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Delbrück: mb 24. November Sonderbeilage zum Westfälisches Volksblatt
Feuerwehr Delbrück Die Leitung der Feuerwehr Delbrück liegt, teilweise in der dritten Amtsperiode ( jeweils 6 Jahre laut FSHG/NW ), in den bewährten Händen der einsatzerfahrenen Stadtbrandinspektoren Reinhard Brand ( 50 ) , Lothar Mühlbrandt ( 51 ) und Alfons Heisener ( 47). Die drei Führungskräfte der Delbrücker Wehr haben in den Jahren ihrer Amtszeit den derzeit gültigen und vom Rat der Stadt verabschiedeten Brandschutzbedarfsplan für die zweitgrößte Stadt des Kreises Paderborn in enger Abstimmung mit den Löschzugführern vorbereitet, umgesetzt und zweimal fortgeschrieben. Dadurch erhielten alle Standorte der Feuerwehr Delbrück hochmoderne Hilfeleistungslöschfahrzeuge, die einen umfassenden und erfolgreichen Einsatz bei den zahlreichen Bränden und technischen Hilfeleistungen garantieren. Der Zusammenhalt der Feuerwehr Delbrück ist schon sprichwörtlich geworden und so ist diese Wehr auch über Stadt- und Kreisgrenzen hinaus als schlagkräftige und einsatzerprobte Wehr bestens angesehen, dies außerdem nicht nur im Alltagsgeschäft , sondern auch in Bereichen wie ABC-Zug und Wasserrettung, sowie Notarzt- und Rettungsdienst. Delbrücks Feuerwehrchef Reinhard Brand ( 50 ) ist mittlerweile dienstältester Wehrleiter im Kreisgebiet, er fungiert zudem als Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes Paderborn e.V. Löschzug Delbrück Mitte Seit 132 Jahren Dienst am Nächsten, 70 aktive des Löschzuges Delbrück bewältigen vielfältige Aufgaben. Die Freiwillige Feuerwehr Delbrück wurde offiziell im Jahre 1878 gegründet. Ein altes Fachwerkhaus an der Langen Straße, Abzweig Rietberger Straße (heute steht dort ein Ärztehaus) diente damals als Spritzenhaus. Dort waren eine Saug- und Druckspritze, zwei Kübelwagen, Ledereimer, Einreißhaken und Leitern untergebracht. 1938 wurde am Driftweg ein neues, für damalige Zeiten hochmodernes Feuerwehrgerätehaus gebaut. Bereits 1936 konnte die Wehr die erste Motorspritze (TS8) und 1941 ihr erstes motorisiertes leichtes Löschgruppen-fahrzeug (LLG) in Betrieb nehmen. Mit dem ständig wachsenden, technischen Fortschritt wurde auch der Ausrüstungsstand der Feuerwehr Delbrück immer wieder der jeweiligen Zeit angepasst. So verfügte die Wehr bereits im Jahre 1954 über ein Tanklöschfahrzeug (TLF15T) mit einem Wassertank von 3.000 Litern. Die Vielfalt der Einsätze nahm im Laufe der Zeit stetig zu. Die 1975 in Kraft tretende kommunale Neugliederung brachte auch Veränderungen innerhalb der Feuerwehr mit sich. Die Freiwilligen Feuerwehren der einzelnen Gemeinden wurden zu einer Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Delbrück zusammen-gefasst. Die ehemaligen Wehren wurden in Löschzüge umbenannt und es entstand der Löschzug Delbrück-Mitte. Die Zahl der Einsätze stieg von Jahr zu Jahr. Waren es in den 60er Jahren 30-35 Einsätze, so waren es bis Mitte der 80er Jahre rund 100 Einsätze, die es pro Jahr zu bewältigen gab. 1981 entstand in der Südstraße ein modernes Rettungszentrum für DRK, Polizei und Feuerwehr. Seit dem ist der Löschzug Delbrück dort stationiert. Im Laufe der Jahre wurde das Gerätehaus in unzähligen Stunden der Eigenleistung von den Kameraden des Löschzuges Delbrück erweitert und modernisiert. Im Jahr 2010 zählt der Löschzug Delbrück rund 70 aktive Mitglieder. Die Vielfalt und die Komplexität der Einsätze hat im Laufe der Zeit extrem zugenommen. So wird der Löschzug Delbrück Jahr für Jahr mit zahlreichen Bränden, in Wohnungen, Produktionsstädten oder landwirtschaftlichen Betrieben konfrontiert. Auch die Zahl der technischen Hilfeleistungen ist bedingt durch die größer werdende Verkehrsdichte auf unseren Straßen sprunghaft angestiegen. Einen besonderen Gefahrenschwerpunkt bildet in Delbrück u.a. die B64. Schwere Verkehrsunfälle mit eingeklemmten und schwerverletzten Personen sind keine Seltenheit. Auch Unfälle mit Gefahrguttransporten sowie die Menschenrettung in und auf Gewässern gehören heute ebenso zum Einsatzgeschehen, wie die kompetente Hilfe als First-Responder bei medizinischen Notfällen. Daher wird bei der Feuerwehr Delbrück das Thema Aus- und Weiterbildung groß geschrieben. Auf eine Leiter zu steigen und mit dem Schlauch Wasser verspritzen reicht nicht. Die Anforderungen für den harten Einsatz bei der Feuerwehr sind deutlich höher. Dort kommt nur der zum Einsatz, der den körperlichen und geistigen Anforderungen gerecht wird.
Im Rahmen der Aus- und Weiterbildung leisten die Kameradinnen und Kameraden des Löschzuges Delbrück rund 2000 Ausbildungsstunden pro Jahr. Darüber hinaus werden 23 Übungsabende innerhalb des Löschzuges durchgeführt. Im Jahr 2009 musste der Löschzug Delbrück zu insgesamt 202 Einsätzen ausrücken. Geleitet wird diese Einheit von den Kameraden Brandoberinspektor Peter Schniedertüns und Brandinspektor Johannes Grothoff. Für die vielfältigen und komplexen Aufgaben der Feuerwehr ist neben einer fundierten Ausbildung, eine gute professionelle Ausrüstung unverzichtbar. Im Jahr 2010 verfügt der Löschzug Delbrück über folgende Fahrzeuge: 2 Löschgruppenfahrzeuge (HLF und LF 20/16), 1 Drehleiter (DLK 23/12), 1 Großtanklöschfahrzeug (TLF 24/50), 1 Rüstwagen (RW1), 1 Einsatzleitwagen (ELW-2), 1 Mannschaftstransportwagen (MTW). Löschzug Ostenland Schon oft machte die Delbrücker Feuerwehr durch Initiativen auf sich aufmerksam, die sich durch Ideenreichtum und hoher Motivation besonders auszeichnen. Dabei legten nicht selten gerade die Ostenländer Blauröcke Hand an, was u.a. schon einmal mit der besonderen Auszeichnung des "Steuergroschens" gewürdigt wurde. Nach 3 1/2 Monaten und vielen, vielen Stunden harter Kleinarbeit der Kameraden war es soweit. Das TLF 16 / 25 Baujahr 1981 - welches viele Jahre Dienst in Ostenland getan hat, dann für kurze Zeit an die Löschgruppe Boke ausgeliehen war - erstrahlte nun nach einer Generalüberholung in neuem Glanz. Der "Förderverein Feuerwehr Ostenland" sowie die Kameradschaftskasse des Löschzuges haben den größten Anteil der erforderlichen finanziellen Mittel geleistet. In unzähligen Arbeitsstunden haben besonders, einige Kameraden mit viel Herzblut und Liebe zum Detail, sämtliche Arbeiten in Eigenleistung verrichtet und ein sehenswertes Ergebniss erzielt. Ein von Grund auf renoviertes Einsatzfahrzeug, welches in zahlreichen Arbeitsstunden nahezu neuwertig wieder in den Dienst des Löschzuges Ostenland ging. Detail´s zum Fahrzeug: Lichtmast, Wasserwerfer, Schnellangriff auf der Mannschaftskabine, Umfeldbeleuchtung u. Atemschutzgeräte in der Mannschaftskabine.
Löschzug Westenholz Dem Löschzug Westenholz gehören zur Zeit 43 Aktive, 13 Jugendfeuerwehrmitglieder und 15 Kameraden der Ehrenabteilung an. Zur Chronik: In Westenholz kam es aufgrund der Initiative einiger engagierter Bürger 1962 zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr. 1977 wurde in Eigenleistung ein neues Gerätehaus gebaut. Tausende Arbeitsstunden wurden investiert und 1978 war es endlich soweit- die Gerätehauseinweihung konnte stattfinden. Heute im Jahr 2010 führt Brandinspektor Hubert Beine den Löschzug an. Ihm zur Seite stehen BI Bernhard Horst und HBM Johannes Börnemeier. Brandinspektor Bernhard Horst ist zugleich auch der Stadtjugendfeuerwehrwart der Gesamtwehr Delbrück. Dem Löschzug Westenholz stehen u.a. gleich zwei leistungsstarke Hilfeleistungslöschfahrzeuge HLF 20/16 zur Verfügung, um effektive Hilfe bei Brand und technischen Hilfeleistungseinsätzen zu leisten. Diese Stationierung bewährte sich bereits mehrfach bei Bränden in den zahlreichen Möbelwerken, Industriehallen und landwirtschaftlichen Betrieben in und um Westenholz.Den Fahrzeugpark ergänzen zudem ein Einsatzleitwagen und ein Dekontaminationsmehrzweckfahrzeug das zum ABC Zug der Feuerwehr Delbrück gehört. Auch die Jugendarbeit wird wie in allen Zügen der Gesamtwehr großgeschrieben. So engagieren sich hier 13 Jugendfeuerwehrmitglieder und ihre 6 Betreuer. Auch die Ehrenabteilung ist ein wichtiger Bestandteil, die Kameraden nehmen an Veranstaltungen und Aktivitäten des Löschzuges rege teil.In zahlreichen Arbeitsgruppen engagieren sich die Aktiven zudem, wie in der Absturzsicherung auf Gesamtwehrebene unter Leitung von Jörg Brunnert und der Atemschutzausbildung. Im Jahr 2012 feiert der Löschzug Westenholz sein 50 jähriges Jubiläum und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück.
Löschzug Lippling Der Löschzug Lippling wurde 1926 als Freiwillige Feuerwehr Westerloh gegründet, welche im Jahr 1975 mit der Freiwilligen Feuerwehr Delbrück zusammengeführt wurde und als Löschzug Lippling geführt wird. Der heutige Löschzug Lippling betreut heute mit 48 Aktiven, 2 Großfahrzeugen, einem Löschfahrzeug LF 8 und einem Mannschaftsfahrzeug die Einsatzgebiete Lippling, Schöning und Steinhorst. Die Leitung des Löschzuges Lippling liegt in den bewährten Händen von Brandoberinspektor Klaus Ringkamp und BI Jürgen Sunder. Bemerkenswert ist dabei, dass BOI Klaus Ringkamp die direkte Nachfolge seines Vaters Johannes Ringkamp antrat. Im Einsatzfall kann aus dem Betrieb der Familie Ringkamp zur Tageszeit die Besatzung eines Löschfahzeuges komplett besetzt werden. Am Beispiel des Löschzuges Lippling dokumentiert sich einmal mehr die hohe Bereitschaft zur Eigenleistung für die Bürger und die Stadt Delbrück. Neben einem ohnehin schon hohen Einsatzaufkommen bauen die Lipplinger Kameraden seit Mitte diesen Jahres ihr neues Feuerwehrgerätehaus mit finanzieller Unterstützung durch die Stadt Delbrück mehr oder weniger in Eigenleistung. Bereits Ende 2010 werden die 4 Einsatzfahrzeuge und die Feuerwehrkameraden aus Lippling nach nur 6 monatiger Bauzeit ihren neuen Standort nach neuesten Richtlinien im Herzen des Dorfes neu beziehen können. Der neue Schulungsraum befindet sich ebenfalls im Bau.
Löschzug Bentfeld Der Löschzug Bentfeld der Feuerwehr Delbrück wurde im Jahre 1934 gegründet. Zu dieser Zeit gliederte sich Bentfeld noch an das Amt Salzkotten-Boke an. Erst mit der kommunalen Neugliederung 1975 wurde aus der Freiwilligen Feuerwehr Bentfeld der heutige Löschzug Bentfeld der Feuerwehr Delbrück. Der Löschzug Bentfeld unter der Leitung von Brandinspektor (BI) Georg Schulze und seinem stellv. BI Tobias Lenzmeier gehören zum jetzigen Zeitpunkt insgesamt 59 Kameraden (aktive, Ehrenabteilung und Jugendfeuerwehr) an. Nach dem Neubau eines Gerätehauses (1964) am heutigen Lippeweg und einigen Umbaumaßnahmen bis heute sind in Bentfeld 4 Fahrzeuge sowie ein Motorboot zur Wasserrettung bereitgestellt. Neben einem leistungsstarken Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 20/16) neuester Bauart steht dem Löschzug Bentfeld noch ein weiteres Löschfahrzeug LF 8/6 zur Verfügung. Nach dem Erwerb eines Rüstwagens (RW 1) und Umbau zum Gerätewagen Wasserrettung (GW Wasser) ist es nun möglich die benötigten Materialen des Wasserrettungszuges innerhalb kürzester Zeit bei Wasserunfällen bereit zu stellen. Ein neuer Komandowagen (KDOW) auf VW T 5 Basis rundet den Fahrzeugpark des Löschzuges ab.
Löschzug Boke Innerhalb der Delbrücker Gesamtwehr ist der Löschzug Boke der jüngste Feuerwehrstandort. Doch hätte es nicht eine jahrzehntelange Unterbrechung gegeben, wäre Boke auch zugleich eine der ältesten Feuerwehren weit und breit. Die erste Eintragung der Wehr in der Boker Chronik stammt aus dem Jahre 1820. Zur Ausstattung berichtete der Chronist im Jahre 1840: Es wurden für die Gemeinden des Kirchspiels 8 Handspritzen angelegt.
Der letzte schriftlich belegbare Einsatz der alten Boker Feuerwehr war zunächst 1949 beim Brand der Boker Mühle (heute Boker Straße 129). In der Nachkriegszeit ist es nicht gelungen, die Boker Feuerwehr zu modernisieren. Der letzte "Leiter" der Feuerwehr, wurde zwar noch im Jahre 1950 in Warendorf ausgebildet. Zu einem geordnetem Neuaufbau ist es dennoch nicht mehr gekommen. Die Wehr wurde aufgelöst. Über 50 Jahre später ergriff die heutige Delbrücker Feuerwehrführung die Initiative zur Neugründung des Standortes. Zahlreiche Boker Vereinsvorstände unterstützen dabei gern und 2004 erhielt Boke seine Feuerwehr zurück. Heute, 6 Jahre nach der Neugründung leisten 31 Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen, sowie 13 Jugendfeuerwehrmitglieder unter der Leitung von Brandinspektor Stefan Gutzmann und Hubertus Ridder ihren freiwilligen Dienst beim Löschzug Boke der Feuerwehr Delbrück.
ABC Zug als Katastrophenschutzkompente des Bundes und des Landes NRW im Kreis Paderborn Der ABC-Zug des Kreises Paderborn ist die Katastrophenschutzkomponente des Bundes und des Landes NRW für die Bereiche Gefährliche Stoffe und Güter sowie Strahlenschutz. Diese Spezialeinheit ist in der Feuerwehr der Stadt Delbrück angesiedelt. Die Leitung dieser Einheit untersteht dem ABC-Zugführer Mathias Strunz. Die Mannschaft setzt sich aktuell aus ca. 86 Einsatzkräften aller Löschzüge der Gesamtwehr Dewlbrück zusammen. Die Fahrzeuge werden von Mitgliedern der Löschzüge Delbrück, Westenholz und Bentfeld besetzt und durch die Kameraden der anderen Löschzüge verstärkt. Entsprechend den Konzepten von Bund und Land NRW können nicht nur das ABC-Erkundungsfahrzeug der Delbrücker, sondern auch alle weiteren Messfahrzeuge des gesamten Regierungsbezirkes gemeinsam zum Einsatz kommen, um eine Gefahrgutsituation messtechnisch beurteilen zu können. Bislang mussten sich die örtlichen Feuerwehren bei Chemieunfällen eigenständig Unterstützung aus den Nachbarkreisen herbei telefonieren. Das führte in einzelnen Fällen zu Problemen und Zeitverlusten. »Künftig soll es ausreichen, wenn ein Einsatzleiter, sofern er Unterstützung braucht, die Bezirksregierung anruft, alles weitere wird von von hier organisiert«, bemerkte Brandrat Daniel Meyer, Feuerschutzdezernent beim Regierungspräsidium in Detmold bei einer Übung im Oktober 2010 welche die Delbrücker Wehr im Auftrag der Bezirksregierung ausrichtete. Eine wesentliche Optimierung erfährt der ABC-Zug Delbrück im Kreis Paderborn im Juni 2011. Dann wird ein hoch spezieller Abrollcontainer V-Dekon zur Dekontamination von Verletzten mit Trägerfahrzeug ausgeliefert. Der Betrieb des Spezialfahrzeuges erfordert im Einsatzfall eine enge Zusammenarbeit von Kräften des ABC-Zuges und Mitarbeitern mit rettungsdienstlicher Ausbildung. Im Rahmen der zu erwartenden Stationierung des Abrollbehälters "V-Dekon" besuchten der stellv. Leiter der Feuerwehr Lothar Mühlbrand, der Leiter des ABC-Zuges Matthias Strunz, der Leiter der Arbeitsgruppe SEG-Delbrück und der Projektleiter Jörg Brunnert das Seminar "Aufbau Abrollbehälter V Dekon" am IdF in Münster.
Sondereinsatzgruppe-Rettung "SEG-Rettung" Die Bürger in und um Delbrück erhalten durch die SEG-Rettung eine besondere zusätzliche Initiative der Feuerwehr, wenn es um Rettung und Erhalt von Leib und Leben geht. Dieser Bereich gliedert sich seit einigen Jahren in drei wesentliche Bereiche, dieses sind die Bereitstellung des Notarzteinsatzfahrzeuges, die Unterhaltung eines zweiten Rettungswagens und die Notfallhelfergruppen in allen Standorten der Feuerwehr Delbrück. Das Notarzteinsatzfahrzeug gehört dem Stadtfeuerwehrverband Delbrück e.V. Es ist ein moderner VW-Buli T 5 mit 180 PS und allen medizinischen Geräten bis hin zum 12-Kanal Defibrillator. Das Fahrzeug startet von der Notarztwache Westenholz und ist der Leitstelle für den Feuerschutz und Rettungsdienst des Kreises Paderborn unterstellt. Dem Kreis ist auch der im April 2010 neu ausgelieferte sog. zweite Rettungswagen für das Stadtgebiet auf IVECO-Basis zugeordnet. Das ebenfalls 180 PS starke Einsatzfahrzeug wird von Delbrücker Feuerwehrkräften ehrenamtlich besetzt. Der RTW wird zur Spitzenabdeckung des Regelrettungsdienstes, zum Eigenschutz bei Feuerwehreinsätzen, sowie der Verstärkung des Rettungsdienstes bei Großveranstaltungen und im "Transportzug 10" des Kreises Paderborn bei Großschadenslagen eingesetzt. Die SEG Rettungs besteht zur Zeit aus 23 Einsatzkräfte, davon sind 11 Rettungsassistenten, 6 Rettungssanitäter, 2 Rettungshelfer, sowie 4 Feuerwehrärzte. Personelle Verstärkung kommt zusätzlich vom DRK Delbrück. Die Notfallhelfergruppe besteht aus zusätzlich ca. 10 ausgebildeten Feuerwehrkräften in jeweils 6 Standorten. Diese 60 Helfer verfügen in Delbrück, Ostenland, Westenholz, Lippling, Bentfeld und neuerdings auch in Boke für den Notfall auch über 6 Defibrillatoren.
SEG-Wasserrettung der Feuerwehr Delbrück Die Wasserrettungszug der Feuerwehr Delbrück, unter der Leitung von HBM Meinolf Neiske, besteht aus den Löschzügen der Feuerwehr sowie der DLRG Delbrück mit ihren Rettungstauchern. Federführend ist hier der der Löschzug Bentfeld zu nennen. Optimierung der genutzten Gerätschaften, u.a. Gerätewagen Wasserrettung, Motoboote, Schlauchboote, Sonargerät zum Absuchen von Gewässern und Flüssen und eine Unterwasserkamera, erfordern eine fortlaufende Aus- und Weiterbildung der Kameraden. Bei Einsätzen und nicht nur bei der Wasserrettung hat sich gezeigt, dass sich eine Beschilderung (Finanziert durch Spendengelder) der Teiche, Gewässer und der Lippe im Stadtgebiet Delbrück als sehr nützlich erwiesen hat. Hierdurch können schnell bei Unglücksfällen präzise Angaben zum Unfallort getätigt werden. Eine Jährliche Überprüfung, Erweiterung und Reparatur der Beschilderung ist der Wasserrettung daher ein großes Anliegen. Die hohe Spezialisierung und die Erfahrungen der Delbrücker Wasserrettung sorgen alljährlich auch für Einsätze bis weit über die Stadtgrenzen Delbrücks hinaus. Nicht zuletzt aus den vielschichtigen Einsätzen, aber auch durch intensive Kontakte zur DLRG, einem dänischen Bergungsunternehmen oder den Hamburger Polizeitauchern resultiert der hohe Erfahrungsgrad. Der Umgang mit den hochsensiblen Sonargeräten erfordert viel Übung und Erfahrung. Im Gegenzug ist die Suche nach Vermissten im Wasser mit diesen Geräten eine echte und schnelle Alternative zur herkömmlichen Suchmethodik. |