Delbrück: mb

Gesamtwehrübung Freiwillige Feuerwehr Delbrück am 25.11.2006


Dichter Rauch stand am Samstagnachmittag über dem Betriebsgelände des Möbelherstellers Georg Voss an der Industriestr. in Delbrück und ließ realitätsnah einen Großbrand annehmen.
Diese Großübung hatte eine eigens zu diesem Zweck gebildete Übungsleitung um stellv. LDF Stadtbrandinspektor Alfons Heisener in enger Abstimmung mit der Betriebsleitung der Fa.Voss generalstabsmäßig angelegt und so die unvorbereitet alarmierten Einsatzkräfte vor eine schwierige Aufgabe gestellt. Menschenrettung und Brandbekämpfung unter schwerem Atemschutz, über Leitern und mit Absturzsicherung sowie das schnellstmögliche Einrichten einer funktionsfähigen Einsatzleitung für eine Großschadenslage, Aufbau einer Verletztensammelstelle, standen dabei ebenso als Übungsziel vornan, wie die Löschwasserförderung mit Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr aus Hydranten, Zisternen und einer Schlauchleitung zum ca. 2 km entfernten Haustenbach.
Neben allen Delbrücker Löschzügen kam auch überörtliche Hilfe von der  KFTZ Büren-Ahden, der Feuerwehr Paderborn, aus Hövelhof und vom Löschzug Mastholte der Feuerwehr Rietberg zum Einsatz.
Die Verletztensammelstelle wurde von der FW Delbrück und dem DRK Stadtverband Delbrück eingerichtet.
Als Ärtzte an der Verletztensammelstelle fungierten die FW Ärzte JJ.Fahl und Dr.Terstesse.
Das RUD Team Hövelhof (Realistische Unfall Darstellung) sorgte für ein realistisches Einsatzszenario.

Zahlreiche Ehrengäste aus Rat und Verwaltung der Stadt Delbrück, das KBM Team sowie Besitzer naheliegender Betriebe konnten sich ein Bild machen vom effektiven Einsatz bei dieser Übung.

Berichte Presse folgen.....



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Bericht:

Radio Hochstift

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Bericht Westfälisches Volksblatt:

Text/Foto Axel Langer

Knapp 250 Rettungskräfte bei Großübung

Kreisbrandmeister Lücke lobt effektive Zusammenarbeit der Retter

Delbrück (al). Dichter Rauch quoll aus den Fenstern, eine schwarze Rauchwolke stand über dem Industriegebiet Ost an der Hövelhofer Straße und durch die Fenster des Maschinenraumes war Feuerschein zu sehen. Wie es im Inneren der Hallen des Möbelherstellers Georg Voss aussah war zunächst völlig unklar. Nachdem sich den ersteintreffenden Löschzügen Ostenland und Delbrück dieses Szenario bot, wurde sofort Vollalarm für die Gesamtwehr Delbrück ausgelöst. Gegen 15.10 Uhr heulten in ganz Delbrück die Sirenen. Zusätzlich wurden weitere Fahrzeuge aus Hövelhof, Paderborn, Mastholte und der Kreisleitstelle in Ahden angefordert um unter Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Reinhard Brand gegen den Großbrand vorzugehen. Außerdem war die Einsatzeinheit des DRK-Stadtverbandes Delbrück im Einsatz und richtete gemeinsam mit der Feuerwehr eine Verletztensammelstelle ein. In kürzester Zeit waren knapp 250 Rettungskräfte mit rund 50 Fahrzeugen auf dem Firmengelände der Firma Voss aktiv.

Da es sich bei dem Einsatz glücklicherweise .nur. um eine Großübung der Delbrücker Feuerwehr handelte, war auch das Team der Realistischen Unfalldarstellung (RUD) vor Ort und sorgte mit vielen Scheinwerfern, viel Rauch und Darstellern für ein absolut realistisches Szenario. Vorbereitet hat die Übung der stellvertretende Wehrführer Alfons Heisener in enger Abstimmung mit der Firma Voss. .Die unvorbereitet alarmierten Einsatzkräfte müssen blitzschnell verschiedene Aufgaben bewältigen: Menschenrettung, Brandbekämpfung unter schwerem Atemschutz, die Einrichtung einer Einsatzleitung für eine Großschadenslage, Aufbau einer Verletztensammelstelle, Löschwasserversorgung im Pendelverkehr und über Hydranten sowie eine zwei Kilometer lange Schlauchleitung. Da ist gute Zusammenarbeit und Kommunikation unter den Einsatzkräften gefordert.. umriß Alfons Heisener die Aufgaben.

Unter Atemschutz drangen die Feuerwehrkameraden in die brennende Halle ein. Zahlreiche verletzte Personen, davon zwei lebensgefährlich und vier Schwerverletzte, wurden geborgen und zur Sammelstelle transportiert. Hier leisteten Notärzte und Sanitäter Erste Hilfe und bereiteten den simulierten Abtransport mit Hubschraubern, Rettungs- und Krankenwagen vor. Sehr zufrieden mit dem Übungsverlauf zeigte sich neben Bürgermeister Robert Oelsmeier auch Kreisbrandmeister Bernhard Lücke. .Die Zusammenarbeit der einzelnen Löschzüge hat genauso reibungslos funktioniert wie die Kooperation mit dem DRK und dem RUD-Team.. lobte Kreisbrandmeister Lücke bei der Übungsauswertung im Gerätehaus Delbrück.



Bericht: Neue Westfälische

Koordinierter Kraftakt

Großbrand in Delbrücker Möbelfabrik nachgestellt

VON MICHAEL KELLNER

Aus Sicht der Feuerweh war die Kommunen übergreifende Alarmübung der Feuerwehren auf dem Fabrikgelände des Möbelherstellers Georg Voss ein großer Erfolg. Vor allem das Zusammenspiel der rund 250 teilnehmenden Rettungskräfte aus der ganzen Region griff reibungslos ineinander. Gegen 15.10 drang dichter Rauch aus einem Maschinenraum des Möbelherstellers im Industriegebiet Delbrück Ost. Binnen weniger Minuten waren Löschzüge aus Delbrück und Ostenland vor Ort, die nach Einschätzung der Lage Verstärkung aus den anderen Ortsteilen zur Hilfe riefen. Darüber hinaus wurden von der Einsatzleitung auch die Wehren in Hövelhof, Paderborn, Rietberg-Mastholte und die Kreisleitstelle in Ahden alarmiert. Für ein absolut realistisches Einsatzszenario sorgte das RUD-Team (Realistische Unfall Darstellung) aus Hövelhof.

Alle Einsatzkräfte, die Wehrführung mit eingeschlossen, wurden von der Übungsleitung um den stellvertretenden Wehrführer Alfons Heisener vor eine schwierige Aufgabe gestellt. In erster Linie galt es die Kooperation der verschiedenen Wehren untereinander, sowie mit der Einsatzeinheit des DRK-Stadtverbandes unter realistischen Bedingungen zu testen. Menschenrettung und Brandbekämpfung unter schwerem Atemschutz standen somit ebenso als Übungsziel voran, wie der Aufbau einer Verletztensammelstelle oder die Löschwasserförderung aus Hydranten und aus dem rund zwei Kilometer entfernten Haustenbach. "Im Ernstfall würden uns mit dieser Taktik 3.000 Liter Fördermenge pro Minute am Brandherd zur Verfügung stehen", erklärt Ralf Schadwinkel von der Freiwilligen Feuerwehr Delbrück. Damit diese elementarste Bedingung des Feuerlöschens besser gewährleistet werden kann, fordern die Delbrücker Brandbekämpfer eine stationäre Leitung, die die Hövelhofer Straße unterquert. Was ohne großen technischen Aufwand möglich wäre, würde den Straßenverkehr im Falle eines Großbrandes dann nicht mehr beeinträchtigen, wenn Wasserleitungen zum Haustenbach gelegt werden müssen, betonen die Verantwortlichen der Feuerwehr.