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Delbrück mb 25. November Bericht: Neue Westfälische Gelbe Wolke nach Gasunfall, Keine Gefahr für die Bevölkerung. |Text: VON UWE POLLMEIER; Fotos: Marc Köppelmann Salzkotten. Bei einem Gasunfall in dem Gebäude der Firma Brautmeier GmbH an der Fritz-Kleine-Straße wurden gestern Mittag sechs Mitarbeiter verletzt. Bei der Reinigung angelieferter Aluminiumgestelle in Salpetersäure kam es gegen 11.30 Uhr zu einer ungewollten chemischen Reaktion. "Über dem Gebäude stand unmittelbar nach dem Vorfall eine leuchtend gelbe Wolke", sagte Stadtbrandinspektor Alfons Bunte. Innerhalb weniger Minuten waren die Löschzüge aus Salzkotten, Upsprunge und Verne vor Ort, um die weitere Entstehung der Schadstoffwolke zu unterbinden. Dies gelang auch sehr schnell, die Wolke wurde währenddessen mit dem Wind in westliche Richtung getrieben. "Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr. Solch eine Wolke verdunstet schnell in der Luft", sagte Kreisbrandmeister Bernhard Lücke. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich 25 Personen in dem Firmengebäude. Acht von ihnen waren in unmittelbarer Nähe, die restlichen befanden sich in separaten Bürogebäuden. Die Belegschaft der auf die Oberflächenveredelung von Leiterplatten spezialisierten Firma wurde zwischenzeitlich im Sozialraum der benachbarten Firma "Schaub Haustechnik" untergebracht. Im weiteren Verlauf wurden ein Gerätewagen Messtechnik der Paderborner Feuerwehr sowie zwei ABC-Erkundungskraftwagen angefordert. Diese kamen von der Feuerwehr Delbrück sowie der Freiwilligen Feuerwehr Halle im Kreis Gütersloh und führten unverzüglich Messungen rund um das Firmengelände durch. "Die von uns gemessenen Werte liegen weit unterhalb der Alarmschwelle, bei der wir weitere Maßnahmen ergreifen würden", gab Bunte schon bald darauf Entwarnung. Den sechs betroffenen Mitarbeitern, eine 42-jährige Frau und fünf Männer im Alter zwischen 28 und 40 Jahren, geht es laut den Einsatzkräften gut, sie wurden jedoch zur Beobachtung in die Krankenhäuser nach Geseke und Paderborn gebracht. "Aus Sicherheitsgründen müssen die betroffenen Personen noch bis zu 48 Stunden im Krankenhaus verbleiben, da sich eventuelle Folgen durch das Einatmen nitroser Gase erst nach ein oder zwei Tagen im Blutbild abzeichnen", sagte Lücke. Als nitrose Gase wird ein Gemisch aus Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid bezeichnet. Sie entstehen bei der Reaktion von Salpetersäure mit Metallen. Knapp drei Stunden nach dem Vorfall gab die Einsatzleitung das Gebiet rund um das Firmengelände wieder frei. Die Vollsperrung der Franz-Kleine-Straße im Industriegebiet Im Berglar wurde aufgehoben. Neben fünf Fahrzeugen des Rettungsdienstes waren auch der Leitende Notarzt sowie der Notarzt aus Salzkotten bei dem Gasunfall im Einsatz. Bericht: Polizei Gasaustritt in Metall verarbeitendem Betrieb Salzkotten (ots) - (ik) Am Donnerstagmittag kam es in einem Salzkottener Unternehmen an der Franz-Kleine-Straße bei Eloxierarbeiten zum Austritt von Gasen. Während der Oberflächenveredelung von Aluminiumteilen entstand in einem Säurebad eine chemische Reaktion, in deren Folge gelber Qualm sichtbar freigesetzt wurde, der aus dem Firmengebäude ins Freie zog, sich dort aber schnell verflüchtigte. Bei den in der Halle und im Freien unverzüglich durchgeführten Messungen wurden schließlich keine gefährlichen Schadstoffe mehr festgestellt. Allerdings mussten eine 42jährige Mitarbeiterin und fünf Mitarbeiter ( 40 bis 28 Jahre alt), die unmittelbar mit den Arbeiten in der Halle beschäftigt gewesen waren, zur vorsorglichen Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht werden; eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht. Im Vordergrund das Messfahrzeug ABC-Erkunder aus dem Kreis Paderborn ( Stadt Delbrück) und daneben das ABC- Erkundungsfahrzeug aus dem Kreis Gütersloh ( Stadt Halle ). Foto: FW |