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Bericht: Westfälisches Volksblatt Bessere Hilfe für die Schwergewichte möglich Delbrücker Feuerwehr bekommt moderne Trage - schonende Bergung der Patienten Delbrück (WV). Die Delbrücker Feuerwehr hat jetzt eine neue, hochmoderne Fahrtrage. Damit kann sie im Notfall schwergewichtigen Patienten leichter und schonender helfen. Das Thema Übergewicht spielt im täglichen Rettungsdienst ein immer größere Rolle. Laut Bundesministerium für Gesundheit sind 53 Prozent der Frauen und 67 Prozent der Männer übergewichtig, jeder fünfte gilt als fettleibig. »Das hat ernste Konsequenzen für den Rettungsdienst«, erläutert Feuerwehrchef Reinhard Brand. »Die Delbrücker Wehr wurde zuletzt immer häufiger alarmiert, um mit Muskelkraft oder auch per Drehleiter Patienten aus schwer zugänglichen Wohnhäusern zu holen. Dabei waren häufig auch Patienten mit hohem Körpergewicht.« Ein Problem für Feuerwehrleute und Patienten. Hinzu kommt, dass normale Tragen eine Belastungsgrenze von nur 170 Kilogramm haben. Mit Hilfe einer großzügigen Spende eines heimischen Unternehmens und Unterstützung der Stadt Delbrück konnte nun der zweite Delbrücker Rettungswagen mit einer neuen, hochmodernen Fahrtrage ausgestattet werden. Sie hat eine Zulassung bis 235 Kilogramm. Die Wehrleute können die neue Trage sogar auf einer speziellen Halterung am Korb ihrer Drehleiter befestigen. »Das ermöglicht die schonende Rettung des Patienten, wenn ein zu enges Treppenhaus die normale Bergung aus einem höher gelegenen Stockwerk nicht zulässt und der Gesundheitszustand einen Transport mit dem Tragestuhl oder dem Tragetuch unmöglich macht«, erklärt Brand. Für Kleinkinder enthält die neue Trage ein spezielles Kinderrückhaltesystem. Die Patienten profitieren zudem von den unterschiedlichen Lagerungsarten der Trage und der großen Erleichterung beim Umlagern. Mit der neuen Fahrtrage vor dem Einsatzfahrzeug (von links) Rettungssanitäter Frederic Mühlbrandt, Rettungsassistent Tim Brand, Rettungssänitäter Maximilian Rempe, Rettungssanitäter Martin Schniedermeier, Lehrrettungsassistent Ralf Wunderlich und Rettungssanitäter Ingo Schrader. |