (mb) Auf einem Geflügelhof am Taubenweg ist am Mittwoch in einem leer stehenden Stall ein Feuer ausgebrochen. Der Brand wurde gegen 11:20 Uhr entdeckt. In dem etwa 100 m langen und 5 m breiten Gebäude griffen die Flammen auf den Dachstuhl über. Die alarmierte Feuerwehr löschte den Brand ab. Etwa ein Drittel des Gebäudes wurde beschädigt. Der Sachschaden liegt bei etwa 10.000 Euro. Die Ermittlungen zur Brandursache sind noch nicht abgeschlossen.