Delbrück: chb/mb

31. März. Delbrück Boke.

Delbrücker Feuerwehr verhindert Gasexplosion

Boke (chb). Bei einem Großbrand im Delbrücker Ortsteil Boke ist am Donnerstag in den späten Abendstunden eine Scheune vollständig ausgebrannt. Mehr als 90 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen des Feuers auf das benachbarte Wohnhaus zu verhindern.

Besondere Gefahr ging von einem Gastank neben der brennenden Scheune aus.Um 20:22 bekommen die Delbrücker Feuerwehrleute den Alarm auf ihren Meldeempfänger: Feuer III, Boke, Hudeweg, Scheunenbrand, Dachstuhl im Vollbrand. Nur Minuten später sind die ersten Kräfte vor Ort. „Als wir eintrafen, stand die Scheune in hellen Flammen. Die Hitze war so groß, dass der Dachstuhl des benachbarten Wohnhauses bereits dampfte“, so Alfons Heisener, stellvertretender Leiter der Delbrücker Feuerwehr. Sofort beginnen die Löschkräfte damit, dass Wohnhaus mit Wasser zu kühlen. Weil das Löschwasser von einem in der Nähe liegenden Kiessee mit Tankwagen im Pendelverkehr an den Brandort gebracht werden muss, wird Verstärkung gerufen.

Während Wehrleute aus allen Delbrücker Löschzügen eintreffen, entdecken die Löschkräfte einen Gastank auf der Rückseite der brennenden Scheune. Aus einer geborstenen Leitung schießt bereits brennendes Gas. Erst als auch der Tank heruntergekühlt ist, kann die Leitung verschossen und die Explosionsgefahr gebannt werden. Nach einer halben Stunde ist das Feuer unter Kontrolle. Immer wieder jedoch züngeln bis zum Morgen Flammen aus den Trümmern.

Am Brandort beobachtet Bürgermeister Werner Peitz den Einsatz der mehr als 90 Feuerwehrleute. Sie werden im Verlauf der Arbeiten auf einen beunruhigenden Geruch aufmerksam. „Aufgrund des Geruchs befürchteten wir, dass sich möglicherweise noch ein Schwein oder ein Kuh in dem Stall befand“, so Stadtbrandinspektor Reinhard Brand. „Tatsächlich verbrannten in der Scheune mehr als 15.000 Heuschrecken, gezüchtet als Futtermittel.“ Menschen kommen bei dem Feuer nicht zu Schaden. Die Kriminalpolizei beginnt noch während der Löscharbeiten mit der Suche nach der Ursache des Brandes. Sie beschlagnahmt der Ort bis auf weiteres. Erst am folgenden Tag ist der Einsatz der Feuerwehr endgültig beendet.

Fotos: Marc Köppelmann,Christian Behrens, mb



Avi / Film

Bericht: Polizei

Technischer Defekt sorgt für Scheunenbrand - Heuschreckenzucht vernichtet

Delbrück (ots) - (uk) Ein Feuer in einer Scheune in Delbrück-Boke hat am Mittwochabend großen Sachschaden angerichtet. Neben dort abgestellten Motorrädern, Maschinen und landwirtschaftlichen Geräten befand sich auch eine Heuschreckenzucht in der Scheune.

Als Brandursache dürfte ein technischer Defekt in Frage kommen. Gegen 20.20 Uhr hatte ein Autofahrer von der Boker Straße aus einen hellen Lichtkegel am Himmel entdeckt. Als der Zeuge nachsah, entdeckte er das Feuer in der am Hudeweg gelegenen Scheune und informierte umgehend die Feuerwehr. Der gelang es den Brand relativ schnell zu löschen und ein Übergreifen der Flammen auf ein benachbartes Wohnhaus zu verhindern. Allerdings konnte für das Gebäude, dessen Inventar, sowie für die etwa 15000 in Käfigen gehaltenen Insekten nichts mehr getan werden.

Die Scheune wurde vollständig zerstört. Die Brandermittler der Paderborner Polizei stellten am Donnerstagvormittag fest, dass es offenbar in einem Stromkabel zu einem Kurzschluss gekommen war. Der Lichtbogen und die daraus resultierende hohe Hitzeentwicklung haben dann umliegendes Dämmmaterial und Verkleidung entzündet. Der Sachschaden dürfte bei 100.000 Euro liegen.